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Servus&Hallo!

Es gibt so Dinge im Leben, die kann uns nicht mal der größte Wunderwuzzi begreifbar machen. Zum Beispiel, warum im Supermarkt ausgerechnet das Bio-Gemüse in Unmengen Plastikfolie verpackt ist. Scheinbar wird auch von Ökos erwartet, dass sie mit jedem Wocheneinkauf einen Berg an Abfall produzieren - da können einem ja die Tränen kommen! Dass es auch anders geht, zeigt der amerikanische Blog Zero Waste Home: Seit sieben Jahren lebt die vierköpfige Familie Johnson fast völlig müllfrei, indem sie alte Gegenstände recycelt, ihren Bio-Müll selber kompostiert und mit Stoffsackerl und Rexglasl einkaufen geht. Auch hierzulande klappt das Befüllen eigener Behältnisse auf den Märkten und in vielen Bio-Läden schon ganz gut. Schwierig wird's nur, wenn man nicht nur Obst und Gemüse, sondern zum Beispiel auch Nudeln, Käse oder Fruchtsäfte kaufen will. Umso mehr freuen wir uns, dass im Herbst mit dem Holis Market der erste verpackungsfreie Supermarkt in Linz eröffnet! Neugierig? Wir auch!

Eure Stern&Kringel

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Inhalt

Essen&Trinken:        Taverne zu Prandegg
Ladenzone:                  Kinderkram
Freizeit:                        Minigolf am Freinberg
Veranstaltungen:    We feed the Ländn
                                           Galliland Games
                                           Ornithologische Morgenführung
                                           Essig und Senf
                                           KunstHandwerksMarkt
                                           Festival Der neue Heimatfilm
                                           G'schmackig, scharf und g'sund

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Taverne zu Prandegg (c) Stern&Kringel

Essen&Trinken

Taverne zu Prandegg

Über moosbewachsenen Granitblöcken und wildwuchernden Haselstauden thronen die Reste der Burg Prandegg, der Franz Leitner seinen beruflichen Neustart zu verdanken hat. "Vor zehn Jahren hab ich hier im Backhäusl regelmäßig Bauernbrot gebacken", erzählt der gelernte Bäcker, "und dann hat mich die Gemeinde gefragt, ob ich nicht ein Lokal aufmachen will". Also verwandelte er mit tatkräftiger Unterstützung von Freundeskreis und örtlichen Vereinen das verfallene Gemäuer des ehemaligen Meierhofs in eine gemütliche Jausenstation, wo Kinder beim Ritterspiel zwischen Reitern und Wanderinnen durch Gastgarten und Spielplatz wuseln. Dass Franz Leitner im Ruf steht, einen der besten Schweinsbraten nördlich der Donau zu servieren, lockt die Gäste zusätzlich an. "Ich schau, dass alles so weit wie möglich von rundumadum kommt", erklärt Leitner die Einkaufspolitik in seinem Null-Emissionen-Gasthaus: das Fleisch von einem Familienbetrieb in St. Leonhard, der frische Saibling aus dem nahen Naarntal, der Apfelmost aus Wartberg und das Bio-Zwickl aus Freistadt. Nur die fantastischen, mit Mohn und Powidl gefüllten böhmischen Golatschen bezieht er von jenseits der Grenze, was die Gäste aber nicht zu stören scheint: "Am Wochenende reißen uns die Leute die Golatschen nur so aus der Hand."

Stern&Kringel-geprüft

Taverne zu Prandegg, Prandegg 3, 4274 Schönau im Mühlkreis, 0664 / 573 69 73, Öffnungszeiten: Mai bis Oktober Montag bis Donnerstag 11 bis 17 Uhr, Freitag bis Sonntag ab 11 Uhr, November bis April Samstag und Sonntag ab 11 Uhr, Küche: Imbiss, österreichisch, Gastgarten, Spielplatz, Mail, Homepage

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Biohof Achleitner - Hoffest in Pupping - 25 Jahre Biobauernhof - 19. September 2015 11 bis 18 Uhr

Anzeige / www.biohof.at

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Kinderkram (c) Stern&Kringel

Ladenzone

Kinderkram

Die kulleräugigen Kätzchen auf dem gagerlgelben Leiberl sehen so aus, als wären sie dem farbenfrohen Traum eines Kindes entsprungen, das eine ganze Nacht in der Zuckerlfabrik verbracht hat. "Wir freuen uns immer, wenn wir solche Retro-Sachen entdecken", lacht Lilly Koslowsky, Verkäuferin im Kinderkram am Linzer Volksgarten. Besonders die ökofairen Kindermodelabels aus Skandinavien baden in den grellbunten Farben der frühen Siebziger, und auch viele Spielsachen wirken wie den Kindheitstagen der Elterngeneration entsprungen. Einfach und farbenfroh sollen Kleidung und Spielzeug sein, darüberhinaus umweltfreundlich, in Europa hergestellt und plastikfrei, erklärt Besitzerin Eva Höller. Egal ob wollige Häkelpuppen, Fläschchen aus Edelstahl und giraffenförmige Beißhilfen aus Naturkautschuk, "jedes Stück haben wir mit viel Sorgfalt ausgesucht und mit unseren Kindern getestet". Ein eigener Tisch ist für die Produkte von Linzer Designerinnen reserviert, die in Handarbeit Bären auf Leiberl häkeln oder tierische Schnullerketten basteln. "Diese individuellen Nischenprodukte sind beliebte Geschenke", erzählt Koslowsky. "Besonders wenn man selber nicht gern näht."

