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Servus&Hallo!

Blankes Entsetzen spricht aus den schreckensgeweiteten Augen der Freundin, als wir ihr bei einer Tasse Kaffee von unserem Essperiment erzählen: "Einen Monat lang ohne Zucker? Das könnt ich nie!" Dass wir aus gesundheitlichen Gründen für 30 Tage nicht nur auf Süßes, sondern auch auf Fleisch, Weißmehl und Alkohol verzichtet haben, ist im ersten Schock scheinbar völlig untergegangen. Süßigkeiten, Limonaden und andere stark gezuckerte Speisen sind genauso allgegenwärtig wie ungesund. Aber weil unser Hirn evolutionsbedingt voll auf das Zuckerzeug abfährt, helfen all die Warnungen vor der "süßen Volksdroge", vor der "weltweiten Zucker-Mafia" und vor den körperlichen Auswirkungen rein gar nix. Viel leichter klappt's ohnehin, wenn man die innere Naschkatze mit ihren eigenen Waffen schlägt - zum Beispiel mit bombastischem Bananen-Zimt-Eis! Dafür stellen wir zwei geschälte, zerkleinerte Bananen für eine Stunde ins Kühlfach, geben sie mit einem Esslöffel Cashewmus, einem halben Teelöffel Zimt und einer Prise Salz in den Mixer, und fertig ist die zuckerfreie Schleckerei! Noch mehr solcher Süßigkeiten könnt Ihr bei diesem Kurs ausprobieren. Neugierig? Wir auch!

Eure Stern&Kringel

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Inhalt

Essen&Trinken:        Gasthof Rahofer
Ladenzone:                  Schuhwerkstätte Hain
Freizeit:                        Granitweg
Veranstaltungen:    Die Haltbarkeit, die wir wollen
                                           Süße Verführung Rohkost
                                           Craft Bier Fest
                                           Workshop Solartrockner
                                           Gemeinsam Gartln am Linzer Bodentag
                                           Sommersonnenwende am Biohof Pevny
                                           Haka Tanzen auf der Donaulände

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Gasthof Rahofer (c) Stern&Kringel

Essen&Trinken

Gasthof Rahofer

Vollgepumpt mit warmen Sonnenstrahlen präsentieren sich schon die ersten Früchte am Feigenstrauch direkt neben den Tischen im Innenhof. "Aus denen machen wir bald Marmelade", freut sich Rudolf Rahofer. Seit mehr als 500 Jahren verbindet der historische Vierkanthof im Ortskern von Kronstorf gehobene Gast- mit traditioneller Landwirtschaft – ein Erfolgsrezept, das Haubenkoch Rahofer seit über 35 Jahren fortführt. Ob Kartoffeln für den Grammelknödelteig, Dinkel für das selbstgebackene Brot oder Früchte für Säfte und Marmeladen, sie alle stammen vom eigenen Hof. Die restlichen Zutaten kommen "zu etwa drei Viertel" aus der unmittelbaren Umgebung, der Fisch etwa aus Schiedlberg, das Kalb aus dem Kremstal und der frische Spargel von einem Bauern aus dem Ort. Daraus kocht Rahofer klassische oberösterreichische Gerichte "ohne Firlefanz", die im noblen Restaurant-Salon, in der urigen Gaststube oder im lauschigen Gastgarten serviert werden. Harmonisch passt sich die handgeschriebene Speisekarte dem wechselnden Angebot der Jahreszeiten an und bringt damit stets die Leckerbissen der Saison auf den Tisch, betont Rahofer: "Alles andere ist für mich uninteressant."

