Alle Artikel zum Schlagwort Fairtrade

Lightwear

Zum „Schwammerl“ ist sie geworden, als sie im Salzkammergut nach öko-fairer Mode für ihre fünfköpfige Familie gesucht hat. „Dann mach ma’s eben selber“, hat Katrin Hörmandinger ganz pragmatisch beschlossen und 2011 gemeinsam mit ihrem Mann Michael das Lightwear in Vöcklabruck eröffnet. „Uns ist einfach wichtig, dass es den Leuten, die das produzieren, auch wirklich gut geht“, erklärt sie die Entscheidung, warum es in ihrer Boutique ausschließlich fair gehandelte, GOTS– und Bio-zertifizierte Damen-, Herren- und Kinderkleidung von großteils österreichischen Labels gibt. Weil aber ein gutes Gewissen in der Mode nicht alles ist, schauen die Stücke dabei auch noch superlässig aus, sind „für verschiedene Anlässe und Geldbörsl“ geeignet und zudem hochwertig verarbeitet: Mit den süßen Babyklamotten zum Beispiel „bringt man locker zehn Kinder durchs Säuglingsalter“, lacht Hörmandinger.

Natürlich Baby

Im Sekundentakt möchte man „Mei liab!“ quietschen, wenn man die regenbogenbunten Leiberl mit Baggern, Zwergen und Marienkäfern durchstöbert: Farbenfroh, bequem und lustig ist die Kindermode im Natürlich Baby, und zudem Bio-, Fairtrade– und/oder GOTS-zertifiziert. „Mir war ziemlich ungut beim Gedanken, welche Schadstoffe in gewöhnlichen Babytextilien sind“, erinnert sich Monika Stadler an ihre Beweggründe, das Geschäft bei der Goethekreuzung zu eröffnen. Für ihr eigenes Kind hat sie sich „so richtig reingestrebert“ in das Thema und weiß nun ganz genau, welche Stoffe für zarte Babyhaut besonders gut verträglich sind und wie man mit Stoffwindeln Abfall vermeidet. Darüber hinaus findet man im Laden Schnuller aus Naturkautschuk, naturbelassene Holzspielsachen, Biobaumwoll-Tragetücher oder einen schadstofffreien Kinderwagen aus dem Mühlviertel – kurzum „Sachen, die gut fürs Baby und für die Umwelt sind und dabei das Leben der Eltern erleichtern“.

Salonschiff Fräulein Florentine

Ein Krebs gehört ins Wasser, und so ist es nur logisch, dass das Café zum Rothen Krebs nun an die Donau übersiedelt ist: Im Juni 2014 hat die Crew des Linzer Szenelokals das ehemalige li+do-Schiff beim Urfahraner Jahrmarktgelände geentert und die Kombüse ordentlich umgekrempelt. Aus großteils regionalen Bio-Zutaten kocht der Smutje kleine Imbisse, vegetarische und vegane Mittagsgerichte. Bio-fairer Kaffee aus der Rösterei des Linzer Weltladens weckt die Lebensgeister, und Naschkatzen dürfen sich auf hausgemachte Mehlspeisen als Dessert freuen. Dazu bietet sich tagsüber sowohl auf als auch unter Deck eine Postkartenaussicht deluxe auf Lentos, Altstadt und Schlossberg, bevor das Schiff am Abend zur leise schwankenden Bühne für Lesungen, Konzerte und Feste wird.

Mawasi

Manchmal ist eine Idee so gut, dass zwei Menschen sie zur selben Zeit haben: Unabhängig voneinander wollten Anna Luger-Stoica und Silke Hager im Herbst 2012 in Ottensheim ein Geschäft für ökologische und fair produzierte Mode eröffnen. Bei der Suche nach dem richtigen Standort sind sie sich quasi über den Weg gelaufen. Das Ergebnis dieser glücklichen Fügung ist das Mawasi, was auf Suaheli „Kleidung“ bedeutet: Zwischen Dorfkirche und Thorbräu gelegen, bietet die Boutique robuste Umhängetaschen aus recycelten Feuerwehrschläuchen, leichte T-Shirts aus natürlichem Hanf oder die verspielten Spiralkleider des Eferdinger Designlabels Fairytale Fashion. Transparenz ist den beiden „Mawasis“ dabei ein Herzensanliegen: Geduldig erklären sie den Kundinnen und Kunden die Bedeutung der Gütesiegel wie Fairtrade oder GOTS und informieren über die Philosophie und die Produktionsmethoden der einzelnen Labels, damit öko-faire Mode vom Trend zur Selbstverständlichkeit wird.

