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Servus&Hallo!

Silbern glänzt der morgendliche Raureif auf den Beeten, wo schon bald die von Asphalt umzingelten Stadtmenschen ihr eigenes Biogemüse ernten: In den neuen Morgentaugärten in und rund um Linz können ab dem Frühling all jene ihre gartlerischen Gelüste voll ausleben, denen dafür bisher nur schmalbrüstige Fensterbankln zur Verfügung gestanden sind. Tatkräftige Unterstützung bekommen sie dabei von Christian Stadler: Vor Beginn der Saison pflanzt der Biobauer zehn verschiedene Gemüsekulturen auf den Feldern und stattet die Hobby-Gärtnerinnen und Selbstversorger anschließend mit zusätzlichen Jungpflanzen, Biodünger, Werkzeug sowie praktischen Ratschlägen aus, wie die Beete reiche Frucht tragen. Ab April sind sie dann selbst für die Arbeit in den Mietgärten verantwortlich und dürfen fleißig Erde unter den Fingernägeln sammeln, während die Vorfreude auf die Erntezeit mit jedem neuen Trieb, jeder grünen Knospe und jeder zarten Blüte wächst. Denn nichts schmeckt so köstlich wie selbst erzeugtes Biogemüse, das so frisch ist wie der Morgentau! Neugierig? Wir auch!

Eure Stern&Kringel

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Inhalt

Essen&Trinken:        Spitzwirtin
Ladenzone:                  Masi
Freizeit:                        CrossFit
Veranstaltungen:    Hendl mit Reis - Lebensmittel und Globalisierung
                                           Impro-Kochworkshop mit Biolebensmitteln
                                           Kaffeeverkostung - Von der Bohne auf den Teller
                                           Gefiederte Wintergäste am Weikerlsee
                                           Im Revier des Panthers
                                           Raritäten - Unkraut neu entdeckt
                                           Demokratie (er)leben - Workshop Zivilcourage

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Spitzwirtin (c) Stern&Kringel

Essen&Trinken

Spitzwirtin

An einem sonnigen Fleckerl Erde zwischen Waldesrand und den sanften Wellen des Schartner Obst-Hügellands liegt das tradtionsreiche Ausflugsziel, in dem "viele Gäste schon mit ihrem Opa gewesen sind": Vor zehn Jahren hat Renate Stain das "Wirtshaus im Wald" von ihrer Mutter übernommen und den ausschließlich von Frauen geführten Familienbetrieb von Spitzwirt auf Spitzwirtin umgetauft. Besonders im Frühling zieren blühende Kräuterkistln, knorrige Apfelbäume und bunte Gemüsebeete den Garten und liefern die Grundlage für die bodenständige, saisonale Küche des Hauses. Die restlichen Zutaten stammen von befreundeten Partnerbetrieben aus der nahen Umgebung: das Bio-Wildhendl aus Schlierbach, die Fruchtsäfte von Schartner Obstbauernhöfen und die gebratene Forelle mit Paschinger Bio-Kartoffeln direkt vom Nachbarn. "Wir wollen selber was Ordentliches essen", erklärt Stain kurz und bündig ihre Philosophie, während aus der offenen Küche das rhythmische Klatschen des Schnitzelklopfers zu hören ist. "Dass wir genau das auch unseren Gästen servieren, fühlt sich einfach gut an."

Stern&Kringel-geprüft

Spitzwirtin, Forst 27, 4072 Alkoven, 072 74 / 77 27, Öffnungszeiten: Freitag bis Dienstag 12 bis 21 Uhr, warme Küche Freitag bis Sonntag mittags, Küche: österreichisch, vegetarisch, Preis: Hauptgerichte ab 9,50 Euro, Nichtraucher, Gastgarten, Reservierung empfohlen, Mail, Homepage

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Masi (c) Stern&Kringel

Ladenzone

Masi

Geschäftig rattert das Schiffchen über den Nadelkamm, sodass Zeile um Zeile die dreidimensionale Struktur des Stofffleckerls zutage tritt. "Das ist besser als Fernsehen, da könnte man stundenlang zuschauen", scherzt Christina Huber, die gemeinsam mit Fritz Prunthaller vor mehr als zehn Jahren das Modelabel Masi gegründet hat. Direkt hinter dem Verkaufsraum nahe des Linzer Doms stehen die zwei eineinhalb Tonnen schweren Strickmaschinen, mit denen die beiden aus teils Bio- und GOTS-zertifizierten Merino- und Baumwollgarnen ihre langlebigen, farbintensiven Kleider, Pullover und Schals produzieren. Körper, Ärmel und andere Einzelteile werden für die jeweilige Passform maßangefertigt. Daher kann Masi auch auf individuelle Sonderwünsche eingehen, erklärt Huber: "Wenn jemand sagt, er hätte das Modell gern eine Spur länger oder in Grasgrün, dann stricken wir innerhalb von ein paar Wochen ein ganz persönliches Unikat." Von der klassischen Weste fürs Büro bis zum figurbetonten Brautkleid war schon alles dabei, erinnert sich Huber. "Und wenn mal was trotzdem nicht passt, produzieren wir dennoch kaum Abfall, weil wir es einfach wieder auftrennen."

