Das Online-Magazin für Nachhaltigkeit in Linz und Rundumadum

Kategorie: Restaurants

Heimische und internationale Küche – diese Restaurants in Linz und Rundumadum haben wir für Euch ausprobiert. Wichtig sind für uns Nachhaltigkeit, frische Zubereitung, handwerkliches Können, Qualität der Zutaten und soziale Verantwortung.

Izakaya - Kleines Sushi (c) Stern&Kringel

Izakaya

Ein roter Lampion leuchtet den Weg zum Lokal, dessen Name übersetzt so viel wie Beisl bedeutet. Doch ein Blick auf die Speisekarte genügt, um zu zeigen, dass das Izakaya weit mehr zu bieten hat: Das älteste japanische Restaurant in Oberösterreich bringt seit knapp 30 Jahren ausgewählte Spezialitäten aus dem Land der aufgehenden Sonne nach Linz. Mit seinem gedeckten Licht, dem dunklen Holz und japanischen Nippes strahlt das Lokal eine angenehme Authentizität ohne fernöstlichen Kitsch aus. Das Sushi wird fachgerecht mit handwarmem Reis und frischem Fisch zubereitet, der zum Teil sogar aus heimischen Süßwasserteichen stammt: Bio-Forelle, -Waller und -Lachsforelle für das Austria Sushi kommen von der Fischzucht Maier in Schiedlberg, erzählt Inhaberin Sabine Shirakura. Im Sommer genießen die Gäste die japanischen Köstlichkeiten im ruhigen Gastgarten, wo sich der Bambus sanft im Wind wiegt und Wirtshund Dino verspielt um ein paar Streicheleinheiten heischt.

Osteria La Norma - Penne con Pesto Siciliano (c) Stern&Kringel

Osteria La Norma

Ein Bild der Fußballmannschaft Calcio Catania empfängt die Gäste gleich beim Eingang, weiter hinten im Lokal zieren Urlaubsfotos vom Ätna und alte Ansichten sizilianischer Städte die Wände: Italiens größte Insel ist in der Osteria La Norma allein schon optisch allgegenwärtig. Nach sieben Jahren als Sprachlehrer und Kellner hat der Sizilianer Fabio Gallina im November 2013 seinen Traum verwirklicht: Am Fuße des Pöstlingbergs serviert er auf zwei Etagen Köstlichkeiten seiner Heimat, zum Beispiel die namensgebende Pasta alla Norma mit gebackenen Melanzani oder die herrlich bissfesten Penne mit hausgemachtem Pesto siciliano aus getrockneten Tomaten, Basilikum und Ricotta. Als Dolce della Casa bezaubert das Schichtdessert Mattonella, welches nach einem Rezept der “Mamma” aus Marsala-Wein, Keksen, Ricotta und Mandeln zubereitet wird. Die Zutaten genauso wie die Weine der Kellerei Cantine Pepi bezieht Fabio zum Großteil direkt aus Sizilien, von wo auch seine unerschütterliche Gelassenheit und Lebensfreude stammen. Jeden zweiten Donnerstag kredenzt er beim nachmittäglichen Italienisch-Sprachcafé perfekten Espresso, garniert mit lustigen Anekdoten von seiner Mittelmeerinsel.

Gramaphon - Gramastettner Krapferl (c) Stern&Kringel

Gramaphon

Gramastettner Krapferl begrüßen die Gäste schon an der Ortseinfahrt, und auch in der Dessertvitrine des Restaurants Gramaphon darf das mit Staubzucker bestreute oder halb in Schokolade getunkte Wahrzeichen der Gemeinde nicht fehlen. Nicht nur bei der Wahl der Mehlspeisen erweist Gastronom Johannes Roither der heimischen Küche seinen Respekt: Mühlviertler Saltimbocca, Mostrisotto mit Blunzenradeln und Kartoffel-Gemüselasagne zeugen vom experimentierfreudigen Umgang mit österreichischen und mediterranen Rezepten. Auch bei den Lebensmitteln achtet Roither auf regionale Herkunft: Zu seinen Lieferanten gehören etwa die Speckwerkstatt Haudum aus Helfenberg, die Kaffeerösterei Suchan aus Freistadt sowie Most- und Käsebauern aus der unmittelbaren Umgebung. Das Lokal selbst ist lichtdurchflutet, zugleich sorgen Ziegelmauern, Holztische und dunkelrote Filz- und Ledersessel für eine erdige Note. Entspannt beobachtet man nach dem Essen bei einer Tasse Sonnentor-Tee und einem süßen Mürbteigkrapferl das gemächliche Treiben auf dem Marktplatz vor dem Fenster.

