Alle Artikel zum Schlagwort Bier

Thorbräu

Chromblitzend strahlen die auf Hochglanz polierten Edelstahlkessel durch die Glaswand, „nur wenn Brautag ist, sieht man fast nichts, weil die Scheibe anrennt“, scherzt Claudia Laska. Zweimal die Woche stellt ihr Bruder Ingo in der gläsernen Schaubrauerei des Thorbräu aus oberösterreichischem Hopfen und Malz helles, halbdunkles, Bio- oder Weizenbier her. Zudem überrascht er die Gäste regelmäßig mit kreativen Spezialitäten wie Chili-Bier, dunklem Bock oder India Pale Ale, die dem nordischen Braugott Thor alle Ehre machen würden. Der Namenspatron der Bar steht übrigens auch für die vier Werte, die den Braumeister bei seiner Arbeit leiten, nämlich Tradition, Handwerk, Originalität und Reinheit. „Hier steht das Bier im Mittelpunkt“, erklärt Claudia Laska, die das Getränkeangebot des Nichtraucherlokals um hochprozentigen Hopfengeist, Bierlikör und -brand bereichert. Und weil viele Gäste beim feuchtfröhlichen Umtrunk der Heißhunger packt, dürfen sie sich auf kleine Imbisse von der Brezn über Flammkuchen bis zum „berühmten Gulasch der Mama“ freuen.

Burgerei

Herzhaft bohrt die glubschäugige Graffti-Kuh in der Nase, dahinter thront ein mächtiger Vierkanter auf grünen Hügeln. „Das ist der Silberbauernhof in Gutau, auf dessen Weiden die Bio-Angusrinder für unsere Fleischlaberl ihren freien Auslauf genießen“, erklärt Andreas Katzensteiner, der gemeinsam mit Peter Schaller am Linzer Südbahnhofmarkt soeben die zweite Filiale der Burgerei eröffnet hat. Beflügelt vom Ideal der Regionalität, verwandelt das Gastronomenduo traditionelle Lebensmittel aus Mühl- und Hausruckviertel in feines Fastfood, das in der Marktkoje stilvoll auf Porzellantellern und mit knusprigen Erdäpfelscheitln (Potato Wedges) serviert wird. Wer will, kann den deftigen Petersburger (mit Speck und Spiegelei), den mediterranen Hagenburger (mit Mozzarella und Pesto) oder den vegetarischen Notburger (mit Spinatlaibchen und Bio-Feta) auch mit nach Hause nehmen. Zusätzlich zur schnellen Küche lockt die Bio-Vitrine mit zartem Bauchspeck, feinen Filetsteaks und Beuschel im Rexglas von Angusrindern und fleckigen Turocschweinen – „unser Beitrag zum vielseitigen Marktleben rundum“, lacht Katzensteiner.

Paul’s

Inspiriert haben ihn all die „Orte, wo’s gemütlich ist“. Und weil Paul Gürtler in seinen Leben schon ziemlich viel in der Weltgeschichte herumgekurvt ist, herrscht auf der Speisekarte ein „wildes Durcheinander“ von heimischen Klassikern, internationalen Spezialitäten und „tollen Verrücktheiten“. Spaß beim Essen ist für den Küchenchef die oberste Maxime, und so hören die Gerichte auf witzige Kauderwelsch-Namen wie „Chili con Krake“, „Tscheinataun“ und „Der Gerät“. Die regionale Herkunft der Lebensmittel liegt Gürtler besonders bei seinen Steaks am Herzen: Die Gäste können zum Beispiel Cuts vom Mostviertler Wagye-Rind und Porterhouse-Steak aus der Mühlviertler Fleischmanufaktur Riepl bestellen oder zum selber Grillen in der Greißlerei des Paul’s kaufen. Dort warten darüber hinaus kuriose Würzsaucen, eigene Teemischungen, handgerösteter Kaffee und natürlich das Paul’s Bier, ein bernsteinfarbenes, malziges Vollbier aus der Braucommune Freistadt.

