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B7 Fahrradzentrum

„Ein bissl voll ist es derzeit“, entschuldigt sich Projektleiter Hannes Herber beim Rundgang durch die Werkstatt: „Wir reparieren hier alles vom Waffenrad bis zum Hightech-Bike“, und da sorge der freundliche Frühlingsstart für reichlich Aufträge. Ketten schmieren, Reifen wechseln, Bremsen kontrollieren – ein Service im B7 Fahrradzentrum macht den Drahtesel fit für den Einsatz. Versteckt hinter der Kapuzinerkirche gelegen, bietet das Projekt 14 zeitlich befristete Arbeitsplätze, um die Beschäftigten beim (Wieder-)Einstieg in die Erwerbstätigkeit zu unterstützen. Unter der Anleitung von Fachkräften lernen sie den Umgang mit Kunden und Kolleginnen genauso wie die Tricks, um gespendete und gebrauchte Räder zu recyceln und wieder auf fahrtauglich zu trimmen. Ab 60 Euro sind die Second-Hand-Vehikel im Geschäft erhältlich. Wer’s lieber brandneu mag, findet hier zudem schicke Retro-Stadträder, sportliche Trekking-Bikes, kompakte Falträder und E-Bikes sowie das nötige Zubehör für eine schwungvolle Radlsaison.

Traunauen bei St. Martin

Links gluckst ein schmales Rinnsal, rechts klopft ein Specht, und ringsum ringen balzende Singvögel mit lautstarkem Gezwitscher um Aufmerksamkeit: Mit ihrem verwirrenden Bachlabyrinth und dem halbverwilderten Eschen- und Erlenwald sind die Traunauen im Süden von Linz ein beliebtes Ausflugsziel für Freiluftsportlerinnen und Naturgenießer. Nicht nur der Mensch fühlt sich hier wohl: Wenige Gehminuten von der Bus- und Bahnhaltestelle Traun – St. Martin entfernt, beherbergt ein 19 Hektar großes Naturschutzgebiet einzigartige Orchideen, Eisvögel, Molche und Laubfrösche. In den Tümpeln und Feuchtwiesen rund um den unregulierten Alten Bach haben sie einen unberührten Zufluchtsort gefunden. Nach der Erkundung der artenreichen Flora und Fauna kann man auf erdigen Trampelpfaden entweder flussaufwärts bis Marchtrenk oder flussabwärts an Ebelsberg und der Solarcity vorbei bis zum Naturschutzgebiet Traun-Donau-Auen weiterwandern.

Giselawarte

Mit seiner Höhe von 155 Meter ragt der rotweiß gestreifte Mast immer wieder zwischen Bäumen und Hügelkuppen hervor: Ausflügler, Mountainbikerinnen und Wandersleute orientieren sich beim Aufstieg am Sender Lichtenberg, doch ihr Ziel ist die Giselawarte gleich nebenan. Vom 82 Stufen hohen Turm schweift der Blick Richtung Norden übers gesamte Mühlviertel. In die entgegengesetzte Richtung erstrahlen bei klarer Sicht die Alpengipfel vom Ötscher über den Großen Priel bis zum Traunstein in sattem Blau. Nur Linz ist durch eine Gruppe stolzer Fichten verdeckt. Aus allen Himmelsrichtungen führen die Wege zur 1857 eröffneten Warte, die ihren Namen einer Tochter von Kaiser Franz Joseph und Erzherzogin Elisabeth verdankt. Von Linz aus gelangt man entweder über den Bachlberg (Wanderweg Nummer 109), den Gründberg (140) oder die Dießenleiten (144) in jeweils etwa zweieinhalb Stunden zur „Gis“. Wer die Aussicht ohne die Anstrengung sucht, parkt sein Auto beim Gasthaus zur Gis: Von dort erreicht man die historische Warte in knapp zehn Minuten und kann anschließend im Wirtshaus Schmankerl von heimischen Produzenten genießen.