Veranstaltungen

Diese Veranstaltungen in Linz und Rundumadum haben wir für Euch ausprobiert. Wichtig sind für uns Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss, soziale Verantwortung und kulturelles Engagement.

Gemeinsam Kochen

Ratternd mahlt die Osttiroler Getreidemühle die Dinkelkörner zu feinem Mehl, das Margit Puckmayr-Ömer gleich in ihren Strudelteig mischt. „Vollmehl ist total wertvoll“, erklärt sie beim Kneten, „weil das ganze Korn viele ungesättigte Fettsäuren liefert.“ Dass es beim Kochen nicht nur auf die Rezepte, sondern genauso auf die Zutaten ankommt, ist die erste Lektion bei ihrem Kochabend am Biohof Mayr-Lamm in Allhaming: Auf einem Beistelltisch wartet eine breite Vielfalt von Weizen über Emmer bis Grünkorn, daneben liegt saisonales Bio-Gemüse direkt vom Hof oder von Nachbarn. „Das, was frisch bei uns wächst, ist genau das, wonach der Körper zur Zeit verlangt“, meint Puckmayr-Ömer. Deshalb passt sie ihre Gerichte immer an die Jahreszeit an: erdiges Wurzelgemüse im Winter, junges Blattgemüse im Frühling oder bunte Gemüseraritäten im Sommer. Nach der kurzen Einführung teilen sich die Kursbesucherinnen und -besucher auf Kochstationen auf, wo jeweils ein Rezept sowie die Zutaten für ein Gericht warten. Während sie gemeinsam kochen, kommt Puckmayr-Ömer immer wieder zu den einzelnen Gruppen und verrät ihre Küchengeheimnisse. Wenn sich zum abschließenden Mahl alle um den Esstisch versammeln, hat sie noch einen letzten Tipp parat: „Kocht euer Lieblingsgericht so bald wie möglich daheim noch mal nach, dann könnt ihr es garantiert nicht vergessen!“

Karaokenacht im Rox

Wo der Himmel voller E-Gitarren hängt und Britney, die Beatles und der Baywatch-Titelsong schon seit Stunden die Stimmung anheizen, da hat Katharina Ghaly leichtes Spiel: Kaum erklärt sie die improvisierte Showbühne für eröffnet, greifen auch schon die ersten Freiwilligen nach dem Mikrofon. Jeden Dienstag verwandelt sich das Rox zu später Stunde in eine Karaokebar mit mehr als 10.000 Liedern, erklärt Betriebsleiterin Ghaly, die an diesem Abend in die Doppelrolle als DJane und Moderatorin schlüpft. „Da singen Stammkunden mit jahrelanger Karaoke-Erfahrung genauso wie Leute, die das einfach mal ausprobieren und Spaß haben wollen.“ Unter allen, die sich auf die Bühne trauen, wird ein Gutschein verlost, den man zum Beispiel gegen Steaks und Burger vom Lavasteingrill einlösen kann. Die sind seit dem Sommer neu auf der schallplattenförmigen Speisekarte des Rox, erklärt Geschäftsführer Jürgen Koitz, und versprechen dank österreichischer Zutaten und hausgemachter Saucen ein „würziges Erlebnis“.

Raritätenflohmarkt

Der samstägliche Schlenderer über den Flohmarkt am Linzer Hauptplatz ist wie eine Reise in die eigene Familiengeschichte: Genau das gleiche Häferl hat der Opa gehabt, denkt man, bevor man am Nebentisch die Matchbox-Autos des Cousins, die peinlichen Vinyl-Platten der großen Schwester oder den bergkristallenen Aschenbecher der Großtante entdeckt. Anstatt die Altwaren aus Abstellkammerl, Kellerabteil oder Dachboden auf der Deponie zu entsorgen, bekommen sie beim wöchentlichen Second-Hand-Markt eine Chance auf ein neues Zuhause. Wie am Basar von Marrakesch wird um jeden Preis beinhart gefeilscht, bis am Ende die Nostalgikerinnen und Schnäppchenjäger zufrieden ein neues Stück Krimskrams, Kunst und Krempel in den eigenen Familienfundus aufnehmen.

