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Biergartl

Gemächlich ziehen Wolken, Fahrräder und Schiffe vorbei, dahinter werfen sich Nibelungenbrücke und Schlossberg fotogen in Pose: Einquartiert in einem uralten Fischerhaus, ist das Biergartl in Alturfahr ein beliebter Treffpunkt, um nach der Arbeit mit der Kollegenschaft unter den Hollerstauden auszuspannen. Obwohl nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt, liest sich die Speisekarte wie ein Rundreise durchs Umland: Aus Eferdinger Gemüse, Mühlviertler Fleisch und Innviertler Käse entstehen herzhafte Grillplatten, vegetarische Jausenteller und hausgemachte Mehlspeisen. Auch bei Most und Bier achtet Geschäftsführer Ludwig Wedam auf regionale Herkunft und Bio-Qualität. Wer sich partout nicht zwischen Bio-Zwickl, Weizen- oder Trappistenbier entscheiden kann, dem bietet der ausgebildete Biersommelier gerne eine spontane Verkostung an. „Bei unseren 25 Biersorten muss man allerdings wohl zwei- oder dreimal kommen, um alle durchzuprobieren“, meint er lachend.

Fischerhäusl

Die massiven Gemäuer mit ihren gotischen Fenstern und eleganten Renaissance-Elementen atmen Geschichten von Wassernixen und versunkenen Schätzen am Grunde der Donau: Durch das Fischerhäusl neben dem Neuen Rathaus strömt ein Hauch der Zeit, als Urfahr noch ein beschauliches Dorf der Fischer und Fährmänner war. In diesem urigen Ambiente verpasst Chefkoch Dominic Grünwald der traditionellen österreichischen Küche ein zeitgemäßes Update: Für seine herzhafte und zugleich raffinierte Hausmannskost verwendet er ausschließlich regionale und saisonale Zutaten wie Eferdinger Gemüse, oberösterreichisches Schweinefleisch oder Traunviertler Fische. In krachledernen Hosen servieren die Kellnerinnen und Kellner heimische Weine, Most und Mühlviertler Obstsäfte zu Schweinsbratl, Kaspressknödel oder Saibling, ehe das Menü bei Espresso und hausgemachte Mehlspeisen harmonisch ausklingt. Ein besonderes Schmankerl ist der schattige Gastgarten, wo der Blick über den Schlossberg und die sagenhafte Donau schweift.

Café Meier

Zeitlos ist hier nicht nur die Einrichtung mit ihren Marmortischen, Thonetsesseln und dem schwarzen Piano: Im Café Meier lässt man bei einer Melange oder dem legendären Ingwer-Zitrone-Getränk die Hektik des Alltags hinter sich. Während andere Lokale ihre Kundschaft mit kostenlosem WLAN bespaßen, erklärt sich das Kaffeehaus mit dem Altwiener Flair kurzerhand zur handyfreien Zone. Vertieft ins Gespräch, eine knifflige Schachpartie oder ein spannendes Buch aus der kostenlosen Bookcrossing-Ecke, genießen die Gäste den fair gehandelten Bio-Kaffee aus der hauseigenen Rösterei. Dazu gibt’s hausgemachte Mehlspeisen, saisonale Imbisse und Frühstück bis in die Nachmittagsstunden, die man am besten im sonnigen Gastgarten am Pfarrplatz genießt.

Saftladen

Hochmotiviert heult die Zentrifuge auf, sobald sie mit Karotten, Äpfeln und Orangen gefüttert wird: Nach stundenlanger Arbeit am Computer ist der Saftladen am Linzer Südbahnhofmarkt in der Mittagspause eine gesunde Alternative zum Wurstsemmerl und eine wahre Tankstelle für Vitamine und frische Energien. In großen Schüsseln stehen geschältes Obst und Gemüse bereit, um vor den Augen der Kundschaft gehäckselt und entsaftet zu werden. Je nach Lust und Laune kann man bei jedem Besuch einen anderen Saftmix kreieren, oder aber man wählt aus dem Angebot an saisonalen Spezialitäten. Doch der Mensch lebt nicht vom Saft allein: Deshalb gibt es für die Hungrigen frisch zubereitete Vollkornbrötchen und als besonderen Leckerbissen französische Crepes, wahlweise gefüllt mit pikantem Gemüse oder einem süßen Obstsalat.

