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Paul’s

Inspiriert haben ihn all die „Orte, wo’s gemütlich ist“. Und weil Paul Gürtler in seinen Leben schon ziemlich viel in der Weltgeschichte herumgekurvt ist, herrscht auf der Speisekarte ein „wildes Durcheinander“ von heimischen Klassikern, internationalen Spezialitäten und „tollen Verrücktheiten“. Spaß beim Essen ist für den Küchenchef die oberste Maxime, und so hören die Gerichte auf witzige Kauderwelsch-Namen wie „Chili con Krake“, „Tscheinataun“ und „Der Gerät“. Die regionale Herkunft der Lebensmittel liegt Gürtler besonders bei seinen Steaks am Herzen: Die Gäste können zum Beispiel Cuts vom Mostviertler Wagye-Rind und Porterhouse-Steak aus der Mühlviertler Fleischmanufaktur Riepl bestellen oder zum selber Grillen in der Greißlerei des Paul’s kaufen. Dort warten darüber hinaus kuriose Würzsaucen, eigene Teemischungen, handgerösteter Kaffee und natürlich das Paul’s Bier, ein bernsteinfarbenes, malziges Vollbier aus der Braucommune Freistadt.

Taschenlampenführung im Neuen Dom

Gespenstisch irrlichtern die Taschenlampen durch den gewaltigen Innenraum, der ansonsten nur von vereinzelten Kerzen und dem diffusen Leuchten der Straßenlaternen erhellt wird: Bei Nacht ist der Neue Dom ein geheimnisvoller Ort, den man bei einer abendlichen, knapp einstündigen Führung im Schein der LED-Lampen erkunden kann. Die Erläuterungen über die Baugeschichte und die architektonischen Besonderheiten verblassen angesichts der mystischen Atmosphäre in der größten Kirche Österreichs. Von der unterirdischen Krypta mit dem Superman-Krippenengel führt der Weg an Steinfratzen vorbei und über schmale Wendeltreppen hinauf bis zum Dachstuhl, wo sich zum Abschluss des Rundgangs ein atemberaubender Ausblick von der Außengalerie bietet: Luftige 30 Meter über dem Domplatz liegt den Nachtaktiven die ganze Innenstadt mit ihren hell leuchtenden Straßenzügen und Schaufenstern zu Füßen.

Living

Erstaunlich, was man alles aus Holz basteln kann: Rasierer, Kugelschreiber, Grußkarten und sogar funktionstüchtige, handgefertigte Radios findet man im Living, dem kleinen Geschenkeladen in der Bischofstraße. Die kirchliche Adresse und die sphärischen Klänge aus den Lautsprechern schaffen den passenden Rahmen für sakrale Kunstwerke und die Madonna-verzierten mediterranen Delikatessen von Inpetto. Doch auch abseits des Religiösen will Besitzer Bernhard Reichhart „Schönes für die Seele“ anbieten: schicke Smartphonetaschen aus Filz, indische FairTrade-Ledertaschen im Papiersackerl-Look, gefühlvolle Skulpturen von Willow Tree. Für Maßanfertigungen vermittelt Reichhart hilfsbereit den Kontakt zu den Herstellern. Wer ein Geschenk für sich oder für die Liebsten sucht, für den bastelt der Besitzer kreative Verpackungen aus Holz und ungebleichtem Papier.