Stern&Kringel-geprüft

Gasthof Rahofer, Hauptstraße 56, 4484 Kronstorf, 072 25 / 83 03, Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11 bis 14 Uhr und 18 bis 22 Uhr, Sonntag 11 bis 14 Uhr, Küche: österreichisch, Hauptgerichte ab 12,50 Euro, Gastgarten, getrennte Raucher- und Nichtraucherbereiche, Homepage

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Inserat Biohof Achleitner - Lass dir Bio bringen frei haus, Biokiste
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Schuhwerkstätte Hain (c) Stern&Kringel

Ladenzone

Schuhwerkstätte Hain

Federkielbestickte Hochzeitsschuhe und hochschaftige Bilgeri-Stiefel aus der k.u.k.-Monarchie stehen auf alten Schuhputzkastln, "aber die verkaufen wir nicht", betont Dorit Hain lachend. Stattdessen fertigt ihr Mann Siegfried in der Kellerwerkstätte maßgeschneiderte Lederschuhe an, die mit der richtigen Pflege eine ähnlich hohe Lebenserwartung wie das historische Schuhwerk haben. Bei einem Urlaub in Italien ist der gelernte Werkzeugmacher der Liebe zur Schusterei verfallen und hat sich das traditionelle Handwerk selbst beigebracht. Sein jahrzehntelang angeeignetes Fachwissen und seine Leidenschaft steckt er auch in die Reparatur von Schuhen aller Art. Absätze, Innenfutter, Fersenleder – "viele Leute wissen gar nicht, was man alles wieder richten kann", sagt Hain. Statt Plastik kommt natürlich gegerbtes Leder oder hochwertiger Gummi zum Einsatz: "Das ist besser für die Umwelt. Außerdem erzählen viele Kunden, dass sie länger mit den aufgewerteten Schuhen gehen können." Dabei hilft auch die umfangreiche Auswahl an Schuhzubehör im Geschäft, das sich in den Regalen harmonisch zu fair gehandelten Geschenksartikeln und Modeaccessoires gesellt. "Wir halten es mit dem alten Indianersprichwort", meint Dorit Hain: "Man soll bei all seinen Handlungen an die nächsten sieben Generationen denken."

Stern&Kringel-geprüft

Schuhwerkstätte Hain, Landstraße 76, 4020 Linz, 0732 / 66 24 74, Öffnungszeiten: Montag und Freitag 8.30 bis 18 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 8.30 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, jeden ersten Samstag im Monat 10 bis 13 Uhr, Mail, Facebook

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Granitweg (c) Stern&Kringel

Stein-Reich

Granitweg

Felsenfest ist die Überzeugung eines jeden waschechten Mühlviertlers, dass die Welt keine granittechnischen Überraschungen mehr zu bieten hat. Zumindest, bis man die Erlebniswelt Granit in Plöcking sieht: Block um Block reihen sich 50 verschiedene Granitsorten und mehr als 100 andere Gesteine aus aller Welt aneinander, die das Herz einer jeden Geographie-Professorin höher schlagen lassen. Aber selbst für steinkundlich Unbedarfte ist der Mühlviertler Ort ein lohnendes Ausflugsziel, beginnt hier doch eine steinreiche Rundwanderung durch das einstige Mühlviertler Steinmetz-Dorado. Von der Erlebniswelt folgt der Weg der Trasse der ehemaligen Feldbahn, die dem Transport der Felsblöcke diente, zum mittelalterlichen Schloss Neuhaus und von dort über den schmalen Jagasteig hinab zum Ort Untermühl, wo die Große Mühl in die Donau mündet. Von hier geht man auf zunächst gemütlichen, aber stets steiler werdenden Wegen zum Speicherkraftwerk Partenstein und weiter hinauf in den Ort Kleinzell. Vorbei an aufgelassenen und aktiven Steinbrüchen mit ihren schwindelerregenden Felswänden gelangt man schließlich wieder zurück zur Erlebniswelt, wo man zum Abschluss bei einem Picknick auf gemeißelten Steintafeln tafelt.

