Apps

Praktisches für unterwegs – diese Apps haben wir für Euch ausprobiert. Wichtig sind für uns die Themen Linz und Rundumadum, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss, soziale Verantwortung und kulturelles Engagement.

Gutes Finden

Die Donau ist verschwunden, auch von den Städten, den Bergen und den Seen ist nichts mehr zu sehen: Ganz Oberösterreich ist zugepflastert mit bunten Icons, die anzeigen, wo es regionale, biologische, fair gehandelte und klimafreundliche Produkte und Services zu entdecken gibt. Dass sich die nicht nur in den urbanen Ballungsräumen verstecken, zeigt die kostenlose App „Gutes Finden“: Der praktische Wegweiser zeigt auf einer übersichtlichen Karte oder in Listenform mehr als 1000 Restaurants, Lebensmittel- und Modegeschäfte, Hotels und nachhaltige Ideen in der unmittelbaren Umgebung und liefert die wichtigsten Informationen wie Kontaktdaten oder Produktsortiment. Zudem kann man neue Angebote hinzufügen oder die Unternehmen mit Goldsternchen für ihren Service belohnen. „Diese App“, sagt Norbert Reiner vom Klimabündnis Oberösterreich, „hilft allen Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern, ein gutes und nachhaltiges Leben zu führen.“

Codecheck-App

Verborgenes Mikroplastik in der Zahnpasta, rätselhafte E-Nummern auf der Tiefkühllasagne, hormonaktive Weichmacher im Babyspielzeug: Wer genau wissen will, was er sich beim täglichen Einkauf alles einhandelt, braucht heutzutage einen kompetenten Ratgeber. Die kostenlose App Codecheck verwandelt das Handy in ein Portal, mit dem man auf das gebündelte Wissen von Konsumentenschützern und Umweltexpertinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zugreifen kann. Dazu scannt man einfach den Strichcode mit der Handy-Kamera, und schon zeigt das Smartphone das Produkt, seine Inhaltsstoffe sowie gesunde und nachhaltige Alternativen. Zu mehr als 20 Millionen Artikeln in den Kategorien Reinigungsmittel, Ernährung, Kosmetik und Kinderprodukte liefert die Datenbank detaillierte und nachvollziehbare Informationen. Das macht die preisgekrönte App zu einer praktischen Orientierungshilfe für alle, die mit einem bewussten Einkauf sich, der Umwelt und ihren Mitmenschen etwas Gutes tun wollen.

Die Achtsamkeits App

Auf der Roten Liste müssen Pandabären, Nashörner und Tiger bald enger zusammenrücken, denn auch die Pause ist eine akut vom Aussterben bedrohte Spezies: Wenn am Arbeitsplatz, in der Bim oder auf der Couch mal ein paar Sekunden Zeit ist, greifen viele wie ferngesteuert zum Handy, um Mails zu checken, spaßige Spiele zu daddeln oder durchs Internet zu brausen. Was dabei verloren geht, sind kleine Leerlaufzeiten, um die Gedanken zu ordnen. Dieses Problem des digitalen Zeitalters löst die schwedische Software-Schmiede Mindapps nun ausgerechnet auf digitale Weise: Die Achtsamkeits App erinnert zu frei einstellbaren Uhrzeiten daran, mit bürotauglichen Zwischendurchmeditationen ganz bewusst auf den eigenen Körper zu horchen. Ein fernöstlicher Gong ist das Startsignal, und schon entführt eine sonore Stimme zu einer Reise ins Innere: „Spüren Sie, was jetzt hier ist!“ Durch die Atempause sinkt der Stresspegel und frische Energie fließt durch Körper und Geist.

PeakFinder Alps

Keinen süßeren Duft kennt das Wandererherz als die klare Luft, die das soeben erreichte Gipfelkreuz umweht. Die fulminante Fernsicht auf die in allen Blautönen leuchtenden Berge verdrängt für kurze Zeit jeglichen Gedanken, bis sich eine nagende Frage im Oberstübchen festsetzt: Wie heißen denn gefälligst all die Gipfel ringsum? Wer jetzt keine Karte oder einen ortskundigen Bergfex zur Hand hat, dem helfen zahlreiche Handy-Apps bei der Benamsung der Anhöhen. Im Praxistest hat uns vor allem eine Anwendung überzeugt: Der PeakFinder arbeitet im gesamten Alpenraum dank GPS und Nasa-Höhenmodell punktgenau und erlaubt mit seinem schicken 360-Grad-Panorama in Schwarz-Weiß eine intuitive Orientierung. Zudem braucht die App im Gegensatz zur Konkurrenz keine Internetverbindung, um die Alpengipfel zu erkennen – ein klarer Pluspunkt in der unberührten Bergwelt fernab störender Sendemasten.

Zu gut für die Tonne

Die Eier laufen in zwei Tagen ab, und die Karotten sehen auch schon ziemlich verschrumpelt aus: Anstatt solche Überbleibsel dem gierigen Mistkübel in den Rachen zu schmeißen, verrät das Handy, wie man daraus leckere Speisen zaubert. Je nach Kühlschrankinhalt sucht die kostenlose App „Zu gut für die Tonne“ ein passendes Rezept aus der Datenbank, in der Küchenstars wie Sarah Wiener, Johann Lafer oder Tim Mälzer ihre Lieblingsgerichte der Resteküche präsentieren. Zugleich schreibt die Handy-Anwendung fehlende Zutaten auf den virtuellen Einkaufszettel und gibt Tipps zur Lagerung, damit Vorräte möglichst lange frisch bleiben. Vereinzelte Germanismen wie Aubergine, Brötchen oder Armer Ritter offenbaren die Herkunft der App: Herausgegeben wird sie vom deutschen Ministerium für Ernährung, weil dort – genauso wie in Österreich – derzeit ein Achtel aller Einkäufe im Müll landet. Das praktische Werkzeug schafft Bewusstsein und hilft dabei, jedes Nahrungsmittel voll auszukosten.

Linz App

Müde Füße und rote Wangen zeugen von einem ausgedehnten Stadtspaziergang. Jetzt gehört so schnell wie möglich eine gute Melange her – aber wo ist das nächste Kaffeehaus? Wer jetzt keinen Ortskundigen an der Hand hat oder einfach mal was Neues ausprobieren will, dem hilft die kostenlose Linz App bei der Orientierung: Aufgeschlüsselt in Kategorien wie Restaurants, Bars oder Cafés, findet die Anwendung für iPhone und Smartphone Lokale in der unmittelbaren Umgebung, listet die wichtigsten Eckdaten wie Telefonnummer, E-Mail oder Öffnungszeiten auf und liefert sogar eine Wegbeschreibung. Leider ist die Kartenübersicht relativ langsam und es fehlt eine Filterfunktion, um zum Beispiel aktuell geöffnete oder nachhaltige Gastro-Betriebe zu suchen. Dafür aber erkennt die App dank der Zusatzfunktion Wikitude Sehenswürdigkeiten und historische Gebäude vor der Handykamera und zeigt die wichtigsten Infos auf dem Display an – ein praktischer Wegbegleiter für technikbegeisterte Zuagroaste und wissbegierige Alteingesessene.