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Swingolf

Leicht in die Knie gehen, den Ball nicht aus den Augen lassen, schwungvoll durchziehen, und im besten Fall segelt die knallorange Kugel in Richtung der roten Fahne. Der Abschlag funktioniert beim Swingolf genau wie bei regulärem Golf, nur dass der Schläger drei Kanten hat, der Ball etwas größer und der Einstieg wesentlich einfacher ist: Nach ein paar Probeschlägen am Übungsplatz können Kinder wie Erwachsene auf der Anlage in Linz-Urfahr gleich loslegen – ganz ohne Platzreife, Clubmitgliedschaft und Handicap. Auf dem Weg vom ersten zum 18. Loch spazieren die Spielerinnen und Spieler fünf Kilometer über bunte Blumenwiesen und weiden sich an der herrlichen Aussicht auf Pöstlingberg und Sankt-Magdalena-Kirche. Nach der Partie können sie auf Slacklines durch den Obstgarten balancieren oder im ehemaligen Heustadl mit einem Glas österreichischen Weins auf den Sieg anstoßen.

Osteria La Norma

Ein Bild der Fußballmannschaft Calcio Catania empfängt die Gäste gleich beim Eingang, weiter hinten im Lokal zieren Urlaubsfotos vom Ätna und alte Ansichten sizilianischer Städte die Wände: Italiens größte Insel ist in der Osteria La Norma allein schon optisch allgegenwärtig. Nach sieben Jahren als Sprachlehrer und Kellner hat der Sizilianer Fabio Gallina im November 2013 seinen Traum verwirklicht: Am Fuße des Pöstlingbergs serviert er auf zwei Etagen Köstlichkeiten seiner Heimat, zum Beispiel die namensgebende Pasta alla Norma mit gebackenen Melanzani oder die herrlich bissfesten Penne mit hausgemachtem Pesto siciliano aus getrockneten Tomaten, Basilikum und Ricotta. Als Dolce della Casa bezaubert das Schichtdessert Mattonella, welches nach einem Rezept der “Mamma” aus Marsala-Wein, Keksen, Ricotta und Mandeln zubereitet wird. Die Zutaten genauso wie die Weine der Kellerei Cantine Pepi bezieht Fabio zum Großteil direkt aus Sizilien, von wo auch seine unerschütterliche Gelassenheit und Lebensfreude stammen. Jeden zweiten Donnerstag kredenzt er beim nachmittäglichen Italienisch-Sprachcafé perfekten Espresso, garniert mit lustigen Anekdoten von seiner Mittelmeerinsel.

Theresiengut

Gedankenverloren schweift der Blick über die Stadt unten im Donautal, und die frische Landluft füllt die Lungen bis tief in die feinsten Bronchien. Das Theresiengut könnte mit seiner entspannenden Lage am Pöstlingberg als Meditationszentrum dienen. Tatsächlich leben und arbeiten hier aber Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, die auf der 23 Hektar großen Landwirtschaft biologische Lebensmittel für den Eigenbedarf und für den freitäglichen Ab-Hof-Verkauf produzieren. Gleich neben dem Eingang warten frisches Obst und Gemüse, daneben steht eine Vitrine mit Milch, Joghurt und Ziegenkäse. In den Regalen locken Dinkelvollkornnudeln, Marmelade oder eingelegte Köstlichkeiten, außerdem lebensfrohe Filzfiguren und bunt schillernde Kerzen. Durch die Arbeit in der Gärtnerei und der Kreativgruppe entwickeln die Betreuten Verantwortungsgefühl und soziale Kompetenzen – zentrale Fertigkeiten für ein Leben in größtmöglicher Selbstbestimmung.

Leisenhofgärtnerei

Johanna hegt ihr Heiliges Basilikum, Sebastian experimentiert mit Stützmauern aus Lehm für die Rankbohnen, und Chefgärtner Klaus vermehrt Saatgut für seltene Kürbissorten. So vielseitig wie die Interessen der fünf Mitarbeiter sind die Obst- und Gemüsepflanzen in der Leisenhofgärtnerei am Pöstlingberg: Auf einem knappen Dreiviertel Hektar gedeihen Ochsenherz- und Ribiseltomaten, Filderkraut und Kuri-Kürbisse, russische Gurken und italienischer Salat und machen damit gerade für  Kinder die Vielfalt abseits der Supermarktregale erlebbar. Früher hat der kleine Anger das nahe Petrinum versorgt, heute verkauft die biodynamische, Demeter-zertifizierte Gärtnerei an zwei Tagen pro Woche Brot, Käse, Honig, Wiesenblumen und natürliches, geschmacksintensives Obst und Gemüse. Wer Lust am selber Garteln verspürt, der kann als freiwilliger Erntehelfer im Leisenhofgut mit anpacken – als Lohn winken die frisch geernteten Früchte.