Ladenzone

Schicke Mode, gschmackige Lebensmittel, kreative Geschenke und alles, was zu Eurem Wohlbefinden beiträgt: Diese Geschäfte haben wir für Euch ausprobiert. Wichtig sind für uns Nachhaltigkeit, Gemeinschaft, handwerkliches Können, Gesundheit, soziale Verantwortung und Genuss.

StoffArt

Kuschelweiche Koalas, emsige Eichkatzerl und schwarze Schafe halten den Atem an, als Sonja Schauer flüsternd ein gut gehütetes Geheimnis verrät: „Zu Weihnachten werden heuer viele einen selbstgenähten Schal bekommen.“ Die Materialien für die handgefertigten Geschenke bekommt das Christkind im StoffArt: Indische Mandalas, fröhliche Tiermuster oder handgedruckte Zebrastreifen zieren die farbintensiven Baumwoll- und Jerseystoffe, die als dicke Ballen in den Regalen lagern. Wer seine Haut von der üblichen Textilchemie verschonen und gleichzeitig auf höchste Umwelt- und Sozialstandards setzen will, ist in dem kürzlich eröffneten Geschäft zwei Gehminuten vom Linzer Hauptplatz genau richtig: Als studierte Biologin achtet Sonja Schauer auf die Bio- und GOTS-Qualität ihrer Designer-Stoffe. Die leidenschaftliche Hobbyschneiderin hilft ihren Kundinnen und Kunden mit wertvollen Tipps und Schnittmustern für Kinderkleidung, Kuscheltiere oder Damenröcke. „Immer mehr Menschen wollen wieder selber nähen“, lacht die Geschäftsinhaberin. „Zum Glück ist es überhaupt nicht schwer.“

Living

Erstaunlich, was man alles aus Holz basteln kann: Rasierer, Kugelschreiber, Grußkarten und sogar funktionstüchtige, handgefertigte Radios findet man im Living, dem kleinen Geschenkeladen in der Bischofstraße. Die kirchliche Adresse und die sphärischen Klänge aus den Lautsprechern schaffen den passenden Rahmen für sakrale Kunstwerke und die Madonna-verzierten mediterranen Delikatessen von Inpetto. Doch auch abseits des Religiösen will Besitzer Bernhard Reichhart „Schönes für die Seele“ anbieten: schicke Smartphonetaschen aus Filz, indische FairTrade-Ledertaschen im Papiersackerl-Look, gefühlvolle Skulpturen von Willow Tree. Für Maßanfertigungen vermittelt Reichhart hilfsbereit den Kontakt zu den Herstellern. Wer ein Geschenk für sich oder für die Liebsten sucht, für den bastelt der Besitzer kreative Verpackungen aus Holz und ungebleichtem Papier.

ECO

Wer behauptet denn, dass man Öko-Mode immer gleich 100 Meter gegen den Wind erkennen muss? Im ECO kommen die gemütlichen Kapuzenpullover, lässigen T-Shirts und schicken Jeans in unverschämt coolem Design und den aktuellen Trendfarben daher, so als wären ihre Fairtrade-zertifizierten Bio-Stoffe das Normalste der Welt. Die stylishen Teile von Labels wie Bleed, Armed Angels oder Re-Bello sind sportlich geschnitten und garantiert straßentauglich. Falls mal ein Stück in einer bestimmten Größe vergriffen ist, steht der junge Besitzer Florian Neumüller allzeit bereit: Mit Hornbrille und Laptop ausgestattet, erfüllt der selbsterklärte Weltretter per Mausklick alle Kundenwünsche.

Salon Buntspecht

Drei herzige Eulen sitzen hinter dem Verkaufstresen und bestaunen mit ihren gehäkelten Riesenaugen das farbenfrohe Sortiment im Salon Buntspecht: Die geballte Kreativität von 27 Designerinnen und Designern füllt die knarzigen Holzregale, die Belinda Jahn aus dem alten Geschäft ihres Großvaters in die Herrenstraße übersiedelt hat. Mit ihrem kleinen Laden holt sie die Idee von DaWanda zurück in die reale Welt: Wie im Onlineshop präsentieren Menschen ihre in liebevoller Handarbeit gestrickten, getöpferten, genähten oder gebastelten Werke, doch im Gegensatz zum digitalen Pendant kann man im Salon Buntspecht die Amulette aus verbogenen Gabeln, die knalligen Duftkerzen im Weckglas und die Handtaschen aus Mühlviertler Leinen auch anfassen, beschnuppern und ausprobieren. Unweigerlich kriegt man bei dieser Vielfalt an Ideen Lust aufs selber Basteln: Zum Glück geben die Herstellerinnen und Hersteller ihr handwerkliches Können in Workshops direkt vor Ort bereitwillig weiter.

Leisenhofgärtnerei

Johanna hegt ihr Heiliges Basilikum, Sebastian experimentiert mit Stützmauern aus Lehm für die Rankbohnen, und Chefgärtner Klaus vermehrt Saatgut für seltene Kürbissorten. So vielseitig wie die Interessen der fünf Mitarbeiter sind die Obst- und Gemüsepflanzen in der Leisenhofgärtnerei am Pöstlingberg: Auf einem knappen Dreiviertel Hektar gedeihen Ochsenherz- und Ribiseltomaten, Filderkraut und Kuri-Kürbisse, russische Gurken und italienischer Salat und machen damit gerade für  Kinder die Vielfalt abseits der Supermarktregale erlebbar. Früher hat der kleine Anger das nahe Petrinum versorgt, heute verkauft die biodynamische, Demeter-zertifizierte Gärtnerei an zwei Tagen pro Woche Brot, Käse, Honig, Wiesenblumen und natürliches, geschmacksintensives Obst und Gemüse. Wer Lust am selber Garteln verspürt, der kann als freiwilliger Erntehelfer im Leisenhofgut mit anpacken – als Lohn winken die frisch geernteten Früchte.

