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Schuhwerkstätte Hain

Federkielbestickte Hochzeitsschuhe und hochschaftige Bilgeri-Stiefel aus der k.u.k.-Monarchie stehen auf alten Schuhputzkastln, „aber die verkaufen wir nicht“, betont Dorit Hain lachend. Stattdessen fertigt ihr Mann Siegfried in der Kellerwerkstätte maßgeschneiderte Lederschuhe an, die mit der richtigen Pflege eine ähnlich hohe Lebenserwartung wie das historische Schuhwerk haben. Bei einem Urlaub in Italien ist der gelernte Werkzeugmacher der Liebe zur Schusterei verfallen und hat sich das traditionelle Handwerk selbst beigebracht. Sein jahrzehntelang angeeignetes Fachwissen und seine Leidenschaft steckt er auch in die Reparatur von Schuhen aller Art. Absätze, Innenfutter, Fersenleder – „viele Leute wissen gar nicht, was man alles wieder richten kann“, sagt Hain. Statt Plastik kommt natürlich gegerbtes Leder oder hochwertiger Gummi zum Einsatz: „Das ist besser für die Umwelt. Außerdem erzählen viele Kunden, dass sie länger mit den aufgewerteten Schuhen gehen können.“ Dabei hilft auch die umfangreiche Auswahl an Schuhzubehör im Geschäft, das sich in den Regalen harmonisch zu fair gehandelten Geschenksartikeln und Modeaccessoires gesellt. „Wir halten es mit dem alten Indianersprichwort“, meint Dorit Hain: „Man soll bei all seinen Handlungen an die nächsten sieben Generationen denken.“

B7 Fahrradzentrum

„Ein bissl voll ist es derzeit“, entschuldigt sich Projektleiter Hannes Herber beim Rundgang durch die Werkstatt: „Wir reparieren hier alles vom Waffenrad bis zum Hightech-Bike“, und da sorge der freundliche Frühlingsstart für reichlich Aufträge. Ketten schmieren, Reifen wechseln, Bremsen kontrollieren – ein Service im B7 Fahrradzentrum macht den Drahtesel fit für den Einsatz. Versteckt hinter der Kapuzinerkirche gelegen, bietet das Projekt 14 zeitlich befristete Arbeitsplätze, um die Beschäftigten beim (Wieder-)Einstieg in die Erwerbstätigkeit zu unterstützen. Unter der Anleitung von Fachkräften lernen sie den Umgang mit Kunden und Kolleginnen genauso wie die Tricks, um gespendete und gebrauchte Räder zu recyceln und wieder auf fahrtauglich zu trimmen. Ab 60 Euro sind die Second-Hand-Vehikel im Geschäft erhältlich. Wer’s lieber brandneu mag, findet hier zudem schicke Retro-Stadträder, sportliche Trekking-Bikes, kompakte Falträder und E-Bikes sowie das nötige Zubehör für eine schwungvolle Radlsaison.