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Schurm’s Hofladen

Die allererste Ernte waren die skeptischen Blicke der Nachbarn: „Wir sind die einzigen weit und breit, die auf 780 Metern Höhe Obst anbauen“, sagt Martin Schurm nicht ohne Stolz. Anfangs wollte niemand glauben, dass das auch tatsächlich funktionieren kann, doch mittlerweile heimst der Familienbetrieb am Hang des Lichtenbergs eine Auszeichnung nach der anderen ein. Die preisgekrönten Fruchtsäfte, Moste, Schnäpse und Cider entstehen allesamt im Presshaus, wo Äpfel und Birnen schonend gepresst, mit natürlichen Methoden haltbar gemacht und in Pfandflaschen abgefüllt werden. Zu kaufen gibt es die süßen und herben Tropfen unter anderem direkt vor Ort: Im ehemaligen Kuhstall warten neben den hofeigenen Produkten noch einige „ausgefallene Sachen, die du so im Geschäft nicht kriegst“, verweist Silvia Schurm auf die vollen Holzregale. Von befreundeten Betrieben aus der Umgebung bezieht sie Käse von Kuh oder Ziege, kerniges Bauernbrot, Eiernudeln und Bio-Pestos, damit die Kundinnen und Kunden „nicht alle einzeln abklappern müssen“ und dennoch die Geschmacksvielfalt der Region auskosten können.

Giselawarte

Mit seiner Höhe von 155 Meter ragt der rotweiß gestreifte Mast immer wieder zwischen Bäumen und Hügelkuppen hervor: Ausflügler, Mountainbikerinnen und Wandersleute orientieren sich beim Aufstieg am Sender Lichtenberg, doch ihr Ziel ist die Giselawarte gleich nebenan. Vom 82 Stufen hohen Turm schweift der Blick Richtung Norden übers gesamte Mühlviertel. In die entgegengesetzte Richtung erstrahlen bei klarer Sicht die Alpengipfel vom Ötscher über den Großen Priel bis zum Traunstein in sattem Blau. Nur Linz ist durch eine Gruppe stolzer Fichten verdeckt. Aus allen Himmelsrichtungen führen die Wege zur 1857 eröffneten Warte, die ihren Namen einer Tochter von Kaiser Franz Joseph und Erzherzogin Elisabeth verdankt. Von Linz aus gelangt man entweder über den Bachlberg (Wanderweg Nummer 109), den Gründberg (140) oder die Dießenleiten (144) in jeweils etwa zweieinhalb Stunden zur „Gis“. Wer die Aussicht ohne die Anstrengung sucht, parkt sein Auto beim Gasthaus zur Gis: Von dort erreicht man die historische Warte in knapp zehn Minuten und kann anschließend im Wirtshaus Schmankerl von heimischen Produzenten genießen.