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Minigolf Freinberg

Die Erinnerung an das angeknackste Nasenbein vom letzten Besuch geistert mir noch durch den Hinterkopf, während ich den Ball auf den weißen Abschlagpunkt der Bahn 1 lege. Diesmal, so der Vorsatz, werde ich einen gehörigen Respektsabstand zu den anderen Spielerinnen und Spielern einhalten. Abgesehen von der – zugegebenermaßen geringen – Verletzungsgefahr ist Minigolf der perfekte Sommersport, ist er doch ähnlich anstrengend und schweißtreibend wie eine gute Partie Schach. Kein Wunder also, dass nicht nur in den Touristenburgen rund um den Globus, sondern auch am Linzer Freinberg mehr oder weniger konzentriert und koordiniert auf den Gummiball eingedroschen wird. Die 18-teilige Hindernisbahn bietet dabei nicht nur eine gehörige Portion Nostalgie, sondern wirkt auch wie eine Zen-mäßige Übung in Impulskontrolle, wenn der Ball auch beim sechsten Versuch wieder haarscharf am Loch vorbeischrammt. Hat man die widerspenstige Kugel schließlich im 18er-Loch versenkt, kann man mit einem Ottensheimer Thorbräu auf den Sieg anstoßen oder mit einem Eis der geschundenen Seele Trost spenden.

Swingolf

Leicht in die Knie gehen, den Ball nicht aus den Augen lassen, schwungvoll durchziehen, und im besten Fall segelt die knallorange Kugel in Richtung der roten Fahne. Der Abschlag funktioniert beim Swingolf genau wie bei regulärem Golf, nur dass der Schläger drei Kanten hat, der Ball etwas größer und der Einstieg wesentlich einfacher ist: Nach ein paar Probeschlägen am Übungsplatz können Kinder wie Erwachsene auf der Anlage in Linz-Urfahr gleich loslegen – ganz ohne Platzreife, Clubmitgliedschaft und Handicap. Auf dem Weg vom ersten zum 18. Loch spazieren die Spielerinnen und Spieler fünf Kilometer über bunte Blumenwiesen und weiden sich an der herrlichen Aussicht auf Pöstlingberg und Sankt-Magdalena-Kirche. Nach der Partie können sie auf Slacklines durch den Obstgarten balancieren oder im ehemaligen Heustadl mit einem Glas österreichischen Weins auf den Sieg anstoßen.