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Fat, Sick & Nearly Dead

Radikal ist ein Hilfsausdruck für die Fastenkur von Joe Cross: Während andere mit 40 eine Midlife-Krise mit flotten Autos und ebensolchen Frauen durchmachen, ernährt sich der Australier 60 Tage lang ausschließlich von frisch gepressten Obst- und Gemüsesäften. Der Regisseur und Hauptdarsteller der streckenweise charmant unprofessionellen Doku „Fat, Sick & Nearly Dead“ hat auch die nötige Motivation: Er ist chronisch krank, vollgepumpt mit Tabletten und 140 Kilo schwer. Statt auf den Medikamentencocktail setzt er auf Entgiftung und die Selbstheilungskräfte seines Körpers: Mit dem Entsafter im Kofferraum reist er zwei Monate lang durch die USA, das Heimatland seines heiß geliebten Junk Food. Auf dem Road Trip plaudert er ohne Missionierungseifer mit Expertinnen und Passanten über Gesundheit und Ernährung, bis er den ebenfalls stark übergewichtigen und steinkranken Phil Staples trifft. Die Verwandlung des Lkw-Fahrers macht die Magie des Filmes aus und erklärt, warum das Saftfastenprogramm „Reboot with Joe“ mittlerweile ein weltweiter Erfolg ist.