Das Online-Magazin für Nachhaltigkeit in Linz und Rundumadum

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Café Bar Stern (c) Stern&Kringel

Café Bar Stern

Wie die Protonen-Strahlen der Ghostbusters zickzacken die weißen Lichtbänder durchs Lokal, und auf den Kletterpflanzen über den Tischen könnte sich Tarzan locker durch die Lüfte hangeln: „Das Lichtkonzept und die Bepflanzung sind sicher die auffälligsten Änderungen seit dem Umbau“, meint Rainer Landerl, der Geschäftsführer der Café Bar Stern beim Linzer City Kino. Nicht nur die Einrichtung wurde im Sommer 2014 cinefantastisch umgebastelt, sondern auch die Karte noch regionaler und biologischer gestaltet: Kaffee und Fruchtsäfte kommen aus dem Mühlviertel, Limonaden aus dem Hausruckviertel, Craft-Biere aus Salzburg und der Cider direkt vom burgenländischen Erzeuger. „Wenn wir bei uns so tolle Produzenten haben, dann wär’s doch idiotisch, wenn ich’s anderswo kauf“, lacht Landerl. Begleitet werden die Getränke von hausgemachten Mehlspeisen, Tagesgerichten und kleinen Imbissen aus der bio-regionalen Küche des Restaurants Gelbes Krokodil, zu dem das Stern gehört. An lauen Sommerabenden öffnet sich die bewegliche Glasfront zum kleinen Gastgarten am Linzer Graben, wo man bei einem gepflegten Hollerkracherl über Sternzeichen, Sternbilder und Filmsternchen philosophieren kann.

Gasthof Rahofer (c) Stern&Kringel

Gasthof Rahofer

Vollgepumpt mit warmen Sonnenstrahlen präsentieren sich schon die ersten Früchte am Feigenstrauch direkt neben den Tischen im Innenhof. „Aus denen machen wir bald Marmelade“, freut sich Rudolf Rahofer. Seit mehr als 500 Jahren verbindet der historische Vierkanthof im Ortskern von Kronstorf gehobene Gast- mit traditioneller Landwirtschaft – ein Erfolgsrezept, das Haubenkoch Rahofer seit über 35 Jahren fortführt. Ob Kartoffeln für den Grammelknödelteig, Dinkel für das selbstgebackene Brot oder Früchte für Säfte und Marmeladen, sie alle stammen vom eigenen Hof. Die restlichen Zutaten kommen „zu etwa drei Viertel“ aus der unmittelbaren Umgebung, der Fisch etwa aus Schiedlberg, das Kalb aus dem Kremstal und der frische Spargel von einem Bauern aus dem Ort. Daraus kocht Rahofer klassische oberösterreichische Gerichte „ohne Firlefanz“, die im noblen Restaurant-Salon, in der urigen Gaststube oder im lauschigen Gastgarten serviert werden. Harmonisch passt sich die handgeschriebene Speisekarte dem wechselnden Angebot der Jahreszeiten an und bringt damit stets die Leckerbissen der Saison auf den Tisch, betont Rahofer: „Alles andere ist für mich uninteressant.“

Schlossrestaurant Hagenberg (c) Stern&Kringel

Schlossrestaurant Hagenberg

Ein Hauch der adeligen Vergangenheit schwebt über den Tischen im ziegelgewölbten Speisesaal. „Dabei ist dieser Gebäudeteil gar nicht so alt, nur 400 bis 450 Jahre“, erzählt Hannes Katzenschläger beiläufig, so als wollte er sagen: Was ist das schon im Vergleich zur mehr als tausendjährigen Geschichte des gesamten Schloss Hagenberg? Vor bald zehn Jahren hat er gemeinsam mit seiner Schwester Sibylle das Restaurant in dem historischen Gemäuer übernommen und ganz auf traditionelle österreichische Küche aus regionalen Biozutaten umprogrammiert. „Die Leute wollen wissen, wo ihr Essen herkommt. Und der Bauer hat eine Freude, wenn er ordentliches Geld für eine ordentliche Arbeit bekommt“, erklärt Katzenschläger, warum er Ziegenkäse, Rindfleisch oder Erdäpfel direkt bei den umliegenden Biohöfen kauft. Je nachdem, „was gerade bei uns wächst“, passt sich die Speisekarte des biozertifizierten Lokals der aktuellen Jahreszeit an: Die saisonalen Spezialitätenwochen von Wild über Spargel bis Lamm begleiten die Gäste durchs Jahr, denn „jedes Monat hat seine spannenden Mitbringsel“.

