Alle Artikel zum Schlagwort Hausmannskost

Maurerwirt

Im Herrgottswinkel klammert sich ein heiliger Trinker an seine bauchige Weinflasche, daneben hängen blumengeschmückte Kuhglocken und bäuerliche Hinterglasmalereien: Der Maurerwirt ist ein „richtiges Dorfgasthaus mit allem, was man sich erwartet“, schildert Günter Maurer. Und weil für den zwirbelbärtigen Chef nicht nur das „g’sunde Miteinander am Stammtisch“ dazu gehört, sondern auch eine bodenständige, regional verwurzelte Hausmannskost, verwendet er ganz gezielt saisonale (Bio-)Lebensmittel aus der unmittelbaren Umgebung. „Die Industrie rennt mit ihren Fertigprodukten in die falsche Richtung. Ich kaufe lieber frische Zutaten beim Fleischhacker meines Vertrauens und den Apfelsaft beim Nachbarn„, erklärt Maurer sein Ziel, die Herkunft der einzelnen Speisen und Getränke für die Gäste nachvollziehbar zu machen. Eigenkreationen wie der Haselgrabenknödel mit Kalbfleisch- und Kürbisfülle oder die Erdäpfeltascherl mit Steinpilzen gesellen sich auf der Karte zu den herzhaften Klassikern der heimischen Küche. Dazu passt ein Glas Bio-Maurerbier, das der Wirt eigens in der Privatbrauerei Hofstetten brauen lässt.

Schlagerwirt

Munter gluckert das Wasser über Granitbrocken, durch Felsspalten und in die Badewanne des Teufels: Das Pesenbachtal ist zu allen Jahreszeiten ein lohnendes Ausflugsziel für Wandersleute. Nur einen Steinwurf vom wildromantischen Naturschutzgebiet entfernt, lockt der Schlagerwirt die Müden und Hungrigen mit einer herzhaften Brettljause im sonnigen Gastgarten. Ein Abenteuerspielplatz, der Ausblick auf die Obstbäume und ein Glas des hauseigenen Hollerkracherls verkürzen die Wartezeit auf die naturbelassenen Köstlichkeiten, die zum Großteil aus eigener Erzeugung stammen: Auf dem Jahrhunderte alten Bauernhof stellt die Familie Berger nach traditionellem Rezept Käse und Butter, Most und Schnaps, Gselchtes und süße Mehlspeisen her, die man auch im Hofladen kaufen kann. Bei den restlichen Produkten auf der Speisekarte achten die Wirtsleute Bernhard und Elisabeth auf regionale und nachhaltige Herkunft, damit die herrliche Naturkulisse „unseren Gästen und der Nachwelt erhalten bleibt“.

Fischerhäusl

Die massiven Gemäuer mit ihren gotischen Fenstern und eleganten Renaissance-Elementen atmen Geschichten von Wassernixen und versunkenen Schätzen am Grunde der Donau: Durch das Fischerhäusl neben dem Neuen Rathaus strömt ein Hauch der Zeit, als Urfahr noch ein beschauliches Dorf der Fischer und Fährmänner war. In diesem urigen Ambiente verpasst Chefkoch Dominic Grünwald der traditionellen österreichischen Küche ein zeitgemäßes Update: Für seine herzhafte und zugleich raffinierte Hausmannskost verwendet er ausschließlich regionale und saisonale Zutaten wie Eferdinger Gemüse, oberösterreichisches Schweinefleisch oder Traunviertler Fische. In krachledernen Hosen servieren die Kellnerinnen und Kellner heimische Weine, Most und Mühlviertler Obstsäfte zu Schweinsbratl, Kaspressknödel oder Saibling, ehe das Menü bei Espresso und hausgemachte Mehlspeisen harmonisch ausklingt. Ein besonderes Schmankerl ist der schattige Gastgarten, wo der Blick über den Schlossberg und die sagenhafte Donau schweift.