Alle Artikel zum Schlagwort Schmuck

Lucia’s Naturladen

Kaum tritt man durch die offene Glastür, empfängt einen der aromatische Duft von jungen Kräuterkistln und das herzhafte Lachen von Lucia Lössl, die einer Kundin vom saftigen Gemüse der nahen Felder vorschwärmt. „Wenn du gut essen willst, musst du wissen, was grad bei uns reif ist“, meint die Namensgeberin von Lucias Naturladen im Ennser Vorort Lorch. Regelmäßig fährt sie zu den umliegenden Höfen und holt knackiges Gemüse, frisch geerntetes Obst oder selbstgemachte Nudeln. „Meine Überzeugung ist, dass besser einer für alle fährt, bevor jeder einzeln umanandkurvt“, erklärt Lössl. Vor sechs Jahren hat sie ihren Kindheitstraum vom eigenen „Kaufmannsladen“ erfüllt, „wo es gute und schöne Dinge gibt“. Dazu zählen für Lössl nicht nur regionale Bio-Lebensmittel, sondern auch fair gehandelte ModeSchafmilchseifen aus Sierning, Klangschalen und eine Unzahl von kreativen Geschenksideen. „Besonders beliebt sind unsere Geschenkskörbe mit Schmankerln aus der Umgebung“, sagt Lössl. „Da wissen die Beschenkten genau, wo’s herkommt.“

Quand

Auf kuschelig gepolsterten Holzpaletten sitzend schlürft Adelheid Neumeier-Binder mit einer Kundin gemütlich eine Tasse Kaffee. „Die Leute kommen gerne zum Quatschen, das Einkaufen geht da ganz einfach nebenbei“, lacht die Inhaberin der Boutique Quand, in der sie seit Sommer 2014 ihre Leidenschaft für nachhaltige Mode mit ihren langjährigen Erfahrungen im Sozialbereich verknüpft. Nicht nur bei der selbst gestalteten Einrichtung prägen recycelte Autoreifen, Holzbretter und Hanfseile das Erscheinungsbild, auch bei den Kleidern und Accessoires bekommen alte Feuerwehrschläuche, Kaffeesäcke oder Fahrradpneus eine zweite Chance. „Ich nähe T-Shirts zu Loopschals, Hosen zu Röcken, Ärmel zu Hauben“, schildert Neumeier-Binder ihren „Quandkreislauf“. Den größten Teil ihres Sortiments bildet aber alltagstaugliche Ökomode für Damen und Herren: „Das wichtigste Kriterium sind die GOTS-, FairWear– und IVN-Gütesiegel, und gefallen muss es mir natürlich auch.“ Das ist heutzutage zum Glück kein Problem mehr, findet Neumeier-Binder: „Öko ist schon lange keine Jutesackmode mehr, sondern so richtig im Trend.“

Geko

Regenwaldbunte Gekos kraxeln über die Gewölbedecke, „genau wie damals in Indonesien“, lacht Claudia Johnson. Aus Liebe zum Fernen Osten, seinem Sprachenmix und seinen Menschen reist sie immer wieder nach Südostasien und hat dort in den vergangenen Jahrzehnten ein dichtes Netzwerk von kleinen Betrieben aufgebaut, die ihr Geschäft in der Nähe des Linzer Hauptplatzes mit schrägen, eleganten oder verträumten Geschenksartikeln, Schmuck- und Kleidungsstücken beliefern. „Das Hauptkriterium ist, dass sie sozial und fair wirtschaften“, erklärt Johnson die Auswahl in ihrem Laden. Viele Stücke hat sie selbst entworfen und direkt an der Rohstoffquelle fertigen lassen, „damit den Leuten vor Ort mehr Geld bleibt und sie ihre Werkstätten entwickeln können“: Die farbenfrohen Kleider und Bambus-Blusen zum Beispiel näht eine kleine Schneiderei in Indonesien, und der symbolreiche Schmuck mit leuchtenden Halbedelsteinen entsteht in einer Manufaktur in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. „Fairer Handel ist für alle gut“, beschreibt Johnson ihr Credo. „Für mich, für meine Lieferanten und für meine Kunden.“