Stern&Kringel-geprüft

Kinderkram, Volksgartenstraße 28, 4020 Linz, 0699 / 14 03 95 57, Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr, Mail, HomepageFacebook

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Minigolf am Freinberg (c) Stern&Kringel

Nostalgie-Partie

Minigolf am Freinberg

Die Erinnerung an das angeknackste Nasenbein vom letzten Besuch geistert mir noch durch den Hinterkopf, während ich den Ball auf den weißen Abschlagpunkt der Bahn 1 lege. Diesmal, so der Vorsatz, werde ich einen gehörigen Respektsabstand zu den anderen Spielerinnen und Spielern einhalten. Abgesehen von der – zugegebenermaßen geringen – Verletzungsgefahr ist Minigolf der perfekte Sommersport, ist er doch ähnlich anstrengend und schweißtreibend wie eine gute Partie Schach. Kein Wunder also, dass nicht nur in den Touristenburgen rund um den Globus, sondern auch am Linzer Freinberg mehr oder weniger konzentriert und koordiniert auf den Gummiball eingedroschen wird. Die 18-teilige Hindernisbahn bietet dabei nicht nur eine gehörige Portion Nostalgie, sondern wirkt auch wie eine Zen-mäßige Übung in Impulskontrolle, wenn der Ball auch beim sechsten Versuch wieder haarscharf am Loch vorbeischrammt. Hat man die widerspenstige Kugel schließlich im 18er-Loch versenkt, kann man mit einem Ottensheimer Thorbräu auf den Sieg anstoßen oder mit einem Eis der geschundenen Seele Trost spenden.

Stern&Kringel-geprüft

Minigolf am Freinberg, Freinbergstraße 49, 4020 Linz, 0699 / 17 78 17 56, Öffnungszeiten: April bis September Mittwoch bis Samstag ab 14 Uhr, Sonn- und Feiertag ab 13 Uhr, Preis: 5 Euro pro Person, Homepage

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We feed the Ländn (c) We feed the Ländn

Donauküche

1. August: Aufräumen - We feed the Ländn 2015

Schweißgebadete Jogger traben an sonnenbadenden Donaunixen vorbei, während beim Wikingerschach die Holzsteckerl durch die Lüfte sausen: Die Donaulände ist die sommerliche Chillout-Zone von Linz. Und als wäre das nicht schon lässig genug, gibt's am 1. August auch noch kostenloses Essen: Aus Lebensmitteln, die sie vor der Mülltonne gerettet haben, zaubern die Leute von We feed the Ländn veganes Essen, das sie gratis an die Ländlinge verteilen. Mit der Kochaktion wollen sie - wie das diesjährige Motto verrät - sowohl mit der Verschwendung von Nahrung als auch mit dem Hunger auf der Welt "aufräumen".

We feed the Ländn, 1. August 2015, ab 15 Uhr, Donaulände, bei Schlechtwetter unter der Eisenbahnbrücke oder unterm Lentos, Ernst-Koref-Promenade 1, 4020 Linz, Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich, Homepage

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Galliland Games (c) AFVG

Steinstark

8. August: Galliland Games beim Warschenhofergut

Wenn die Baumstämme tief fliegen, dann geht's droben im Mühlviertel wieder heiß her: Bei den Galliland Games beweisen muskulöse Männer und mutige Maiden Muckis, Mumm und Geschicklichkeit. Da müssen die Dreierteams schon mal Traktorreifen über einen Hindernisparcours hieven oder mit viel Fingerspitzengefühl rohe Eier durch die Gegend schupfen. Nach neun Runden werden die drei knackigsten Kraftlackeln zu den Gallilandern gekürt und der Tag findet bei Grillerei und Musik sein gemütliches Ende.

Galliland Games, 8. August 2015, 14 Uhr, Warschenhofergut, Punzenberg 9, 4210 Gallneukirchen, Anmeldung vor Ort, Teilnahme pro Dreierteam 12 Euro, Homepage

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Craft Bier Fest (c) www.inShot.at

Hast an Vogel?

9. August: Ornithologische Morgenführung

Fröhlich mischt sich ihre muntere Musik in den sommerlichen Cocktail aus Liegestühlen, Sonnenschirmen und einem Schuss Aperol: Seit die Papageien in ihre Voliere beim Höhenrausch eingezogen sind, untermalen sie mit ihrem gelassenen Gepfeife das gemütliche Geschehen am OK-Platz. Doch nicht nur das exotische Federvieh haust über den Dächern von Linz, weiß Herbert Rubenser: Der Stadtornithologe lädt zu einer frühmorgendlichen Tour auf den Höhenrausch-Holzturm, wo man aus der Vogelperspektive auch die Vielfalt der heimischen Vogelwelt erkundet.

