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Vogelgesang-Klamm

Vielleicht singen hier irgendwo die Vögel, allein man hört sie nicht bei dem gewaltigen Getöse, mit dem der Trattenbach über die Felsen donnert. Ihren Namen hat die längste Schlucht Oberösterreichs ohnedies nicht dem zwitschernden Federvieh zu verdanken, sondern dem Gemeindearzt Moritz Vogelgesang, der die wildromantische Klamm vor mehr als hundert Jahren für die Sommerfrischegäste erschlossen hat. Über eineinhalb Kilometer Länge, 240 Höhenmeter und 500 zum Teil in den Felsen gemeiselte Stufen folgt der kinderfreundliche Holzsteg dem rauschenden Flusslauf. Mit welcher Wucht sich der Bach im Lauf der Jahrtausende in den Dolomitstein gefräst hat, erahnt man beim Anblick der tosenden Wasserfälle, die vom Beginn der Schlucht bis zu ihrem Ausgang zum staunenden Verweilen einladen. Oben angelangt stärken sich die Wandersleute in der Bosruckhütte mit einer deftigen Jause, bevor sie auf demselben Weg zurück ins Tal marschieren. Wer hingegen noch mehr Bewegungsdrang verspürt, wandert auf sanft ansteigenden und gut beschilderten Wegen weiter zum Rohrauerhaus und von dort über die Hofalm wieder hinunter nach Spital am Pyhrn.