Sonstiges

Kreative Geschenke, heilsame Naturkosmetik und alles, was zu Eurem Wohlbefinden beiträgt – diese Geschäfte in Linz und Rundumadum haben wir für Euch ausprobiert. Wichtig sind für uns Nachhaltigkeit, Gemeinschaft, handwerkliches Können, Gesundheit, soziale Verantwortung und Genuss.

Sack & Co.

Das blau-grün-karierte Dirndl hat sich seine zweite Chance redlich verdient: Statt im Kasten den Motten als Fraß zu dienen, bringt es als heimatverbundene Geschenksverpackung die Augen noch einmal zum Leuchten. Die Näherinnen von Sack & Co. verwenden für ihre entzückenden Sackerl abgetragene (Trachten)-Mode, Stoffreste und traditionelle Mühlviertler Webstoffe. Die Stoffbeutel, Bschoadbinkerl (ein quadratisches Tuch, das früher zum Transportieren von Proviant diente) und kleinen Gutscheinverstecke lassen sich immer wieder befüllen und weiterverschenken – so spart man Berge an Geschenkpapier und Plastik! Christa Oberfichtner hat die Initiative anlässlich der Woche der Nachhaltigkeit im Herbst 2013 ins Leben gerufen. Mit dem kreativen, abwechslungsreichen Design der Beutel will sie zum selber Nähen inspirieren. Wer zwei linke Hände hat, kann die Sackerl auch einfach online bestellen. Pro verkauftem Exemplar gehen zwei Euro an ein Asylheim im Mühlviertel.

Artothek

Die Kreidezeichnung mit dem dynamischen Skifahrer würde sich gut über der Couch machen, und die Ampelkühe bringen mit ihren kräftigen Lack- und Acrylfarben knallige Energie ins Büro: Die Artothek bietet rund 400 Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, um die eigenen vier Wänden und den Arbeitsplatz in eine mondäne Kunstgalerie zu verwandeln. Dicht gedrängt hängen die groß- und kleinformatigen Bilder in der Kunstsammlung im zweiten Stock des Ursulinenhofs. Etwa ein Drittel des Bestandes ist hier kostenlos zu sehen, der Rest ist entweder ausgeliehen oder im Depot, aber online vorbestellbar. Wie in einer Bibliothek kann man gegen Vorlage eines Lichtbildausweises bis zu vier Stücke ausleihen: Grafiken kosten 14 Euro für sechs Monate, Gemälde 56 Euro. Zudem gibt es Gutscheine in beliebiger Höhe als Geschenkidee für alle, die ihren Alltag mit moderner Kunst bereichern wollen.

StoffArt

Kuschelweiche Koalas, emsige Eichkatzerl und schwarze Schafe halten den Atem an, als Sonja Schauer flüsternd ein gut gehütetes Geheimnis verrät: „Zu Weihnachten werden heuer viele einen selbstgenähten Schal bekommen.“ Die Materialien für die handgefertigten Geschenke bekommt das Christkind im StoffArt: Indische Mandalas, fröhliche Tiermuster oder handgedruckte Zebrastreifen zieren die farbintensiven Baumwoll- und Jerseystoffe, die als dicke Ballen in den Regalen lagern. Wer seine Haut von der üblichen Textilchemie verschonen und gleichzeitig auf höchste Umwelt- und Sozialstandards setzen will, ist in dem kürzlich eröffneten Geschäft zwei Gehminuten vom Linzer Hauptplatz genau richtig: Als studierte Biologin achtet Sonja Schauer auf die Bio- und GOTS-Qualität ihrer Designer-Stoffe. Die leidenschaftliche Hobbyschneiderin hilft ihren Kundinnen und Kunden mit wertvollen Tipps und Schnittmustern für Kinderkleidung, Kuscheltiere oder Damenröcke. „Immer mehr Menschen wollen wieder selber nähen“, lacht die Geschäftsinhaberin. „Zum Glück ist es überhaupt nicht schwer.“

