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Bio-Bäckerei Stöcher

Der frische Herbstwind fegt die bunten Kastanienblätter über den gepflasterten Marktplatz und die fröstelnden Wandersleute und Kurgäste direkt in die warme Stube, wo schon seit dem Mittelalter Brot gebacken wird: Im Herzen des Kurortes Bad Zell in einem historischen Gebäude gelegen, kann die Bio-Bäckerei der Familie Stöcher gar nicht anders als der Tradition verpflichtet zu sein. „Das Wichtigste beim Backen ist die Zeit, damit der Teig rasten und seinen vollen Geschmack entwickeln kann“, meint Karl Stöcher, der nach altem Rezept und aus regionalen Biozutaten sein „Mühlviertler Urbrot“ im Holzofen bäckt. Auch für die verführerischen Mehlspeisen wie Himbeertorte, Butterkipferl und Briochegebäck verwendet er Mehl, Milch und Eier von Biobetrieben aus der unmittelbaren Umgebung. „Bio heißt für uns, dass wir mit naturbelassenen Zutaten arbeiten“, sagt Karl Stöcher. „Nur ein Zusatzstoff ist zu finden: viel Kreativität.“

Kreativladen

Offener Bio-Kräutertee, einzelne Eier und lose Getreidekörner, die vor den Augen der Kundschaft geschrotet werden: Der Kreativladen im EuroCenter Linz-Oed bietet ein buntes Gegenprogramm zum klassischen Supermarkt. Anstatt abgepackte Ware zu erstehen, kann man hier Tupperdosen, Einmachgläser und Einkaufskörbe mit (Bio-)Lebensmitteln anfüllen lassen oder an der Bar einen frisch gepressten Fruchtsaft schlürfen. Zugleich steht eine breite Palette an Geschenkartikeln zur Auswahl, von duftenden Schafmilchseifen über handgefertigte Filztaschen bis zu Topfblumen der Zweigstelle Schwaigau von pro mente. Die Hauptaufgabe des Geschäfts, erklärt Trainingsleiter Gerald Langreiter, ist aber eine andere: „Seit 1985 begleiten wir hier bis zu sechs Menschen nach psychischen Krisen auf dem Weg zurück zum freien Arbeitsmarkt.“ Davon profitieren auch die Kundinnen und Kunden, findet Langreiter, denn das zusätzliche Personal ermöglicht eine ganz individuelle Beratung.

Fat, Sick & Nearly Dead

Radikal ist ein Hilfsausdruck für die Fastenkur von Joe Cross: Während andere mit 40 eine Midlife-Krise mit flotten Autos und ebensolchen Frauen durchmachen, ernährt sich der Australier 60 Tage lang ausschließlich von frisch gepressten Obst- und Gemüsesäften. Der Regisseur und Hauptdarsteller der streckenweise charmant unprofessionellen Doku „Fat, Sick & Nearly Dead“ hat auch die nötige Motivation: Er ist chronisch krank, vollgepumpt mit Tabletten und 140 Kilo schwer. Statt auf den Medikamentencocktail setzt er auf Entgiftung und die Selbstheilungskräfte seines Körpers: Mit dem Entsafter im Kofferraum reist er zwei Monate lang durch die USA, das Heimatland seines heiß geliebten Junk Food. Auf dem Road Trip plaudert er ohne Missionierungseifer mit Expertinnen und Passanten über Gesundheit und Ernährung, bis er den ebenfalls stark übergewichtigen und steinkranken Phil Staples trifft. Die Verwandlung des Lkw-Fahrers macht die Magie des Filmes aus und erklärt, warum das Saftfastenprogramm „Reboot with Joe“ mittlerweile ein weltweiter Erfolg ist.