Stern&Kringel-geprüft

Masi, Waltherstraße 17, 4020 Linz, 0650 / 999 09 19, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr, Mail, Homepage

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CrossFit 4020 (c) Stern&Kringel

Box-Sport

CrossFit

Komm kuscheln, raunt der Boden nach zig Liegestützen verführerisch, während irgendein Sadist die Schwerkraft auf die dreifache Stärke raufschraubt: Das Hochintensitätstraining am Ende des einstündigen Workouts macht seinem Namen alle Ehre, und mehr als einmal schrammt man haarscharf am Aufgeben vorbei. "Aber in der Gruppe geht dann doch immer noch ein Aitzerl mehr", schnauft Lena, die im CrossFit 4020 regelmäßig "ans Limit geht". Anfang 2014 hat Patrick Cumberworth "die Box" gegründet und den Sporttrend aus den USA in den graffitiverzierten Keller nahe des Linzer Infracenters geholt. Im Gegensatz zum klassischen Gerätetraining im Fitnessstudio geht es bei CrossFit nicht ums Aufpumpen isolierter Muskelpartien, sondern um natürliche Bewegungsabläufe und Ganzkörperübungen, die auch im Alltag etwas bringen: "Die Kniebeuge beansprucht dieselben Muskeln wie das Aufstehen vom Sessel", schildert Trainer Stefan Kirchsteiger das Prinzip. Kein Workout gleicht dabei dem anderen, kommen doch auch ungewöhnliche Trainingsgeräte wie Traktorreifen oder Holzkisten zum Einsatz. Dadurch können sich die Muskeln gar nicht an eine bestimmte Übung gewöhnen und sind stets aufs Neue gefordert, erklärt Kirchsteiger: "Wir sind abwechslungsreich mal tausend!"

Stern&Kringel-geprüft

CrossFit 4020, Eduard-Sueß-Straße 19, 4020 Linz, 0660 / 59 72 943, Kurse von Montag bis Samstag, Schnuppertraining kostenlos, Monatsvertrag ab 89 Euro, Mail, Homepage, Facebook

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Hahn (c) Flickr / russellstreet

Fernspeise

2. Februar: Hendl mit Reis - Lebensmittel & Globalisierung

Warum das Huhn über die Straße geht? Klar, weil es auf die andere Seite will! Kniffliger ist da schon die Frage, weshalb ein Hendl um die halbe Welt reist, bevor es bei uns auf dem Teller landet. Anhand von alltäglichen Nahrungsmitteln zeigt Marlene Groß von der entwicklungspolitischen Agentur Südwind, wie sich die Landwirtschaft durch die Globalisierung grundlegend verändert hat. Weil aber Reden allein nichts ändert, präsentiert sie auch ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten, wie man einzeln und in Gruppen die sozialen und ökologischen Bedingungen der Lebensmittelproduktion verbessern kann.

Hendl mit Reis - Lebensmittel in Zeiten der Globalisierung, 2. Februar 2015, 18 bis 20 Uhr, Wissensturm, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz, Eintritt 4 Euro, Anmeldung unter 0732 / 70 700, Homepage

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Wintergemüse (c) Flickr / Liz West

Chaosküche

5. Februar: Impro-Kochen mit Biolebensmitteln

Wo Kraut und Rüben zusammen kommen, da herrscht sprichwörtliches Chaos - und genau dieses kreative Chaos braucht's, um einen tanzenden Stern zu gebären! Wie recht der gute alte Friedrich Nietzsche mit dieser Theorie hat, zeigt Grigorios Zeimpekis bei seinem improvisationsreichen Kochworkshop: Aus frischen, saisonalen Lebensmitteln wie Weißkraut, roten Rüben und Karotten kreiert der griechische Koch gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mediterrane Köstlichkeiten, die den Gaumen zum Sirtaki Tanzen bringen.

Impro-Kochworkshop mit Lebensmittelspenden vom Biohof Achleitner, 5. Februar 2015, 17 bis 21 Uhr, Verein Arcobaleno, Friedhofstraße 6, 4020 Linz, Teilnahme gegen freiwillige Spende, Anmeldung auf der Homepage

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Kaffee (c) Flickr / Pen Waggener

Zack, die Bohne

6. Februar: Von der Bohne auf den Teller

Mit gutem Kaffee ist es wie mit edlem Wein, hat uns ein leidenschaftlicher Röster einmal erzählt: Wer seinen Geschmackssinn schärft, entdeckt eine unglaubliche Vielfalt an Aromen von frischer Zitrussäure über zarte Schokolade bis knackige Haselnuss. Genau das ist das Ziel der SlowFood-Kaffeeverkostung in der Freistädter Rösterei Suchan: Tasse für Tasse erkundet man die sortenreinen (Bio-)Röstungen des Hauses, während der diplomierte Kaffeesommelier Peter Affenzeller die Geheimnisse des perfekten Espresso offenbart.

