Mediathek

Bücher, Filme und Apps – diese Medien haben wir für Euch ausprobiert. Wichtig sind für uns die Themen Linz und Rundumadum, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss, soziale Verantwortung und kulturelles Engagement.

Linz App

Müde Füße und rote Wangen zeugen von einem ausgedehnten Stadtspaziergang. Jetzt gehört so schnell wie möglich eine gute Melange her – aber wo ist das nächste Kaffeehaus? Wer jetzt keinen Ortskundigen an der Hand hat oder einfach mal was Neues ausprobieren will, dem hilft die kostenlose Linz App bei der Orientierung: Aufgeschlüsselt in Kategorien wie Restaurants, Bars oder Cafés, findet die Anwendung für iPhone und Smartphone Lokale in der unmittelbaren Umgebung, listet die wichtigsten Eckdaten wie Telefonnummer, E-Mail oder Öffnungszeiten auf und liefert sogar eine Wegbeschreibung. Leider ist die Kartenübersicht relativ langsam und es fehlt eine Filterfunktion, um zum Beispiel aktuell geöffnete oder nachhaltige Gastro-Betriebe zu suchen. Dafür aber erkennt die App dank der Zusatzfunktion Wikitude Sehenswürdigkeiten und historische Gebäude vor der Handykamera und zeigt die wichtigsten Infos auf dem Display an – ein praktischer Wegbegleiter für technikbegeisterte Zuagroaste und wissbegierige Alteingesessene.

Leb wohl, Schlaraffenland

Einst musste der Höhlenmensch vor hungrigen Säbelzahntigern davonrennen, heutzutage lassen wir uns vom Job, für Geld oder durchs Handy hetzen – Stressfaktoren, die der Kabarettist Roland Düringer auf seiner Suche nach dem „guten“ Leben reduziert oder gänzlich streicht. Sogar das Autofahren minimiert der „Benzinbruder“, der früher 30 Luxuskarossen in der Garage stehen hatte. Da habe er einfach „das richtige Maß verloren“, gesteht er im Buch „Leb wohl, Schlaraffenland“. Statt in stetig wachsendem Luxus sucht er sein Lebensglück nun in der „Kunst des Weglassens“, wie der Untertitel des Buches verrät: eigener Garten statt Supermarkt, direkter Kontakt statt Telekommunikation, Öffis statt Fuhrpark. Was als Experiment begonnen hat, ist für Düringer nun „ein Weg, den ich wohl noch lange gehen werde“. Im lockeren Gespräch mit Co-Autor Clemens G. Arvay plaudert er über seine bisherigen Erfahrungen und Zukunftspläne. Dabei widersteht er der Versuchung, die Leserinnen und Leser krampfhaft zu missionieren, sondern ermuntert sie, ihren eigenen Weg zu finden und zu überlegen, was sie auf lange Sicht wirklich glücklich macht.