Stern&Kringel-geprüft

Granitweg, 11,6 Kilometer lange, mittelschwere Rundwanderung, Dauer 3 bis 4 Stunden, ganzjährig begehbar, Start bei der Erlebniswelt Granit, Plöcking 2, 4114 St. Martin im Mühlkreis, 0664 / 46 30 014, Mail, Homepage, Facebook

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Murks nein danke (c) www.murks-nein-danke.de

Montagsgerät

1. Juni: Die Haltbarkeit, die wir wollen

Wenn der Fernseher flimmert und das Auto nicht recht anspringt, dann ist das Gerät sicher an einem Blauen Montag gefertigt worden. Oder steckt doch eine finstere Logik der Firmen dahinter, dass der Drucker oder das Handy direkt nach Ablauf der Garantie unreparierbar das Zeitliche segnen? Stefan Schridde kämpft mit seinem Verein "Murks? Nein danke!" seit einigen Jahren gegen diese geplante Obsoleszenz und hat nun ein gleichnamiges Buch herausgebracht. Am Montagabend liest er im Welser Medien Kultur Haus aus seinem Werk und gibt Tipps, wie man die Haltbarkeit der Geräte verlängert und damit die Umwelt und das eigene Geldbörsl schont.

Die Haltbarkeit, die wir wollen, 1. Juni 2015, 19.30 Uhr, Medien Kultur Haus, Pollheimerstraße 17, 4600 Wels, Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich, Homepage

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Rohe Süßigkeiten (c) Flickr / Veganbaking.net

Unbackbar

3. Juni: Süße Verführung Rohkost

Die Sommersonne verwandelt die Straßen der Stadt in einen überdimensionalen Backofen - wer will da schon freiwillig mit dem heißen Herd herumhantieren? Dass Kuchen auch ganz ohne "Backe, backe" funktioniert, zeigt Bernd Haider bei seinem Rohkostkurs: Aus Zutaten wie Mandeln, Datteln oder Feigen zaubert er in wenigen Minuten gesunde und zuckerfreie Kokostorten, Energiekugeln oder cremiges Eis, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer genüsslich vernaschen dürfen.

Süße Verführung Rohkost, 3. Juni 2015, 18 bis 21 Uhr, DaSein.at, Wienerstraße 67, 3300 Amstetten, Teilnahme 35 Euro, Anmeldung auf der Homepage

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Craft Bier Fest (c) www.inShot.at

Brau-Union

5. und 6. Juni: Craft Bier Fest in der Tabakfabrik

Dass man Hopfen und Malz auch ganz anders zelebrieren kann als mit einem maßkrugmäßigen Massenbesäufnis, stellt am ersten Juniwochenende die Tabakfabrik unter Beweis: Erstmals lädt das Craft Bier Fest Linz zu einer genussvollen Erkundung der Vielfalt handwerklich hergestellter Bierspezialitäten. Besonders das Inn- und Mühlviertel sind mit ihren feinen Kleinbrauereien gut vertreten, aber auch aus dem nahen und fernen Ausland reisen die Hopfenkönige und Gerstengräfinnen mit ihrem edlen Gebräu an. Dazu serviert das Behrens Koch Kolektiv seine bio-regionalen Schmankerl, und trendige DJ-Musik bildet den knackigen Klangteppich fürs Verkosten, Gustieren und Fachsimpeln.

Craft Bier Fest, 5. und 6. Juni 2015, jeweils 14.30 bis 22.30 Uhr, Tabakfabrik, Peter-Behrens-Platz 11, 4020 Linz, Eintritt 7 Euro, keine Anmeldung erforderlich, Homepage

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Solartrockner (c) Perma Noricum

Sonnentanker

12. Juni: Workshop Solartrockner

Es ist eine der großen Ungerechtigkeiten der Natur, dass sie ihre Gaben immer nur in konzentrierten Schüben unters Volk bringt: Wer kann schon zehn Zentner Zwetschken verdrücken, nur weil grad der ganze Baum auf einmal reif wird? Glücklicherweise lassen sich Kräuter, Pilze oder Obst auf ganz natürliche Weise konservieren: Gemeinsam mit Permakultur-Experten Bernhard Gruber bastelt man aus alten Brettern und Fensterscheiben einen einfachen Solartrockner, mit dem die Schätze des Gartens nach der Ernte noch mal ordentlich Sonnenenergie tanken und so ihr frisches Aroma für lange Zeit behalten.