Sprachencafé im Valdés

Feurige Latino-Musik und der aromatische Duft kubanischer Zigarren schweben über den Tischen, und dunkler Rum lockert die Zunge: In der karibischen Atmosphäre des Café Valdés sprudeln die spanischen Worte wie von selbst. Zweimal im Monat bietet das abendliche Sprachencafé die Gelegenheit, gemeinsam mit Gleichgesinnten die Vokabeln aus dem Uni-Kurs einem Praxistest zu unterziehen oder die Fremdsprachenkenntnisse für den Urlaub aufzupolieren – nicht nur für Spanien, sondern auch Italien, Frankreich und England. Abseits des klassischen Unterrichts kritisiert hier niemand die grammatikalischen Fehler oder den deutlich hörbaren Akzent. Stattdessen plaudern die Sprachlehrlinge völlig unbefangen übers Wetter, über spannende Kursangebote und über die schönsten Urlaubsziele.

Filmbrunch

In der Warteschlange vorm Eingang herrscht noch nervöse Unruhe, doch sobald sich die Tür öffnet, dirigiert der Kellner die Gäste geschickt zu ihren Tischen, und sogleich stellt sich gelassene Gemütlichkeit ein: Der Filmbrunch im Gelben Krokodil ist besonders in den unwirtlichen Wintermonaten die perfekte Gelegenheit, um mit Schmankerln aus regionaler Produktion genussvoll in den Sonntag zu starten. Kräuterschafkäse auf Rucola, selbst gemachter Paprika-Nuss-Aufstrich oder Baked Beans mit Selchfleisch locken von den Buffettellern, die das Personal stets frisch befüllt. Dazu gibt’s Kaffee, Tee und Orangensaft in unbegrenzter Menge, verbunden nur mit der Bitte, aus ökologischen Gründen nicht mehr zu nehmen, als man tatsächlich essen und trinken kann. Nach dem abwechslungsreichen Mahl kommen die vorbestellten Karten für einen der vier Filme direkt an den Tisch, und einem gemütlichen Kino-Nachmittag im Moviemento steht nichts mehr im Wege.

Black Wings in der Eisarena

Irgendetwas Mysteriöses passiert da in der Eisarena: Wenn Frauen und Männer, die sonst mit Sport nix am Hut haben, von der mitreißenden Stimmung bei Eishockey-Spielen schwärmen, dann lässt sich das nicht mehr mit dem Verstand, sondern nur mit einem Selbstversuch nachvollziehen. Problemlos findet sich ein erfahrener Begleiter, der die wichtigsten Eckdaten erklärt: Wo kriegt man Karten (an der Abendkasse oder online), wie lange dauert eine Partie (etwa zwei Stunden), wo sind die lautesten Fans (in der nordöstlichen Ecke, aber da kommt man schnell selber drauf). Bereits vor Spielbeginn wechseln Trommeln, Sprechchöre und Schlachtgesänge in rasendem Tempo. Wenn die ganze Eisarena wie aus einer Kehle die Namen der Black-Wings-Spieler brüllt, erahnt man langsam den mächtigen Zauber der euphorischen Masse. Das Spiel selbst überrascht durch die unglaubliche Dynamik zwischen Angriff und Gegenangriff und durch den aggressiven Körpereinsatz der Kontrahenten. Unweigerlich zuckt man zurück, wenn wieder ein Spieler oder ein scharf geschossener Puck gegen die Plexiglaswand donnert. Als Zuschauer und Zuschauerin ist man hautnah am Spiel dran, was zusammen mit der feurig-fröhlichen Feierlaune der Fans den Besuch in der Eisarena zu einem echten Erlebnis macht.

Pubquiz im Chelsea

„Which country is the largest in the world with a four letter name?“ Kaum ist die Frage des Moderators Kieran Bates verklungen, stecken die Teams geheimnistuerisch ihre Köpfe zusammen und diskutieren aufgeregt. Iraq? Iran? Oder doch vielleicht der Chad? Nach Jahren der Demütigung durch besserwisserische Smartphones erlebt die Allgemeinbildung beim Pubquiz im Chelsea ein glanzvolles Comeback – kein Wunder also, dass das zwischen Taubenmarkt und Hauptplatz gelegene Irish Pub jedes Mal gesteckt voll ist. Bis zu sechs Personen pro Team können in zehn Runden ihr Wissen in Bereichen wie Sport, Geschichte, Musik oder Wissenschaft unter Beweis stellen – und das auf Englisch. Als besonders knifflig erweist sich die Fotorunde, bei der es Prominente auf alten Schwarzweißbildern zu erkennen gilt. Die drei gescheitesten Teams und die Letztplatzierten dürfen sich über prall gefüllte Goodiebags freuen. Für alle anderen gibt es den Genuss typisch irischer Biere (Guinness, Kilkenny, …) und das gute Gefühl, dass das eigene Hirn doch noch mit den schlauen Handys mithalten kann.