Schmuck Kastner

Ein junges Paar ist extra aus Südtirol angereist, „ganz nachhaltig mit dem Zug“, erinnert sich Christine Kastner-Ursprunger: „Wenn die Leute heiraten, dann ist es ihnen extrem wichtig, dass sie was Spezielles bekommen.“ Als eines der wenigen Schmuckgeschäfte in Österreich bietet ihr Laden hochwertige Eheringe aus nachhaltigen Quellen: Gold und Silber werden unter kontrolliert fairen Arbeitsbedingungen ohne Einsatz hochgiftiger Chemikalien gewonnen, die Kimberley-zertifizierten Diamanten wiederum stammen aus konfliktfreien Gebieten. Auch für die noblen Schmuckstücke, die sie eigenhändig in ihrer Welser Werkstätte gestaltet, verwendet die Goldschmiedin Amethyst, Turmalin und Aquamarin aus fairen Quellen sowie recycelte Edelmetalle: Dafür schmilzt sie Omas alte Halskette oder das aus der Mode gekommene Armband ein und schenkt ihnen als Ohrringen oder Anhängern ein zweites Leben. So werden „die Ressourcen, die im Umlauf sind, möglichst umweltschonend weitergenutzt“.

Atelier Vielfelt

Die Schaufensterpuppe stolziert mit spiralengemustertem Kleid aus recycelter 70er-Jahre-Bettwäsche durch den Raum, daneben leuchten handgefilzte Kinderpatscherl, streichelweicher Textilschmuck und originelle Kopfbedeckungen in allen Farben des Regenbogens: Es ist schier unmöglich, die geballte Kreativität der sechs oberöstereichischen Kunsthandwerkerinnen zu beschreiben, die miteinander das Atelier Vielfelt wenige Schritte vom Linzer Hauptplatz betreiben. Die Leidenschaft für traditionelle Textilhandarbeit zieht sich wie ein roter Faden durchs Sortiment: Gemeinsam präsentieren sie selbst genähte, gestrickte, gefilzte und gewebte Kleidungsstücke und Accessoires, kombiniert mit den kuscheligen Schätzen der Wollwerkstatt und den frischen Ideen von jungen Gastausstellerinnen. Zudem unterstützt die Boutique regelmäßig internationale Spendenaktionen, heuer zum Beispiel das Projekt Guldusi für afghanische Stickerinnen.

Moschi

Elvis schmachtet vom Plattenspieler neben der schweren Registrierkasse, während ein Puppenkopf mit Melone, gepunkteter Fliege und gestrengem Blick die Eingangstür fixiert: Das Moschi in der Rainerstraße ist eine zauberhafte Zeitkapsel, voll mit einzigartiger Second-Hand-Mode und Vintage-Accessoires der 50er bis 80er Jahre: Der schicke Smoking für die Dinnerparty hängt neben lässigen Lederjacken und Hippieblusen, Cowboystiefel gesellen sich zu knalligen Perücken und verrückten Sonnenbrillen. Günstig sind die kreativen Einzelstücke obendrein. “Die meisten Kundinnen und Kunden kommen vom Theater und der Kunst-Uni”, sagt Inhaberin Helga Köhl. „Die einen suchen Requisiten für die Bühne, die anderen Verkleidungen für Retro- oder Faschings-Partys.“ Wer Zeit und Lust zum Stöbern mitbringt, kann hier viele schräge Klamotten entdecken und anprobieren – so wird schon der Einkauf zum fröhlichen Kostümfest.

Donau Stein Design

Manch Schatz liegt am Grund der Donaufluten, und mit ihren glitzernden Edelsteinen verführen Wassernixen arglose Kinder, heißt es in der Sagenwelt. Nun gibt es zwar keine Diamanten in der Donau, aber die Schmuckdesignerin Sieglinde Almesberger findet auf ihren Spaziergängen entlang des Ufers reichlich Rohstoff für ihre Amulette, Ringe und Ketten: Sie verwandelt rötliche und grüne, geäderte und gepunktete Donaukiesel in ihrem Atelier in der Altstadt in modischen Naturschmuck. Zudem ist Almesberger die Erfinderin der Linzer Metallkugeln, die in der Weihnachtszeit viele Geschäftsauslagen zieren. Die goldenen und silbernen Drahtbälle werden bei Pro Mente in verschiedenen Größen handgefertigt und zu Schmuck oder Christbaumbehang verarbeitet.