Alle Artikel zum Schlagwort Kleidung

Xiling

Pioniere sind Menschen, die auf ihre Vision vertrauen, auch wenn alle anderen dagegen matschkern: Als das Xiling vor 30 Jahren in der Linzer Rainerstraße eröffnet wurde, interessierte sich noch kaum jemand für ökologische Mode. „Heute denken die Leute darüber nach, wo ihr Gewand herkommt und was sie damit womöglich über die Haut aufnehmen“, erzählt Janna Binder, die gemeinsam mit ihrer Mutter Caroline das Geschäft in dritter Generation führt. In der 40 Quadatmeter großen Boutique gibt es ausschließlich Kleidung aus hautverträglichen und pflegeleichten Naturmaterialien in Bio- oder GOTS-Qualität: Sportfunktionswäsche aus feiner Merino-Wolle, maßgeschneiderte Mühlviertler Jeans aus Leinen und Baumwolle, Babyoveralls aus Bouretteseide oder Satin-Bettwäsche aus dem nahen Neufelden. Besonders sticht die Damenmode des Wiener Upcycling-Duos Milch heraus, welches aus alten Herrenhosen unter anderem Kleider und Umhängetaschen näht. Wen beim Durchstöbern des erlesenen Sortiments die Muse küsst, der findet bei Xiling eine kleine Auswahl an Stoffen und Garnen zum selber Schneidern.

Weltladen und Fairytale Fashion

Im Stadtzentrum von Eferding ist wohl der einzige Weltladen mit einem eigenen Modelabel: Sonnenfrau, Lichttanz und Schmetterlingsauge heißen die zauberhaften Kleider, Röcke und Shirts von Fairytale Fashion. So fantasievoll wie ihre Namen sind auch die verspielten Stickereien, die sie zieren. Alle Stücke werden in Nepal unter fairen und umweltschonenden Bedingungen aus Bio-Baumwolle von Hand gefertigt. Die Designs stammen von der Oberösterreicherin Ingrid Gumpelmaier-Grandl, die gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Mann vor zehn Jahren den Weltladen ins Leben gerufen hat. Fairtrade-Kaffee und die Fairytale-Kleider, Räucherstäbchen und steirischer Wein, handgeschnitzte Holzelefanten und Cider aus dem Nachbarort Schleißheim füllen den Laden bis in den letzten Winkel. Die Unterteilung in Erste, Zweite und Dritte Welt spielt dabei keine Rolle, erklärt Inhaber Heinz Grandl scherzend: „Wir sind eben ein Eine-Welt-Laden!“

Moschi

Elvis schmachtet vom Plattenspieler neben der schweren Registrierkasse, während ein Puppenkopf mit Melone, gepunkteter Fliege und gestrengem Blick die Eingangstür fixiert: Das Moschi in der Rainerstraße ist eine zauberhafte Zeitkapsel, voll mit einzigartiger Second-Hand-Mode und Vintage-Accessoires der 50er bis 80er Jahre: Der schicke Smoking für die Dinnerparty hängt neben lässigen Lederjacken und Hippieblusen, Cowboystiefel gesellen sich zu knalligen Perücken und verrückten Sonnenbrillen. Günstig sind die kreativen Einzelstücke obendrein. “Die meisten Kundinnen und Kunden kommen vom Theater und der Kunst-Uni”, sagt Inhaberin Helga Köhl. „Die einen suchen Requisiten für die Bühne, die anderen Verkleidungen für Retro- oder Faschings-Partys.“ Wer Zeit und Lust zum Stöbern mitbringt, kann hier viele schräge Klamotten entdecken und anprobieren – so wird schon der Einkauf zum fröhlichen Kostümfest.

ECO

Wer behauptet denn, dass man Öko-Mode immer gleich 100 Meter gegen den Wind erkennen muss? Im ECO kommen die gemütlichen Kapuzenpullover, lässigen T-Shirts und schicken Jeans in unverschämt coolem Design und den aktuellen Trendfarben daher, so als wären ihre Fairtrade-zertifizierten Bio-Stoffe das Normalste der Welt. Die stylishen Teile von Labels wie Bleed, Armed Angels oder Re-Bello sind sportlich geschnitten und garantiert straßentauglich. Falls mal ein Stück in einer bestimmten Größe vergriffen ist, steht der junge Besitzer Florian Neumüller allzeit bereit: Mit Hornbrille und Laptop ausgestattet, erfüllt der selbsterklärte Weltretter per Mausklick alle Kundenwünsche.