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Taverne zu Prandegg

Über moosbewachsenen Granitblöcken und wildwuchernden Haselstauden thronen die Reste der Burg Prandegg, der Franz Leitner seinen beruflichen Neustart zu verdanken hat. „Vor zehn Jahren hab ich hier im Backhäusl regelmäßig Bauernbrot gebacken“, erzählt der gelernte Bäcker, „und dann hat mich die Gemeinde gefragt, ob ich nicht ein Lokal aufmachen will“. Also verwandelte er mit tatkräftiger Unterstützung von Freundeskreis und örtlichen Vereinen das verfallene Gemäuer des ehemaligen Meierhofs in eine gemütliche Jausenstation, wo Kinder beim Ritterspiel zwischen Reitern und Wanderinnen durch Gastgarten und Spielplatz wuseln. Dass Franz Leitner im Ruf steht, einen der besten Schweinsbraten nördlich der Donau zu servieren, lockt die Gäste zusätzlich an. „Ich schau, dass alles so weit wie möglich von rundumadum kommt“, erklärt Leitner die Einkaufspolitik in seinem Null-Emissionen-Gasthaus: das Fleisch von einem Familienbetrieb in St. Leonhard, der frische Saibling aus dem nahen Naarntal, der Apfelmost aus Wartberg und das Bio-Zwickl aus Freistadt. Nur die fantastischen, mit Mohn und Powidl gefüllten böhmischen Golatschen bezieht er von jenseits der Grenze, was die Gäste aber nicht zu stören scheint: „Am Wochenende reißen uns die Leute die Golatschen nur so aus der Hand.“

Barfußweg

Was unsere Füße im Alltag so alles erdulden müssen, grenzt schon fast an Folter: Enge Schuhe, hohe Absätze und harter Asphalt malträtieren die Latscher – höchste Zeit, sie mit einer natürlichen Massage zu verwöhnen! Zwischen Wiese, Wald und Hopfenfeld ist der Barfußweg in Sankt Ulrich mit seinen mehr als 20 Stationen wahrer Balsam für Körper und Seele: Weicher Torf, spitzer Neuhauser Granitbruch, hölzerne Balancierbalken und ein Marsch durch ein erfrischendes Bachbett stimulieren die Fußreflexzonen. Zwischendurch genießt man auf Riesenschaukeln und in Hängematten den Ausblick auf die Mühlviertler Hügellandschaft, wo Hummeln geschäftig um den blühenden Klee brummen und Schmetterlinge verträumt zu den Wolken emporsegeln. Am Ende des etwa einstündigen Spaziergangs heißt das Gasthaus Lang die Bloßfüßigen mit herzhaften Gerichte und einem riesigen Spielplatz willkommen.

Schlagerwirt

Munter gluckert das Wasser über Granitbrocken, durch Felsspalten und in die Badewanne des Teufels: Das Pesenbachtal ist zu allen Jahreszeiten ein lohnendes Ausflugsziel für Wandersleute. Nur einen Steinwurf vom wildromantischen Naturschutzgebiet entfernt, lockt der Schlagerwirt die Müden und Hungrigen mit einer herzhaften Brettljause im sonnigen Gastgarten. Ein Abenteuerspielplatz, der Ausblick auf die Obstbäume und ein Glas des hauseigenen Hollerkracherls verkürzen die Wartezeit auf die naturbelassenen Köstlichkeiten, die zum Großteil aus eigener Erzeugung stammen: Auf dem Jahrhunderte alten Bauernhof stellt die Familie Berger nach traditionellem Rezept Käse und Butter, Most und Schnaps, Gselchtes und süße Mehlspeisen her, die man auch im Hofladen kaufen kann. Bei den restlichen Produkten auf der Speisekarte achten die Wirtsleute Bernhard und Elisabeth auf regionale und nachhaltige Herkunft, damit die herrliche Naturkulisse „unseren Gästen und der Nachwelt erhalten bleibt“.