Maurerwirt

Im Herrgottswinkel klammert sich ein heiliger Trinker an seine bauchige Weinflasche, daneben hängen blumengeschmückte Kuhglocken und bäuerliche Hinterglasmalereien: Der Maurerwirt ist ein „richtiges Dorfgasthaus mit allem, was man sich erwartet“, schildert Günter Maurer. Und weil für den zwirbelbärtigen Chef nicht nur das „g’sunde Miteinander am Stammtisch“ dazu gehört, sondern auch eine bodenständige, regional verwurzelte Hausmannskost, verwendet er ganz gezielt saisonale (Bio-)Lebensmittel aus der unmittelbaren Umgebung. „Die Industrie rennt mit ihren Fertigprodukten in die falsche Richtung. Ich kaufe lieber frische Zutaten beim Fleischhacker meines Vertrauens und den Apfelsaft beim Nachbarn„, erklärt Maurer sein Ziel, die Herkunft der einzelnen Speisen und Getränke für die Gäste nachvollziehbar zu machen. Eigenkreationen wie der Haselgrabenknödel mit Kalbfleisch- und Kürbisfülle oder die Erdäpfeltascherl mit Steinpilzen gesellen sich auf der Karte zu den herzhaften Klassikern der heimischen Küche. Dazu passt ein Glas Bio-Maurerbier, das der Wirt eigens in der Privatbrauerei Hofstetten brauen lässt.

Salonschiff Fräulein Florentine

Ein Krebs gehört ins Wasser, und so ist es nur logisch, dass das Café zum Rothen Krebs nun an die Donau übersiedelt ist: Im Juni hat die Crew des Linzer Szenelokals das ehemalige li+do-Schiff beim Urfahraner Jahrmarktgelände geentert und die Kombüse ordentlich umgekrempelt. Aus großteils regionalen Bio-Zutaten kocht der Smutje kleine Imbisse, vegetarische und vegane Mittagsgerichte sowie herzhaftes Frühstück, das auf so kreative Namen wie „Skorbutprophylaxe“ (mit viel Obst), „Takelage“ (mit orientalischen Delikatessen) oder „Tanz der Wattwürmer“ (mit geräucherter Forelle) hört. Bio-fairer Kaffee aus der Rösterei des Linzer Weltladens weckt die Lebensgeister, und Naschkatzen dürfen sich auf hausgemachte Mehlspeisen als Dessert freuen. Dazu bietet sich tagsüber sowohl auf als auch unter Deck eine Postkartenaussicht deluxe auf Lentos, Altstadt und Schlossberg, bevor das Schiff am Abend zur leise schwankenden Bühne für Lesungen, Konzerte und Feste wird.

Biofleischerei Sonnberg

Schinken, Speck und dürre Wurst reifen in der abgedunkelten Selchkammer, davor machen Schokokekse, Zwetschken-Chutney und Mostbirnenbrand Lust auf eine Kostprobe: Mehr als 100 Spezialitäten aus der BioRegion Mühlviertel bereichern das Fleisch- und Wurstsortiment der Biofleischerei Sonnberg in der Linzer Arkade, die mit ihren hellen Holzkisten aus naturbelassener Fichte charmantes Marktflair ausstrahlt. Der kürzlich abgeschlossene Umbau durch das Architektenduo Marchgut war für Geschäftsführer Manfred Huber der richtige Zeitpunkt, um „was Gscheites“ zu machen und die Filiale als „regionalen Bio-Nahversorger im Zentrum“ neu zu positionieren. Nun bietet der Laden zusätzlich zu Surbratl, Grillspießen und Schulterscherzerl in Bio-Qualität auch viele vegetarische Alternativen an – kurzum „alles, was man für eine gesunde Ernährung braucht“.