Living

Erstaunlich, was man alles aus Holz basteln kann: Rasierer, Kugelschreiber, Grußkarten und sogar funktionstüchtige, handgefertigte Radios findet man im Living, dem kleinen Geschenkeladen in der Bischofstraße. Die kirchliche Adresse und die sphärischen Klänge aus den Lautsprechern schaffen den passenden Rahmen für sakrale Kunstwerke und die Madonna-verzierten mediterranen Delikatessen von Inpetto. Doch auch abseits des Religiösen will Besitzer Bernhard Reichhart „Schönes für die Seele“ anbieten: schicke Smartphonetaschen aus Filz, indische FairTrade-Ledertaschen im Papiersackerl-Look, gefühlvolle Skulpturen von Willow Tree. Für Maßanfertigungen vermittelt Reichhart hilfsbereit den Kontakt zu den Herstellern. Wer ein Geschenk für sich oder für die Liebsten sucht, für den bastelt der Besitzer kreative Verpackungen aus Holz und ungebleichtem Papier.

Salon Buntspecht

Drei herzige Eulen sitzen hinter dem Verkaufstresen und bestaunen mit ihren gehäkelten Riesenaugen das farbenfrohe Sortiment im Salon Buntspecht: Die geballte Kreativität von 27 Designerinnen und Designern füllt die knarzigen Holzregale, die Belinda Jahn aus dem alten Geschäft ihres Großvaters in die Herrenstraße übersiedelt hat. Mit ihrem kleinen Laden holt sie die Idee von DaWanda zurück in die reale Welt: Wie im Onlineshop präsentieren Menschen ihre in liebevoller Handarbeit gestrickten, getöpferten, genähten oder gebastelten Werke, doch im Gegensatz zum digitalen Pendant kann man im Salon Buntspecht die Amulette aus verbogenen Gabeln, die knalligen Duftkerzen im Weckglas und die Handtaschen aus Mühlviertler Leinen auch anfassen, beschnuppern und ausprobieren. Unweigerlich kriegt man bei dieser Vielfalt an Ideen Lust aufs selber Basteln: Zum Glück geben die Herstellerinnen und Hersteller ihr handwerkliches Können in Workshops direkt vor Ort bereitwillig weiter.

Grüne Erde

Der heimelige Duft von Lavendel und frisch geschnittenem Holz wirbelt beim Öffnen der Eingangstür um die Nase, und nach nur zwei Schritten fragt eine Verkäuferin freundlich, wie sie behilflich sein könne. Mit einer Führung durch die breit gefächerte Kollektion, möchte man beim ersten Besuch von Grüne Erde sagen: Auf zwei Etagen siedeln kuschelige Fairtrade-Flauschedecken und milde Naturkosmetik, Himmelbetten aus unbehandeltem Zirbenholz und schmucke Bio-Baumwollpullover in satten Erdtönen. Bei der Herstellung der Produkte achtet Grüne Erde auf Umweltschutz und menschengerechte Arbeitsbedingungen. Dazu gehören auch flexible Arbeitszeitmodelle für die Angestellten, denen das Unternehmen die Auszeichung als frauenfreundlichster Betrieb Oberösterreichs verdankt.

Papiertiger

Jonglerie ist ein Wort, dem man nicht alle Tage begegnet. Und dann ausgerechnet über dem Eingang einer Papierhandlung? Zum Sortiment des Papiertigers gehört eben „einfach alles, was Spaß macht“, lacht Besitzer Georg Schwarz, „das macht die Arbeit hier so angenehm“. Staunend schwebt man durch das bezaubernde Sammelsurium und entdeckt zwischen FSC-zertifizierten, nachhaltigen Schulheften und Fairtrade-Fotoalben aus handgeschöpftem Papier auch bunte Jonglierkeulen, tschechische Handpuppen, Mühlviertler Holzkreisel, Einräder, Diabolos, Pfeil und Bogen. Kurzum: Hier findet man viele schöne Dinge für große und kleine Kinder.