Grüne Erde

Der heimelige Duft von Lavendel und frisch geschnittenem Holz wirbelt beim Öffnen der Eingangstür um die Nase, und nach nur zwei Schritten fragt eine Verkäuferin freundlich, wie sie behilflich sein könne. Mit einer Führung durch die breit gefächerte Kollektion, möchte man beim ersten Besuch von Grüne Erde sagen: Auf zwei Etagen siedeln kuschelige Fairtrade-Flauschedecken und milde Naturkosmetik, Himmelbetten aus unbehandeltem Zirbenholz und schmucke Bio-Baumwollpullover in satten Erdtönen. Bei der Herstellung der Produkte achtet Grüne Erde auf Umweltschutz und menschengerechte Arbeitsbedingungen. Dazu gehören auch flexible Arbeitszeitmodelle für die Angestellten, denen das Unternehmen die Auszeichung als frauenfreundlichster Betrieb Oberösterreichs verdankt.

Bio-Holzofenbäckerei Gragger

„Licht“ prangt in geschwungenen, schmiedeeisernen Lettern an der Wand – als ob dieser Hinweis auf die helle, freundliche Atmosphäre der Bio-Holzofenbäckerei Gragger noch nötig wäre! Die schlichte Einrichtung aus naturbelassenem Holz, die harmonische Beleuchtung mit Glitzerluster und Teelichtern und die angenehme Abwesenheit von dudeliger Hintergrundmusik schaffen das perfekte Ambiente für einen entspannten Start in den Tag. Bis 11 Uhr kann man hier ofenwarme Weckerl zum Beispiel mit Bio-Honig und Marmelade von regionalen Herstellern frühstücken. Mittags köcheln Suppen und Eintöpfe auf dem Herd, die in Kombination mit einer Scheibe Brot aus dem breiten Sortiment der Bäckerei eine sättigende Mahlzeit bilden. Alle Brote werden in Handarbeit aus Natursauerteig anstelle von industriellen Hefekulturen hergestellt. Das macht sie nicht nur leichter verdaulich, sondern auch unvergleichlich aromatisch.

Mein MüLi

Vor 200 Jahren haben in diesem Gewölbe im hinteren Bereich des Alten Rathauses noch die Pferde des Bürgermeisters residiert, heute werden hier regionale Bio-Lebensmittel feilgeboten: Das 1981 gegründete Naturkostfachgeschäft Mein MüLi will, wie der Name verrät, MÜhlviertler Bauern und LInzer Konsumenten zusammenbringen. Das Brot kommt von der Sarleinsbacher Hofbäckerei Mauracher, Gemüse vom Eferdinger Biohof Achleitner, und am Verkaufstresen hängt ein Zettel mit dem Hinweis, dass die Putzleinsdorfer Biofleischerei Höglinger am Freitag ein Kalb schlachtet und man bitte rechtzeitig sein Fleisch reservieren solle. Abgesehen von der Wursttheke ist das Sortiment großteils vegetarisch, und auch die montags bis donnerstags für 6,90 Euro angebotenen Mittagsgerichte sind meist fleischlos.

Papiertiger

Jonglerie ist ein Wort, dem man nicht alle Tage begegnet. Und dann ausgerechnet über dem Eingang einer Papierhandlung? Zum Sortiment des Papiertigers gehört eben „einfach alles, was Spaß macht“, lacht Besitzer Georg Schwarz, „das macht die Arbeit hier so angenehm“. Staunend schwebt man durch das bezaubernde Sammelsurium und entdeckt zwischen FSC-zertifizierten, nachhaltigen Schulheften und Fairtrade-Fotoalben aus handgeschöpftem Papier auch bunte Jonglierkeulen, tschechische Handpuppen, Mühlviertler Holzkreisel, Einräder, Diabolos, Pfeil und Bogen. Kurzum: Hier findet man viele schöne Dinge für große und kleine Kinder.

Donau Stein Design

Manch Schatz liegt am Grund der Donaufluten, und mit ihren glitzernden Edelsteinen verführen Wassernixen arglose Kinder, heißt es in der Sagenwelt. Nun gibt es zwar keine Diamanten in der Donau, aber die Schmuckdesignerin Sieglinde Almesberger findet auf ihren Spaziergängen entlang des Ufers reichlich Rohstoff für ihre Amulette, Ringe und Ketten: Sie verwandelt rötliche und grüne, geäderte und gepunktete Donaukiesel in ihrem Atelier in der Altstadt in modischen Naturschmuck. Zudem ist Almesberger die Erfinderin der Linzer Metallkugeln, die in der Weihnachtszeit viele Geschäftsauslagen zieren. Die goldenen und silbernen Drahtbälle werden bei Pro Mente in verschiedenen Größen handgefertigt und zu Schmuck oder Christbaumbehang verarbeitet.