Sonis Extrazimmer

Von den Bildern an der Wand über die Sessel unter den Hintern der Gäste bis zu Bio-Fahrradleiberln und fair produziertem Schmuck: „Alles, was du hier siehst, kannst du auch kaufen“, erklärt Flo Ettl gleich zur Begrüßung das Konzept von Sonis Extrazimmer. Von ihm stammt der Vorschlag, das leer stehende „Extrazimmer“ im Welser Medien Kultur Haus als Café zu nutzen. Christian „Soni“ Sonnleitner hat aus dieser Idee eine kreative Kombination aus Designladen und nachhaltiger Bar gebastelt. Alle Imbisse und Getränke, die in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre serviert werden, stammen von handverlesenen Betrieben aus der Region: Brot und Aufstriche für die klassische, vegetarische oder vegane Brettljause bereitet der Welser Szenekoch Christoph Hofinger zu, der Kaffee ist eine eigene Mischung der Freistädter Rösterei Suchan, der Bio-Most kommt vom preisgekrönten Steiner-Hof im Mühlviertel, und Naschkatzen knabbern die Mueslibrikett-Riegel der Welserin Lucia Sittenthaler. „Uns geht es ums Vertrauen“, beschreibt Ettl das zentrale Auswahlkriterium der Speisen und Getränke. „Wichtig ist uns, dass der Erzeuger wertschätzend mit seinen Lebensmitteln umgeht.“

Biergartl

Gemächlich ziehen Wolken, Fahrräder und Schiffe vorbei, dahinter werfen sich Nibelungenbrücke und Schlossberg fotogen in Pose: Einquartiert in einem uralten Fischerhaus, ist das Biergartl in Alturfahr ein beliebter Treffpunkt, um nach der Arbeit mit der Kollegenschaft unter den Hollerstauden auszuspannen. Obwohl nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt, liest sich die Speisekarte wie ein Rundreise durchs Umland: Aus Eferdinger Gemüse, Mühlviertler Fleisch und Innviertler Käse entstehen herzhafte Grillplatten, vegetarische Jausenteller und hausgemachte Mehlspeisen. Auch bei Most und Bier achtet Geschäftsführer Ludwig Wedam auf regionale Herkunft und Bio-Qualität. Wer sich partout nicht zwischen Bio-Zwickl, Weizen- oder Trappistenbier entscheiden kann, dem bietet der ausgebildete Biersommelier gerne eine spontane Verkostung an. „Bei unseren 25 Biersorten muss man allerdings wohl zwei- oder dreimal kommen, um alle durchzuprobieren“, meint er lachend.

Köglerhof

Am Ast eines Apfelbaums hängt die Schaukel mit dem vermutlich besten Ausblick auf das Eferdinger Becken: Umgeben von blühenden Streuobstwiesen ist der Köglerhof in Gramastetten ein beliebte Anlaufstelle für hungrige Wandersleute, die nach einer Tour auf den 690 Meter hohen Koglerauer Spitz bei einer zünftigen Jause auf der sonnenverwöhnten Terrasse frische Kräfte tanken. Brot, Speck und Topfenaufstriche stammen allesamt aus dem Mühlviertel, der Großteil sogar aus der hauseigenen Bio-Landwirtschaft, wo neugierige Fleckviehrinder, seltene Brillenschafe und schreckhafte Wildhühner unter freiem Himmel grasen. Aus Milch, Eiern und Fleisch produziert die Familie Bauernfeind „Lebensmittel, wie man sie von früher kennt“. Dazu gibt es preisgekrönten Most und naturtrüben Apfelsaft aus dem Obstgarten sowie eine breite Auswahl an Mühlviertler Bio-Bieren. Jeden Freitagnachmittag öffnet der Hofladen seine Pforten, wo man sich mit den naturbelassenen Köstlichkeiten als Wegzehrung für die nächste Wanderung eindecken kann.

Café Meier

Zeitlos ist hier nicht nur die Einrichtung mit ihren Marmortischen, Thonetsesseln und dem schwarzen Piano: Im Café Meier lässt man bei einer Melange oder dem legendären Ingwer-Zitrone-Getränk die Hektik des Alltags hinter sich. Während andere Lokale ihre Kundschaft mit kostenlosem WLAN bespaßen, erklärt sich das Kaffeehaus mit dem Altwiener Flair kurzerhand zur handyfreien Zone. Vertieft ins Gespräch, eine knifflige Schachpartie oder ein spannendes Buch aus der kostenlosen Bookcrossing-Ecke, genießen die Gäste den fair gehandelten Bio-Kaffee aus der hauseigenen Rösterei. Dazu gibt’s hausgemachte Mehlspeisen, saisonale Imbisse und Frühstück bis in die Nachmittagsstunden, die man am besten im sonnigen Gastgarten am Pfarrplatz genießt.