Alle Artikel zum Schlagwort Ausflug

Pferdeeisenbahn

Etwas verloren wirkt der knapp zehn Meter lange Schienenstrang, der plötzlich im Waldboden auftaucht: Von St. Magdalena nach Budweis führte einst die Pferdeeisenbahn auf verschlungenen Pfaden durchs Mühlviertel, bis die Trasse durch den effizienteren Dampfantrieb unrentabel wurde. Erhalten geblieben ist vor allem der erste Streckenabschnitt im Norden von Linz – eine Art Mini-Semmeringbahn mit zahlreichen Viadukten über kleinen Bächen und freigesprengten Schneisen im Gneis. Eine Tafel bei der Magdalena-Kirche erinnert an diese technische Leistung und ist gleichzeitig Ausgangspunkt für die beliebte Laufstrecke oder einen familienfreundlichen Spaziergang. Über die Pferdebahnpromenade gelangt man schnell in den wildromantischen Mischwald mit Hainbuchen, Eschen und Eichen. Hier beginnt der 1. Linzer Vogellehrpfad, weil in dem natürlichen Waldstück viele Vogelarten von Buntspecht bis Kleiber heimisch sind. Nach 2,5 Kilometern auf ebenen Wald- und Wiesenwegen erreicht man den Elmberg, von dem aus man entweder zur Universität hinabsteigen oder ein Stück weiter nördlich über den Schatzweg zurück nach St. Magdalena spazieren kann.

Obstbaumgarten auf dem Freinberg

Kronprinz Rudolf, Kaiser Wilhelm und Herzogin Elsa geben sich hier ein adeliges Stelldichein: Alte, vom Aussterben bedrohte Apfel-, Birnen- und Kirschsorten haben im Obstbaumgarten auf dem Freinberg ein neues Zuhause gefunden. Die Anlage ist nicht nur wegen der herrlichen Aussicht über das Donautal und das Eferdinger Becken einen Besuch wert: Hier und in den vier weiteren Linzer Obstbaumgärten darf man kostenlos die Früchte der seltenen Obstbäume ernten. Beim Stern&Kringel-Lokalaugenschein waren zwar nur mehr vereinzelte Äpfel auf den 15 Jahre alten Bäumchen zu sehen, dafür gibt es Haselnuss, Sanddorn und Kornelkirsche in Hülle und Fülle.