Burgerei (c) Stern&Kringel

Burgerei

Herzhaft bohrt die glubschäugige Graffti-Kuh in der Nase, dahinter thront ein mächtiger Vierkanter auf grünen Hügeln. „Das ist der Silberbauernhof in Gutau, auf dessen Weiden die Bio-Angusrinder für unsere Fleischlaberl ihren freien Auslauf genießen“, erklärt Andreas Katzensteiner, der gemeinsam mit Peter Schaller am Linzer Südbahnhofmarkt soeben die zweite Filiale der Burgerei eröffnet hat. Beflügelt vom Ideal der Regionalität, verwandelt das Gastronomenduo traditionelle Lebensmittel aus Mühl- und Hausruckviertel in feines Fastfood, das in der Marktkoje stilvoll auf Porzellantellern und mit knusprigen Erdäpfelscheitln (Potato Wedges) serviert wird. Wer will, kann den deftigen Petersburger (mit Speck und Spiegelei), den mediterranen Hagenburger (mit Mozzarella und Pesto) oder den vegetarischen Notburger (mit Spinatlaibchen und Bio-Feta) auch mit nach Hause nehmen. Zusätzlich zur schnellen Küche lockt die Bio-Vitrine mit zartem Bauchspeck, feinen Filetsteaks und Beuschel im Rexglas von Angusrindern und fleckigen Turocschweinen – „unser Beitrag zum vielseitigen Marktleben rundum“, lacht Katzensteiner.

Atrium (c) Stern&Kringel

Atrium

Warmes Sonnenlicht flutet durchs Glasdach in den arkadengesäumten Innenhof, doch sobald die nahe Michaelerkirche zwölf Uhr schlägt, ist es mit der idyllischen Ruhe vorbei: Aus den umliegenden Büros und vom Campus Steyr strömen die Menschen zum Mittagstisch ins Café Atrium, wo saisonale Bio-Lebensmittel der Region in „bodenständige Gerichte mit internationalen Einsprengseln“ verwandelt werden. „Wir fahren seit jeher eine hochwertige Schiene“, erklärt Mitarbeiter Andreas Straßer das Vertrauen der Gäste in die Küche: Vor zehn Jahren hat sich das Lokal als erstes Restaurant in Oberösterreich bio-zertifizieren lassen. Stolz verweist Straßer auf die große Auswahl an heimischen Bio-Weinen, bei denen „die Qualität einfach passt“. Nicht nur bei den Speisen und Getränken achtet das Atrium auf Nachhaltigkeit: In der Küche und im Service finden etwa 20 Personen mit psychischen und sozialen Problemen eine sinnstiftende Arbeit, die ihnen eine Rückkehr in die Gesellschaft ermöglicht.

Paul's (c) Stern&Kringel

Paul’s

Inspiriert haben ihn all die „Orte, wo’s gemütlich ist“. Und weil Paul Gürtler in seinen Leben schon ziemlich viel in der Weltgeschichte herumgekurvt ist, herrscht auf der Speisekarte ein „wildes Durcheinander“ von heimischen Klassikern, internationalen Spezialitäten und „tollen Verrücktheiten“. Spaß beim Essen ist für den Küchenchef die oberste Maxime, und so hören die Gerichte auf witzige Kauderwelsch-Namen wie „Chili con Krake“, „Tscheinataun“ und „Der Gerät“. Die regionale Herkunft der Lebensmittel liegt Gürtler besonders bei seinen Steaks am Herzen: Die Gäste können zum Beispiel Cuts vom Mostviertler Wagye-Rind und Porterhouse-Steak aus der Mühlviertler Fleischmanufaktur Riepl bestellen oder zum selber Grillen in der Greißlerei des Paul’s kaufen. Dort warten darüber hinaus kuriose Würzsaucen, eigene Teemischungen, handgerösteter Kaffee und natürlich das Paul’s Bier, ein bernsteinfarbenes, malziges Vollbier aus der Braucommune Freistadt.