Xiling

Pioniere sind Menschen, die auf ihre Vision vertrauen, auch wenn alle anderen dagegen matschkern: Als das Xiling vor 30 Jahren in der Linzer Rainerstraße eröffnet wurde, interessierte sich noch kaum jemand für ökologische Mode. „Heute denken die Leute darüber nach, wo ihr Gewand herkommt und was sie damit womöglich über die Haut aufnehmen“, erzählt Janna Binder, die gemeinsam mit ihrer Mutter Caroline das Geschäft in dritter Generation führt. In der 40 Quadatmeter großen Boutique gibt es ausschließlich Kleidung aus hautverträglichen und pflegeleichten Naturmaterialien in Bio- oder GOTS-Qualität: Sportfunktionswäsche aus feiner Merino-Wolle, maßgeschneiderte Mühlviertler Jeans aus Leinen und Baumwolle, Babyoveralls aus Bouretteseide oder Satin-Bettwäsche aus dem nahen Neufelden. Besonders sticht die Damenmode des Wiener Upcycling-Duos Milch heraus, welches aus alten Herrenhosen unter anderem Kleider und Umhängetaschen näht. Wen beim Durchstöbern des erlesenen Sortiments die Muse küsst, der findet bei Xiling eine kleine Auswahl an Stoffen und Garnen zum selber Schneidern.

Weltladen und Fairytale Fashion

Im Stadtzentrum von Eferding ist wohl der einzige Weltladen mit einem eigenen Modelabel: Sonnenfrau, Lichttanz und Schmetterlingsauge heißen die zauberhaften Kleider, Röcke und Shirts von Fairytale Fashion. So fantasievoll wie ihre Namen sind auch die verspielten Stickereien, die sie zieren. Alle Stücke werden in Nepal unter fairen und umweltschonenden Bedingungen aus Bio-Baumwolle von Hand gefertigt. Die Designs stammen von der Oberösterreicherin Ingrid Gumpelmaier-Grandl, die gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Mann vor zehn Jahren den Weltladen ins Leben gerufen hat. Fairtrade-Kaffee und die Fairytale-Kleider, Räucherstäbchen und steirischer Wein, handgeschnitzte Holzelefanten und Cider aus dem Nachbarort Schleißheim füllen den Laden bis in den letzten Winkel. Die Unterteilung in Erste, Zweite und Dritte Welt spielt dabei keine Rolle, erklärt Inhaber Heinz Grandl scherzend: „Wir sind eben ein Eine-Welt-Laden!“

Living

Erstaunlich, was man alles aus Holz basteln kann: Rasierer, Kugelschreiber, Grußkarten und sogar funktionstüchtige, handgefertigte Radios findet man im Living, dem kleinen Geschenkeladen in der Bischofstraße. Die kirchliche Adresse und die sphärischen Klänge aus den Lautsprechern schaffen den passenden Rahmen für sakrale Kunstwerke und die Madonna-verzierten mediterranen Delikatessen von Inpetto. Doch auch abseits des Religiösen will Besitzer Bernhard Reichhart „Schönes für die Seele“ anbieten: schicke Smartphonetaschen aus Filz, indische FairTrade-Ledertaschen im Papiersackerl-Look, gefühlvolle Skulpturen von Willow Tree. Für Maßanfertigungen vermittelt Reichhart hilfsbereit den Kontakt zu den Herstellern. Wer ein Geschenk für sich oder für die Liebsten sucht, für den bastelt der Besitzer kreative Verpackungen aus Holz und ungebleichtem Papier.

ECO

Wer behauptet denn, dass man Öko-Mode immer gleich 100 Meter gegen den Wind erkennen muss? Im ECO kommen die gemütlichen Kapuzenpullover, lässigen T-Shirts und schicken Jeans in unverschämt coolem Design und den aktuellen Trendfarben daher, so als wären ihre Fairtrade-zertifizierten Bio-Stoffe das Normalste der Welt. Die stylishen Teile von Labels wie Bleed, Armed Angels oder Re-Bello sind sportlich geschnitten und garantiert straßentauglich. Falls mal ein Stück in einer bestimmten Größe vergriffen ist, steht der junge Besitzer Florian Neumüller allzeit bereit: Mit Hornbrille und Laptop ausgestattet, erfüllt der selbsterklärte Weltretter per Mausklick alle Kundenwünsche.

Grüne Erde

Der heimelige Duft von Lavendel und frisch geschnittenem Holz wirbelt beim Öffnen der Eingangstür um die Nase, und nach nur zwei Schritten fragt eine Verkäuferin freundlich, wie sie behilflich sein könne. Mit einer Führung durch die breit gefächerte Kollektion, möchte man beim ersten Besuch von Grüne Erde sagen: Auf zwei Etagen siedeln kuschelige Fairtrade-Flauschedecken und milde Naturkosmetik, Himmelbetten aus unbehandeltem Zirbenholz und schmucke Bio-Baumwollpullover in satten Erdtönen. Bei der Herstellung der Produkte achtet Grüne Erde auf Umweltschutz und menschengerechte Arbeitsbedingungen. Dazu gehören auch flexible Arbeitszeitmodelle für die Angestellten, denen das Unternehmen die Auszeichung als frauenfreundlichster Betrieb Oberösterreichs verdankt.