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Gutes Finden

Die Donau ist verschwunden, auch von den Städten, den Bergen und den Seen ist nichts mehr zu sehen: Ganz Oberösterreich ist zugepflastert mit bunten Icons, die anzeigen, wo es regionale, biologische, fair gehandelte und klimafreundliche Produkte und Services zu entdecken gibt. Dass sich die nicht nur in den urbanen Ballungsräumen verstecken, zeigt die kostenlose App „Gutes Finden“: Der praktische Wegweiser zeigt auf einer übersichtlichen Karte oder in Listenform mehr als 1000 Restaurants, Lebensmittel- und Modegeschäfte, Hotels und nachhaltige Ideen in der unmittelbaren Umgebung und liefert die wichtigsten Informationen wie Kontaktdaten oder Produktsortiment. Zudem kann man neue Angebote hinzufügen oder die Unternehmen mit Goldsternchen für ihren Service belohnen. „Diese App“, sagt Norbert Reiner vom Klimabündnis Oberösterreich, „hilft allen Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern, ein gutes und nachhaltiges Leben zu führen.“

Granitweg

Felsenfest ist die Überzeugung eines jeden waschechten Mühlviertlers, dass die Welt keine granittechnischen Überraschungen mehr zu bieten hat. Zumindest, bis man die Erlebniswelt Granit in Plöcking sieht: Block um Block reihen sich 50 verschiedene Granitsorten und mehr als 100 andere Gesteine aus aller Welt aneinander, die das Herz einer jeden Geographie-Professorin höher schlagen lassen. Aber selbst für steinkundlich Unbedarfte ist der Mühlviertler Ort ein lohnendes Ausflugsziel, beginnt hier doch eine steinreiche Rundwanderung durch das einstige Mühlviertler Steinmetz-Dorado. Von der Erlebniswelt folgt der Weg der Trasse der ehemaligen Feldbahn, die dem Transport der Felsblöcke diente, zum mittelalterlichen Schloss Neuhaus und von dort über den schmalen Jagasteig hinab zum Ort Untermühl, wo die Große Mühl in die Donau mündet. Von hier geht man auf zunächst gemütlichen, aber stets steiler werdenden Wegen zum Speicherkraftwerk Partenstein und weiter hinauf in den Ort Kleinzell. Vorbei an aufgelassenen und aktiven Steinbrüchen mit ihren schwindelerregenden Felswänden gelangt man schließlich wieder zurück zur Erlebniswelt, wo man zum Abschluss bei einem Picknick auf gemeißelten Steintafeln tafelt.

Codecheck-App

Verborgenes Mikroplastik in der Zahnpasta, rätselhafte E-Nummern auf der Tiefkühllasagne, hormonaktive Weichmacher im Babyspielzeug: Wer genau wissen will, was er sich beim täglichen Einkauf alles einhandelt, braucht heutzutage einen kompetenten Ratgeber. Die kostenlose App Codecheck verwandelt das Handy in ein Portal, mit dem man auf das gebündelte Wissen von Konsumentenschützern und Umweltexpertinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zugreifen kann. Dazu scannt man einfach den Strichcode mit der Handy-Kamera, und schon zeigt das Smartphone das Produkt, seine Inhaltsstoffe sowie gesunde und nachhaltige Alternativen. Zu mehr als 20 Millionen Artikeln in den Kategorien Reinigungsmittel, Ernährung, Kosmetik und Kinderprodukte liefert die Datenbank detaillierte und nachvollziehbare Informationen. Das macht die preisgekrönte App zu einer praktischen Orientierungshilfe für alle, die mit einem bewussten Einkauf sich, der Umwelt und ihren Mitmenschen etwas Gutes tun wollen.

Karaokenacht im Rox

Wo der Himmel voller E-Gitarren hängt und Britney, die Beatles und der Baywatch-Titelsong schon seit Stunden die Stimmung anheizen, da hat Katharina Ghaly leichtes Spiel: Kaum erklärt sie die improvisierte Showbühne für eröffnet, greifen auch schon die ersten Freiwilligen nach dem Mikrofon. Jeden Dienstag verwandelt sich das Rox zu später Stunde in eine Karaokebar mit mehr als 10.000 Liedern, erklärt Betriebsleiterin Ghaly, die an diesem Abend in die Doppelrolle als DJane und Moderatorin schlüpft. „Da singen Stammkunden mit jahrelanger Karaoke-Erfahrung genauso wie Leute, die das einfach mal ausprobieren und Spaß haben wollen.“ Unter allen, die sich auf die Bühne trauen, wird ein Gutschein verlost, den man zum Beispiel gegen Steaks und Burger vom Lavasteingrill einlösen kann. Die sind seit dem Sommer neu auf der schallplattenförmigen Speisekarte des Rox, erklärt Geschäftsführer Jürgen Koitz, und versprechen dank österreichischer Zutaten und hausgemachter Saucen ein „würziges Erlebnis“.

Motorikpark

Auf einem Bein hüpfend weichen die Springinkerl dem pendelnden Sandsack aus – das alles auf einer Federplatte, die durch das ständige Auf und Ab wie verrückt wackelt: Der Sportwissenschafter Roland Werthner hat sich für den ersten Motorikpark Oberösterreichs einige ganz schön knackige Aufgaben ausgedacht, die Kinder und Erwachsene, Unsportliche und Durchtrainierte vor eine echte Herausforderung stellen. 21 Stationen umfasst der Freiluft-Erlebnisparcours neben den Feldkirchner Badeseen, von der kraftvollen Steinstoßarena über den rasanten Steilkurvenslalom bis zum beliebten Vulkansurfen, bei dem man dank der Fliehkraft wie Neil Armstrong über den Mond hopst. Quietschvergnügt laufen Groß und Klein von einem Gerät zum nächsten und vergessen vor lauter Freude an der Bewegung, dass jedes Modul Kraft, Ausdauer und Koordination trainiert. Kommt man schließlich verschwitzt und atemlos am Ende des Fitnessanlage an, sorgt ein Sprung in die Badeseen für herrliche Erfrischung.

