Wonnezone

Wohltuende Massagen oder Entspannung in der Sauna – diese Wellnesstipps in Linz und Rundumadum haben wir für Euch ausprobiert. Wichtig sind für uns Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss und soziale Verantwortung.

Barfußweg

Was unsere Füße im Alltag so alles erdulden müssen, grenzt schon fast an Folter: Enge Schuhe, hohe Absätze und harter Asphalt malträtieren die Latscher – höchste Zeit, sie mit einer natürlichen Massage zu verwöhnen! Zwischen Wiese, Wald und Hopfenfeld ist der Barfußweg in Sankt Ulrich mit seinen mehr als 20 Stationen wahrer Balsam für Körper und Seele: Weicher Torf, spitzer Neuhauser Granitbruch, hölzerne Balancierbalken und ein Marsch durch ein erfrischendes Bachbett stimulieren die Fußreflexzonen. Zwischendurch genießt man auf Riesenschaukeln und in Hängematten den Ausblick auf die Mühlviertler Hügellandschaft, wo Hummeln geschäftig um den blühenden Klee brummen und Schmetterlinge verträumt zu den Wolken emporsegeln. Am Ende des etwa einstündigen Spaziergangs heißt das Gasthaus Lang die Bloßfüßigen mit herzhaften Gerichte und einem riesigen Spielplatz willkommen.

Hotel Guglwald

Dort wo früher Zollbeamte auf und ab marschiert sind, spazieren heute Urlauberinnen und Urlauber durch die winterliche Natur: Das Vier-Sterne-Hotel Guglwald liegt so nah an Tschechien, dass vor einigen Jahren eine falsch montierte Dachrinne für einen absurden Grenzstreit gesorgt hat. Inmitten der bewaldeten Hügel des oberen Mühlviertels bietet das stolze Schlössl mit seinen Türmchen, Erkern und Torbögen in sattem Schönbrunner Gelb viel Gelegenheit zur Bewegung an der frischen Luft und zum Entspannen in der Mühlradsauna oder im Kräuterdampfbad der Wellnessanlage. Gut für die Gesundheit sind nicht nur die Sportmöglichkeiten sowie die Massage- und Beauty-Behandlungen mit Naturkosmetik, sondern auch die Verpflegung in der Nobelherberge: Das Hotel Guglwald war das erste in Österreich mit Bio-Zertifizierung. Egal ob beim üppigen Frühstücksbuffet, ob nachmittags für die hausgemachten Mehlspeisen oder abends beim sechsgängigen Dinner, der Großteil der Speisen und Getränke kommt aus der Bio-Region Mühlviertel. Küchenchef Erwin Schiffbänker interpretiert Klassiker der österreichischen Küche neu und schafft leichte, bekömmliche Gerichte, die Kraft und Energie geben für eine (Schneeschuh-)Wanderung zum nahen Sternstein oder eine Radtour zum Moldaustausee.

Hummelhofbad

Draußen schwanken die Birken und Fichten im eisigen Wind, während man drinnen in der 90 Grad heißen Waldsauna schwitzt: Der Hummelhofwald hat schon immer zur idyllischen Atmosphäre des ehemaligen Waldbads am Bindermichl beigetragen. Seit der Umgestaltung in eine Wellnessoase sind die Bäume dank großer Glasfronten auch im Winter stets im Blickfeld. Das wohlig-warme Saunadorf vertreibt die frostige Kälte aus den Knochen, während Sportliche im 25 Meter langen Becken ihre Längen ziehen. Danach kann man in der gemütlichen, holzvertäfelten Kaminecke, im Solebecken mit Unterwassermusik oder bei einer Massage des Instituts Wohlgemuth nach allen Regeln der Kunst weiter entspannen. Das Angebot ist zwar nicht so üppig wie in den Thermen des Umlands, dafür ist das Hummelhofbad einfach und schnell mit dem Bus zu erreichen. So kann jeder Arbeitstag mit der vergünstigten Abendkarte entspannt ausklingen.

Physikarium

Mit sanftem Druck gleiten die erfahrenen Hände über Schultern, Nacken und Schläfen – genau jene Muskelpartien also, die durch Stress und schlechte Körperhaltung am Schreibtisch hart wie Beton sind. Die Stressless-Massage im Physikarium Bad Schallerbach vereint langsame Dehnungen mit Elementen aus der indischen Kopfmassage und dem hawaiianischen Lomilomi. Dabei lösen sich sowohl die körperlichen Verspannungen als auch jegliches Gefühl für Zeit in Luft auf: Wenn die Masseurin nach einer halben Stunde “Wir sind fertig” verkündet, fragt man ungläubig “Jetzt schon?” und will gar nicht mehr von der Liege aufstehen. Dabei ist die angrenzende Therme mit ihrer Saunalandschaft das beste Mittel, um die herbstliche Kälte aus den Knochen zu vertreiben. Für ihr neues, nachhaltiges Energiekonzept – einer Kombination aus Thermalwärme, Erdgas und Solarenergie – ist die Therme Bad Schallerbach 2013 mit dem Energy Globe ausgezeichnet worden.

Zaubertal Hamam

Wirkliches Reisen ist weniger eine Frage der Distanz als der Veränderung: Manchmal reicht schon das Überschreiten einer Schwelle, um in eine andere Kultur einzutauchen. Hinter der massiven Holztür des Zaubertal Hamam zum Beispiel liegt die Magie Marokkos verborgen: Aus Begeisterung für die orientalische Kultur und Architektur haben Gaby und Franz Mach das alte, kleine Gebäude mit viel Liebe zum Detail in ein zauberhaftes Dampfbad umgestaltet. In kleinstem Rahmen verwöhnen sie ihre Gäste mit Seifenschaum, Peeling und ätherischen Massageölen. Die abschließende Tasse Minztee zwischen bunten Fliesen mit geometrischen Ornamenten und berberischem Kunsthandwerk sorgt für Entspannung von Kopf bis Zehenspitze, und glückselig entfliegen die Gedanken zu einer Fantasiereise ins ferne Marrakesch.