Salonschiff Fräulein Florentine (c) Stern&Kringel

Salonschiff Fräulein Florentine

Ein Krebs gehört ins Wasser, und so ist es nur logisch, dass das Café zum Rothen Krebs nun an die Donau übersiedelt ist: Im Juni 2014 hat die Crew des Linzer Szenelokals das ehemalige li+do-Schiff beim Urfahraner Jahrmarktgelände geentert und die Kombüse ordentlich umgekrempelt. Aus großteils regionalen Bio-Zutaten kocht der Smutje kleine Imbisse, vegetarische und vegane Mittagsgerichte. Bio-fairer Kaffee aus der Rösterei des Linzer Weltladens weckt die Lebensgeister, und Naschkatzen dürfen sich auf hausgemachte Mehlspeisen als Dessert freuen. Dazu bietet sich tagsüber sowohl auf als auch unter Deck eine Postkartenaussicht deluxe auf Lentos, Altstadt und Schlossberg, bevor das Schiff am Abend zur leise schwankenden Bühne für Lesungen, Konzerte und Feste wird.

Fischerhäusl - Gselchtes (c) Stern&Kringel

Fischerhäusl

Die massiven Gemäuer mit ihren gotischen Fenstern und eleganten Renaissance-Elementen atmen Geschichten von Wassernixen und versunkenen Schätzen am Grunde der Donau: Durch das Fischerhäusl neben dem Neuen Rathaus strömt ein Hauch der Zeit, als Urfahr noch ein beschauliches Dorf der Fischer und Fährmänner war. In diesem urigen Ambiente verpasst Chefkoch Dominic Grünwald der traditionellen österreichischen Küche ein zeitgemäßes Update: Für seine herzhafte und zugleich raffinierte Hausmannskost verwendet er ausschließlich regionale und saisonale Zutaten wie Eferdinger Gemüse, oberösterreichisches Schweinefleisch oder Traunviertler Fische. In krachledernen Hosen servieren die Kellnerinnen und Kellner heimische Weine, Most und Mühlviertler Obstsäfte zu Schweinsbratl, Kaspressknödel oder Saibling, ehe das Menü bei Espresso und hausgemachte Mehlspeisen harmonisch ausklingt. Ein besonderes Schmankerl ist der schattige Gastgarten, wo der Blick über den Schlossberg und die sagenhafte Donau schweift.

Café Meier - Gastgarten (c) Stern&Kringel

Café Meier

Zeitlos ist hier nicht nur die Einrichtung mit ihren Marmortischen, Thonetsesseln und dem schwarzen Piano: Im Café Meier lässt man bei einer Melange oder dem legendären Ingwer-Zitrone-Getränk die Hektik des Alltags hinter sich. Während andere Lokale ihre Kundschaft mit kostenlosem WLAN bespaßen, erklärt sich das Kaffeehaus mit dem Altwiener Flair kurzerhand zur handyfreien Zone. Vertieft ins Gespräch, eine knifflige Schachpartie oder ein spannendes Buch aus der kostenlosen Bookcrossing-Ecke, genießen die Gäste den fair gehandelten Bio-Kaffee aus der hauseigenen Rösterei. Dazu gibt’s hausgemachte Mehlspeisen, saisonale Imbisse und Frühstück bis in die Nachmittagsstunden, die man am besten im sonnigen Gastgarten am Pfarrplatz genießt.

Wirtshaus Knapp am Eck (c) Stern&Kringel

Knapp am Eck

„Ruah di a bisserl aus“, raunt ein kreuzbestickter Polster den Gästen verführerisch zu: Mit den knarzigen Holzbänken, den grünkarierten Tischtüchern und den Bierbrezn strahlt das Wirtshaus Knapp am Eck in Steyr urige Gemütlichkeit aus. Zugleich überrascht das Lokal mit großformatigen Kunstwerken und einer kreativ gestalteten Speisekarte, die mit Köstlichkeiten der oberösterreichischen Küche auftrumpft: Sowohl die Rezepte als auch die Zutaten für Saftiges Brüstl vom Maisgickerl, Vollkorn-Kaasschpatzen und Gulasch vom Wadl vom Ox’n stammen aus der unmittelbaren Umgebung. Gerne erklären die Kellnerinnen und Kellner, bei welchem Bauern das Strohschwein aufgewachsen ist, aus welcher Fischzucht der Saibling stammt und welches Landgut den Most herstellt. Im Sommer lockt der idyllische Gastgarten, wo man im Schatten einer efeuumrankten Pergola dem Rauschen des nahen Steyr-Flusses lauscht.

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