In’s Hof.Zeit

In diesem Renaissancebau hat Mozart seine Linzer Sinfonie komponiert, heute lächelt er milde von den Schoko-Marzipan-Kugeln der Confiserie Wenschitz: Das Café In’s Hof.Zeit im Mozarthof verwöhnt seine Gäste mit traditionellen Imbissen, hausgemachten Mehlspeisen nach Mamas Rezept und ausgewählten heimischen Delikatessen. Im Jänner 2014 haben sich Heidi Fischer und Brigitte Nachbargauer ihren Traum vom eigenen Lokal verwirklicht und die Räumlichkeiten des ehemaligen „s Kistl“ in der Linzer Altstadt übernommen. Besonders wichtig ist den beiden Freundinnen die regionale Herkunft ihrer Produkte: Sowohl im gemütlichen Innenraum als auch im Gastgarten unter den historischen Arkadenbögen dürfen sich die Gäste auf Hofstettner Bio-Bier, Mühlviertler Most von Mairinger und österreichische Weine freuen.

Chay

Am Ende des tunnelartigen Durchgangs verstummt der Rummel des Hauptplatzes, und der intensive Duft von Grüntee mischt sich mit fernöstlichen Sphärenklängen: Das Teehaus Chay ist eine verborgene Ruheoase im Herzen von Linz, wo der Genuss von Tee in all seinen Varianten stilvoll zelebriert wird. Neben hausgemachtem Kuchen und Bio-Trinkschokolade finden sich 150 Teesorten auf der Karte, von indischem Gewürz-Chai über japanischen Matcha und marokkanischen Minztee bis zu südamerikanischem Mate-Aufguss und erfrischendem Eistee im Sommer. Viele stammen aus biologischem Anbau und fairem Handel, wie Inhaberin Christine Weisskirchner bereitwillig erklärt: Nachhaltigkeit und soziales Engagement sind Teil der Unternehmensphilosophie in ihrem Salon, der optisch von sattem Rot und tiefem Schwarz dominiert ist – farblich perfekt abgestimmt auf die rothaarige und schwarz gekleidete Besitzerin. Bei einer Tasse Ceylon-Tee und einem getauschten Buch aus dem Bookcrossing-Regal verlangsamt sich die Zeit – ein herrliches Gefühl, das man mit den Tees aus dem angrenzenden Teeladen auch zu Hause genießen kann.

Linzer Naschmarkt

Überdimensionale Fotos vom Wiener Naschmarkt schmücken die Wände, und in den Vitrinen locken Mühlviertler Speck, exotische Chutneys aus dem Hausruckviertel, feine Bio-Gewürze und edle Weine. Dennoch ist der Linzer Naschmarkt der beiden Gastro-Größen Maria Stefani und Gerhard Zölss nur in zweiter Linie ein Feinkostladen. Das Lokal am OK-Platz präsentiert sich vielmehr als schicke Weinbar mit gehobener Hausmannskost, wobei das Angebot je nach Tageszeit variiert: Morgens gibt’s „kesselhasse“ Würstel, zu Mittag ein veganes Menü und eines mit Fleisch, und abends raffinierte Imbisse wie zum Beispiel Ochsenbackerlgulasch mit Erdäpfel-Rahmstampf oder Rote Rüben-Carpaccio mit Räuchertofu. Den größten Teil der Karte nimmt allerdings die üppige Auswahl an österreichischen Weinen ein, die gemeinsam mit den Zigarren des Hauses und der Musik von Elvis bis Jimi Hendrix einen stilvollen Abend in gemütlicher Atmosphäre versprechen.

Gramaphon

Gramastettner Krapferl begrüßen die Gäste schon an der Ortseinfahrt, und auch in der Dessertvitrine des Restaurants Gramaphon darf das mit Staubzucker bestreute oder halb in Schokolade getunkte Wahrzeichen der Gemeinde nicht fehlen. Nicht nur bei der Wahl der Mehlspeisen erweist Gastronom Johannes Roither der heimischen Küche seinen Respekt: Mühlviertler Saltimbocca, Mostrisotto mit Blunzenradeln und Kartoffel-Gemüselasagne zeugen vom experimentierfreudigen Umgang mit österreichischen und mediterranen Rezepten. Auch bei den Lebensmitteln achtet Roither auf regionale Herkunft: Zu seinen Lieferanten gehören etwa die Speckwerkstatt Haudum aus Helfenberg, die Kaffeerösterei Suchan aus Freistadt sowie Most- und Käsebauern aus der unmittelbaren Umgebung. Das Lokal selbst ist lichtdurchflutet, zugleich sorgen Ziegelmauern, Holztische und dunkelrote Filz- und Ledersessel für eine erdige Note. Entspannt beobachtet man nach dem Essen bei einer Tasse Sonnentor-Tee und einem süßen Mürbteigkrapferl das gemächliche Treiben auf dem Marktplatz vor dem Fenster.