Workshop Solartrockner, 12. Juni 2015, 14 bis 17.30 Uhr, Wald-Wasser-Garten Einjoch, 4622 Eggendorf im Traunkreis, Teilnahme 25 Euro, Anmeldung per Mail, Homepage

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Garten für Alle in Linz-Urfahr (c) Stadt Linz

Erdig

20. Juni: Gemeinsam Gartln am Linzer Bodentag

Holler, Haselnuss und Hagebutte kuscheln sich als Hecke aneinander, und unter einer Handvoll Obstbäume sprießt das Bio-Gemüse in den Hochbeeten: Der Alturfahraner Donaugarten ist ein fruchtbarer Boden für gemeinschaftsgartlerische Gelüste, wie man beim zweiten Linzer Bodentag erleben kann. Aus der frischen Ernte zaubern die Zquetschtn Zwetschkn sommerliche Köstlichkeiten, während Kinder mit einer Becherlupe allem nachspüren, was durchs Gras kriecht und krabbelt. Außerdem wird im Wissensturm aus abgelaufenen, aber noch genießbaren Lebensmitteln ein schmackhaftes Menü gekocht, und der Botanische Garten lädt bei freiem Eintritt zu einer Schlenderrunde über den neuen Bodenlehrpfad.

Linzer Bodentag, 20. Juni 2015
Gemeinsam Gartln im Donaugarten, Obere Donaustraße Ecke Schiffgasse, 4040 Linz, 11 bis 18 Uhr, Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich, Homepage

Botanischer Garten, Rosseggerstraße 20, 4020 Linz, 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich, Homepage
Workshop Essbar, 10 bis 13.30 Uhr, Wissensturm, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz, Teilnahme kostenlos, Anmeldung unter 0732 / 70 700, Homepage

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Sonnenwende Biohof Pevny (c) Stern&Kringel

Feuerfest

20. Juni: Sommer-Sonnenwende am Biohof

Immer auf die Kleinen! Da ist die Nacht vom 20. auf den 21. Juni eh schon die kürzeste des Jahres, und dann wird ihr von dem bissl verbliebene Dunkelheit auch noch überall ein Stückl abgezwackt! Landauf, landab brennen zur Sommersonnenwende die Scheiterhaufen, um das Licht des längsten Tags noch in eine Ehrenrunde zu schicken. So auch am Biohof Pevny in Niederneukirchen: Hausherrin Anna erzählt bei einer Kräuterwanderung vom bäuerlichen Wissen über die Heilkraft der Pflanzen, bevor die Gäste rund ums Lagerfeuer mit backfrischen Pizzen aus dem Lehmofen und anderen regionalen Bio-Köstlichkeiten den Sommer willkommen heißen.

Sommersonnenwende, 20. Juni 2015, ab 14 Uhr, Biohof Pevny, Ruprechtshofen 46, 4491 Niederneukirchen, Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich, Homepage

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Haka-Tanz (c) Flickr.com / Kristina D.C. Hoeppner

Neu(see)land

24. Juni: Haka Tanzen auf der Donaulände

Das menschliche Hirn muss insgeheim ein ziemlicher Revoluzzer sein: Warum sonst würden Dinge, die verboten sind, so unheimlich viel Spaß machen? Die verpönte Geste des Zunge Zeigens zum Beispiel haben die neuseeländischen Ureinwohner zu einer wahren Kunstform aufgepimpt: Beim Haka reißen die Maori die Arme kriegerisch in die Höhe und brüllen dem Gegenüber ihren rhythmischen Kampfgesang entgegen, während sie ihm immer wieder frech die Zunge rausstrecken. Dass das nicht nur ein bissl einschüchternd, sondern auch eine Riesengaudi ist, erlebt man beim Otelo Freigang: Auf der Linzer Donaulände übt die Gruppe den traditionellen Tanz der Maori und darf dabei den vorbeiziehenden Radlern und Joggerinnen ganz unverschämt die Zunge zeigen.

Haka Tanzen auf der Donaulände, 24. Juni 2015, Treffpunkt 18 Uhr beim Luft*Raum, Bethlehemstraße 30, 4020 Linz, Teilnahme kostenlos, keine Anmeldung erforderlich, Homepage

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