Ornithologische Morgenführung, 9. August 2015, 7 bis 8 Uhr, Höhenrausch, OK-Platz 1, 4020 Linz, Teilnahme 10 Euro, Anmeldung unter 0732 / 78 41 78 52 555 oder per Mail, Homepage

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Kräutergarten (c) Gärtnerei Schützenhofer

Saure-Gurken-Zeit

18. August: Essig und Senf in der Gärnterei Schützenhofer

Dass sich Teamwork durchaus auszahlt, sieht man im Kräutergarten der Gärtnerei Schützenhofer: Hier helfen Null-, Zwei-, Vier-, Sechs- und Achtbeiner fleißig zusammen, um 500 verschiedene Wildpflanzen üppig gedeihen zu lassen. Aus diesem reichen Fundus schöpft die Naturpädagogin Irmi Kaiser: Bei ihrem Vortrag zaubert sie aus den frischen Zutaten des blühenden Gartens kräuterigen Essig und würzigen Senf für die sommerliche Saure-Gurken-Zeit.

Essig und Senf, 18. August 2015, 19 Uhr, Gärtnerei Schützenhofer, Linzerstraße 32, 4532 Rohr im Kremstal, Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich, Homepage

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KunstHandwerksMarkt Aschach (c) Sabine Ebner

Handelsstrom

22. und 23. August: KunstHandwerksMarkt

Die gotischen, barocken und Renaissance-Fassaden im malerischen Ortskern erzählen von der Zeit, als Aschach noch ein bedeutender Handelsort an der Donau war. Einmal im Jahr blüht diese historische Tradition beim KunstHandwerksMarkt erneut auf: Mehr als 80 Künstlerinnen und Kunsthandwerker aus dem In- und Ausland bauen auf dem Schopperplatz ihre Buden auf, um kreative Unikate aus Glas, Stahl oder Holz feilzubieten. Hat man sich mit Bioseifen, Recyclingschmuck und Permakultur-Kräutern ordentlich eingedeckt, kann man den Markttag bei einer herzhaften Biojause oder einer Bootsfahrt auf der Donau abschließen.

KunstHandwerksMarkt, 22. August 10 bis 19 Uhr, 23. August 10 bis 18 Uhr, Schopperplatz, 4082 Aschach an der Donau, Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich, Homepage

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Der Tote am Teich - Josef Hader (c) Lotus Film / Pedro Domenigg

Heimkino

26. bis 30. August: Festival Der neue Heimatfilm

Schnee und Eis fegen über die Mühlviertler Hügel, und an einem zugefrorenen Weiher liegt eine Leiche: Im Film "Der Tote am Teich" spielt Josef Hader (wieder einmal) einen Ex-Polizisten mit unkonventionellen Methoden. Premiere feiert der Krimi in der Nähe des Drehorts, und zwar beim Festival Der neue Heimatfilm in Freistadt: Unter freiem Himmel am Hauptplatz und in der Salzgasse setzen sich etwa 50 Filme aus Skandinavien, Osteuropa, Lateinamerika oder Syrien mit Themen wie Migration oder Generationenwechsel am Bauernhof auseinander. Begleitet wird der heimatliche Filmreigen von kostenlosen Konzerten und bio-regionalen Köstlichkeiten aus der Küche des Gelben Krokodils.

Festival Der neue Heimatfilm, 26. bis 30. August 2015, Local-Bühne Freistadt, Salzgasse 25, 4240 Freistadt, Reservierung unter 079 42 / 777 11, Homepage

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Paprikaschoten (c) Flickr.com / Paul Stein

Gemüsegenüsse

29. August: G'schmackig, scharf und g'sund

Ein Familienfest ist oft ein buntes Durcheinander, besonders wenn die Zahl der Mitglieder in die Hunderte geht: Allein 200 Chilisorten und 100 Tomatenarten aus der Familie der Nachtschattengewächse haben die Gärtnereien Handlbauer und Stockenhuber im Angebot, wenn sie Ende August im Botanischen Garten ihre Buden aufbauen. Auch Paprika, Melanzani, Physalis und Erdäpfel gesellen sich zum Familientreffen dazu und warten darauf, von Neugierigen verkostet zu werden. Hat man sich am Markt mit seltenen Jungpflanzen eingedeckt, kann man am Abend dem Gastrosophen Thomas Mohrs lauschen, der über die Bedeutung der Artenvielfalt philosophiert.

G'schmackig, scharf und g'sund, 29. August 2015, 13 bis 18 Uhr Verkostung und Markt, Eintritt 3 Euro, 18 Uhr Vortrag, Eintritt 5 Euro, Botanischer Garten, Roseggerstraße 20, 4020 Linz, keine Anmeldung erforderlich, Homepage

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