Zu gut für die Tonne

Die Eier laufen in zwei Tagen ab, und die Karotten sehen auch schon ziemlich verschrumpelt aus: Anstatt solche Überbleibsel dem gierigen Mistkübel in den Rachen zu schmeißen, verrät das Handy, wie man daraus leckere Speisen zaubert. Je nach Kühlschrankinhalt sucht die kostenlose App „Zu gut für die Tonne“ ein passendes Rezept aus der Datenbank, in der Küchenstars wie Sarah Wiener, Johann Lafer oder Tim Mälzer ihre Lieblingsgerichte der Resteküche präsentieren. Zugleich schreibt die Handy-Anwendung fehlende Zutaten auf den virtuellen Einkaufszettel und gibt Tipps zur Lagerung, damit Vorräte möglichst lange frisch bleiben. Vereinzelte Germanismen wie Aubergine, Brötchen oder Armer Ritter offenbaren die Herkunft der App: Herausgegeben wird sie vom deutschen Ministerium für Ernährung, weil dort – genauso wie in Österreich – derzeit ein Achtel aller Einkäufe im Müll landet. Das praktische Werkzeug schafft Bewusstsein und hilft dabei, jedes Nahrungsmittel voll auszukosten.

Raritätenflohmarkt

Der samstägliche Schlenderer über den Flohmarkt am Linzer Hauptplatz ist wie eine Reise in die eigene Familiengeschichte: Genau das gleiche Häferl hat der Opa gehabt, denkt man, bevor man am Nebentisch die Matchbox-Autos des Cousins, die peinlichen Vinyl-Platten der großen Schwester oder den bergkristallenen Aschenbecher der Großtante entdeckt. Anstatt die Altwaren aus Abstellkammerl, Kellerabteil oder Dachboden auf der Deponie zu entsorgen, bekommen sie beim wöchentlichen Second-Hand-Markt eine Chance auf ein neues Zuhause. Wie am Basar von Marrakesch wird um jeden Preis beinhart gefeilscht, bis am Ende die Nostalgikerinnen und Schnäppchenjäger zufrieden ein neues Stück Krimskrams, Kunst und Krempel in den eigenen Familienfundus aufnehmen.

Sprachencafé im Valdés

Feurige Latino-Musik und der aromatische Duft kubanischer Zigarren schweben über den Tischen, und dunkler Rum lockert die Zunge: In der karibischen Atmosphäre des Café Valdés sprudeln die spanischen Worte wie von selbst. Zweimal im Monat bietet das abendliche Sprachencafé die Gelegenheit, gemeinsam mit Gleichgesinnten die Vokabeln aus dem Uni-Kurs einem Praxistest zu unterziehen oder die Fremdsprachenkenntnisse für den Urlaub aufzupolieren – nicht nur für Spanien, sondern auch Italien, Frankreich und England. Abseits des klassischen Unterrichts kritisiert hier niemand die grammatikalischen Fehler oder den deutlich hörbaren Akzent. Stattdessen plaudern die Sprachlehrlinge völlig unbefangen übers Wetter, über spannende Kursangebote und über die schönsten Urlaubsziele.

Linz App

Müde Füße und rote Wangen zeugen von einem ausgedehnten Stadtspaziergang. Jetzt gehört so schnell wie möglich eine gute Melange her – aber wo ist das nächste Kaffeehaus? Wer jetzt keinen Ortskundigen an der Hand hat oder einfach mal was Neues ausprobieren will, dem hilft die kostenlose Linz App bei der Orientierung: Aufgeschlüsselt in Kategorien wie Restaurants, Bars oder Cafés, findet die Anwendung für iPhone und Smartphone Lokale in der unmittelbaren Umgebung, listet die wichtigsten Eckdaten wie Telefonnummer, E-Mail oder Öffnungszeiten auf und liefert sogar eine Wegbeschreibung. Leider ist die Kartenübersicht relativ langsam und es fehlt eine Filterfunktion, um zum Beispiel aktuell geöffnete oder nachhaltige Gastro-Betriebe zu suchen. Dafür aber erkennt die App dank der Zusatzfunktion Wikitude Sehenswürdigkeiten und historische Gebäude vor der Handykamera und zeigt die wichtigsten Infos auf dem Display an – ein praktischer Wegbegleiter für technikbegeisterte Zuagroaste und wissbegierige Alteingesessene.

Franz-Josefs-Warte

Die 127 Holzstufen sind von den Jahren und zahllosen Füßen sichtlich gezeichnet, und doch machen sie den großen Unterschied: Mit einer Höhe von knapp 20 Metern liegt die Aussichtsplattform der Franz-Josefs-Warte bequem über den Baumkronen und ermöglicht somit einen kaiserlichen Rundblick auf die Donau, den Pöstlingberg, das Eferdinger Becken und die Stadt. Der denkmalgeschützte Backsteinturm auf dem Freinberg ist nur einen gemütlichen Spaziergang (oder einen zackigen Berglauf) vom Linzer Hauptplatz entfernt: Durch die Hofgasse und die Schlossanlage führt der Weg vorbei an der Martinskirche, der ältesten erhaltenen Kirche der Stadt mit römischen Grabsteinen und mittelalterlichen Fresken. Weiter die Römerstraße bergauf zweigt der Pfad beim Jägermayerhof rechts in den Wald ab. Nach knapp 200 Metern erreicht man die historische Warte, deren Pforte das ganze Jahr über für Menschen mit Weitblick geöffnet ist.