Von der Bohne auf den Teller - Besuch in der Kaffeerösterei Suchan, 6. Februar 2015, Café Suchan, Pfarrplatz 3, 4240 Freistadt, Teilnahme 15 Euro, Anmeldung per Mail, Homepage

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Haubentaucher (c) Wikimedia / Andreas Trepte

Nord-See

7. Februar: Gefiederte Wintergäste am Weikerlsee

In der Vogelwelt geht's manchmal zu wie beim Couchsurfing: Während sich Schwalbe, Storch und Nachtigall auf einen langen Urlaub in den warmen Süden vertschüssen, macht es sich eine Vielzahl an nordeuropäischem Federvieh bei uns gemütlich. Besonders die beiden Weikerlseen bei der Linzer solarCity sind ein beliebter Landeplatz, weiß Herbert Rubenser vom Linzer Amt für Natur- und Umweltschutz: Ausgestattet mit Gucker und viel Geduld gehen die Vogelkundlerinnen und Naturforscher frühmorgens auf die Pirsch, um Krickenten, Silberreiher und Haubentaucher in ihrem Winterquartier aufzuspüren.

Gefiederte Wintergäste am Großen und Kleinen Weikerlsee, 7. Februar 2015, 7 bis 10 Uhr, Treffpunkt Parkplatz Großer Weikerlsee, 4030 Linz, Teilnahme kostenlos, Anmeldung unter 0732 / 70 700, Homepage

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Stadtwappen Steyr (c) gemeinfrei

Stadt-Zoo

14. und. 21. Februar: Im Revier des Panthers

Teuflische Hörner, habichtartige Klauen und ein imposanter Flammenhauch: Wer auch immer das Wappentier von Steyr entworfen hat, ist wohl nie in seinem Leben einem echten Panther begegnet. Auch sonst tummelt sich an und in den Häusern der historischen Zweiflüssestadt ein regelrechter Zoo an exotischen und fantastischen Tieren, die man nördlich der Alpen nicht vermuten würde. Alexandra Engelbrechtsmüller folgt beim zweistündigen Rundgang den Fährten von Einhörnern, Löwen und Elefanten und erklärt, wie die Tiere der Bevölkerung einst bei ihren Wegen durch die verwinkelte Altstadt als Orientierung geholfen haben.

Erlebnisspaziergang "Im Revier des Panthers", 14. und 21. Februar 2015, jeweils 14 bis 16 Uhr, Treffpunkt Rathaus, Stadtplatz 27, 4400 Steyr, Teilnahme 9 Euro, Anmeldung unter 072 52 / 53 229 oder per Mail, Homepage

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Unkraut zu verkaufen (c) Flickr / Thomas Kohler

Wildwuchs

19. Februar: Raritäten - Unkraut neu entdeckt

Bis auf die Zähne mit Spaten, Harke und Chemiekeule bewaffnet, zieht der ignorante Gartenrambo zu Felde, um dem wildwuchernden Unkraut gnadenlos den Garaus zu machen. Dabei stecken doch viele der vermeintlich nutzlosen Beipflanzen voller kulinarischer Genüsse, weiß Simone Ortbauer. Bei ihrem Workshop im Welser Frauengesundheitszentrum verrät die Ernährungsberaterin viele Rezepte und so manche Überraschung aus der Kräuterküche: Brennnesseln enthalten zum Beispiel sechs Mal mehr Vitamin C als Spinat, Sauerampfer bringt frisches  Aroma in den Salat, und Vogelmiere lässt sich zu einem köstlichen Pesto verarbeiten.

Raritäten - Unkraut neu entdeckt, 19. Februar 2015, 18 bis 19 Uhr, Frauengesundheitszentrum Wels, Kaiser-Josef-Platz 52/1, 4600 Wels, für Frauen und Männer, Teilnahme 10 Euro, Anmeldung per Mail, Homepage

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Zivilcourage (c) Flickr / John Snape

Klappe auf!

24. Februar: Demokratie (er)leben - Zivilcourage

Nix sehen, nix hören, nix sagen: Süß schauen sie ja aus, die drei Äffchen, aber ein Vorbild in puncto Zivilcourage sind sie nicht gerade. Denn wer anderen in bedrohlichen und ungerechten Situationen helfen will, braucht offene Sinne und die Schneid, im richtigen Moment den Mund aufzureißen. Zum Glück lässt sich das lernen: Beim Workshop in der Volkshochschule Wels zeigt Frederik Schmidsberger vom Mauthausen Komitee, wie sich jeder bei sozialen Missständen schnell, beherzt und richtig einmischen kann.

Demokratie (er)leben - Workshop Zivilcourage, 24. Februar 2015, 9 bis 13 Uhr, Volkshochschule Wels, Stelzhammerstraße 4, 4600 Wels, Teilnahme kostenlos, Anmeldung auf der Homepage

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