Die offene Kantine - Mittagsgericht (c) Stern&Kringel

Die offene Kantine

Noch bevor der Hintern die Sitzbank berührt, steht schon der Kellner am Tisch, um hochmotiviert die Bestellung aufzunehmen. Auf seinem schwarzen Polohemd prangt das Logo des Vereins zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung (FAB): In der offenen Kantine im Neuen Rathaus bekommen Langzeitarbeitslose eine Chance für den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Unterstützt von Projektleiter Georg Reyer und einem ausgebildeten Koch, sammeln sie sechs Monate lang Erfahrung in Küche und Service. Sozial sind bei diesem Projekt auch die Preise: Zwischen 6 und 7 Euro kosten die zwei Mittagsgerichte, die täglich aus meist regionalen Zutaten frisch zubereitet werden. Traditionelle Rezepte der heimischen und mediterranen Küche dominieren die Wochenkarte – „eben alles, was mir selber schmeckt“, erklärt Georg Reyer lachend. Trotz ihres Namens ist die offene Kantine das genaue Gegenteil von seelenloser Massenabfertigung: In dem hellen, freundlichen Bistro bleibt man nach dem Essen gern noch auf ein Stück hausgemachten Kuchen und einen Espresso sitzen.

Biohof Achleitner (c) Stern&Kringel

Biohof Achleitner

Eine äußerst raffinierte Taktik, die der Biohof Achleitner da verfolgt: Direkt hinter der Obstabteilung mit frischen Äpfeln, Lauch und Melanzani verströmt eine offene Schauküche ihren betörenden Duft. Genieß ich die Köstlichkeiten gleich hier im Kulinarium des Bio-Supermarkts oder koch ich sie daheim nach, grübelt der Kopf. Am besten beides, jubelt der Bauch: Jeden Tag lockt ein anderes Mittagsgericht sowie ein vegetarisches, oft sogar veganes Buffet mit Ratatouille, Süßkartoffeleintopf, Kürbisrisotto und anderen Spezialitäten der heimischen, mediterranen und fernöstlichen Küche. Wer rechtzeitig aus den Federn kommt, kann bis 11 Uhr bei einem orientalen, Fitness- oder Proseccofrühstück verträumt in die Sonne blinzeln, die zwischen den vielen Grünpflanzen durchblitzt. Naschkatzen erwartet ein süßes Kuchenbuffet, dessen Vielfalt erklärt, warum der Biohof die bezaubernde Adresse „Unterm Regenbogen 1“ hat.

Niu (c) Stern&Kringel

Niu

Der Überraschungseffekt ist Stammgast im Niu: Auf der täglich wechselnden Speisekarte finden sich zum Beispiel flaumige Spinatknödel mit Zitronengras oder zarter Schweinsbraten Korea. Oliver Horn, der Küchenchef der abenteuerlichen Mischung aus Restaurant, Café und Bar, liebt eben unkonventionelle Experimente und verwandelt traditionelle Rezepte in leichte, gesunde Gerichte mit exotischen, meist asiatischen Elementen. Als Heimat für diese kulinarische Weltoffenheit kann es eigentlich nur eine Adresse geben – den Wissensturm, wo täglich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen ein- und ausgehen, um voneinander zu lernen und Neues zu entdecken. Mit einem Buch aus der Stadtbibliothek und einer heißen Tasse Ingwergetränk kann man in den gemütlichen Ledersesseln entspannt jedem Wetter trotzen.

Cook - alle Speisen werden frisch zubereitet (c) Stern&Kringel

Cook

Die kühle, nordisch-minimalistische Einrichtung des Restaurants Cook steht in krassem Gegensatz zu seiner warmen Gastlichkeit und der heißen Schauküche: Grelle Gasflammen züngeln um den Wok, in dem Hannes Eidenberger nur einen Meter von den Gästen entfernt das knackige Gemüse herumschupft. Aus regionalen Zutaten der Jahreszeit bereitet der Chefkoch eine abenteuerliche, delikate Kombination aus skandinavischer und asiatischer Küche zu. Da trifft das auf einem Eichenbrett gratinierte Plankstek auf angenehm scharfes Cørry, und schwedische Fisksoppa (Fischsuppe) steht neben dem spektakulären Wok the Line. Ein Gläschen Akvavit rundet ein Mahl kulinarischer Gegensätze harmonisch ab. Skål!

Die Donauwirtinnen - Gastgarten (c) Stern&Kringel

Die Donauwirtinnen

Weniger ist manchmal mehr: Die Speisekarte der beiden Donauwirtinnen Tanja Obernberger und Julia Oswald ist so dünn wie der knusprige Boden ihrer Flammkuchen, und doch bietet sie eine facettenreiche Auswahl an leichter, einheimischer Küche mit frischen Zutaten und saisonalem Gemüse von regionalen Produzenten und Bio-Bauern. Im Sommer 2012 eröffnet, hat sich das Lokal mit der warmen Holzeinrichtung und dem entspannten Gastgarten innerhalb kürzester Zeit als Aushängeschild kulinarischer Nachhaltigkeit etabliert. Dass die Mittagsmenüs (12 bis 14 Uhr; 7 bis 10 Euro) und die Gerichte der Abendkarte (18 bis 23 Uhr; bis 20 Euro) auch noch unverschämt gut schmecken, macht die Donauwirtinnen zu einem absoluten Highlight der Linzer Lokalszene.

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