Alle Artikel zum Schlagwort Wellness

Die Achtsamkeits App

Auf der Roten Liste müssen Pandabären, Nashörner und Tiger bald enger zusammenrücken, denn auch die Pause ist eine akut vom Aussterben bedrohte Spezies: Wenn am Arbeitsplatz, in der Bim oder auf der Couch mal ein paar Sekunden Zeit ist, greifen viele wie ferngesteuert zum Handy, um Mails zu checken, spaßige Spiele zu daddeln oder durchs Internet zu brausen. Was dabei verloren geht, sind kleine Leerlaufzeiten, um die Gedanken zu ordnen. Dieses Problem des digitalen Zeitalters löst die schwedische Software-Schmiede Mindapps nun ausgerechnet auf digitale Weise: Die Achtsamkeits App erinnert zu frei einstellbaren Uhrzeiten daran, mit bürotauglichen Zwischendurchmeditationen ganz bewusst auf den eigenen Körper zu horchen. Ein fernöstlicher Gong ist das Startsignal, und schon entführt eine sonore Stimme zu einer Reise ins Innere: „Spüren Sie, was jetzt hier ist!“ Durch die Atempause sinkt der Stresspegel und frische Energie fließt durch Körper und Geist.

Haut und Seele

Verträumte Engel und spärlich bekleidete Elfen schweben durch die Luft, die nach Gräsern, Blumen und Kräutern duftet: Während in herkömmlichen Parfümerien Aldehyde, Phenole und andere synthetische Stoffe Nase und Augen reizen, führt der Laden Haut und Seele auschließlich Kosmetikprodukte aus natürlichen Rohstoffen, die so rein sind, dass man sie sogar essen könnte. Vor fünf Jahren hat Manuela Weber ihr Geschäft in der Herrenstraße eröffnet, um tierversuchsfreie Cremes, Parfüms und Schminksachen anzubieten. Heute stammen die Bestandteile vieler Produkte darüber hinaus aus biologischem und nachhaltigem Anbau sowie aus fairem Handel. Zusätzlich zur Naturkosmetik verwöhnt Weber ihre Kundinnen und Kunden mit sanften Gesichts- und Körperbehandlungen, damit Haut und Seele gleichermaßen frische Energien tanken.

Hotel Guglwald

Dort wo früher Zollbeamte auf und ab marschiert sind, spazieren heute Urlauberinnen und Urlauber durch die winterliche Natur: Das Vier-Sterne-Hotel Guglwald liegt so nah an Tschechien, dass vor einigen Jahren eine falsch montierte Dachrinne für einen absurden Grenzstreit gesorgt hat. Inmitten der bewaldeten Hügel des oberen Mühlviertels bietet das stolze Schlössl mit seinen Türmchen, Erkern und Torbögen in sattem Schönbrunner Gelb viel Gelegenheit zur Bewegung an der frischen Luft und zum Entspannen in der Mühlradsauna oder im Kräuterdampfbad der Wellnessanlage. Gut für die Gesundheit sind nicht nur die Sportmöglichkeiten sowie die Massage- und Beauty-Behandlungen mit Naturkosmetik, sondern auch die Verpflegung in der Nobelherberge: Das Hotel Guglwald war das erste in Österreich mit Bio-Zertifizierung. Egal ob beim üppigen Frühstücksbuffet, ob nachmittags für die hausgemachten Mehlspeisen oder abends beim sechsgängigen Dinner, der Großteil der Speisen und Getränke kommt aus der Bio-Region Mühlviertel. Küchenchef Erwin Schiffbänker interpretiert Klassiker der österreichischen Küche neu und schafft leichte, bekömmliche Gerichte, die Kraft und Energie geben für eine (Schneeschuh-)Wanderung zum nahen Sternstein oder eine Radtour zum Moldaustausee.

Hummelhofbad

Draußen schwanken die Birken und Fichten im eisigen Wind, während man drinnen in der 90 Grad heißen Waldsauna schwitzt: Der Hummelhofwald hat schon immer zur idyllischen Atmosphäre des ehemaligen Waldbads am Bindermichl beigetragen. Seit der Umgestaltung in eine Wellnessoase sind die Bäume dank großer Glasfronten auch im Winter stets im Blickfeld. Das wohlig-warme Saunadorf vertreibt die frostige Kälte aus den Knochen, während Sportliche im 25 Meter langen Becken ihre Längen ziehen. Danach kann man in der gemütlichen, holzvertäfelten Kaminecke, im Solebecken mit Unterwassermusik oder bei einer Massage des Instituts Wohlgemuth nach allen Regeln der Kunst weiter entspannen. Das Angebot ist zwar nicht so üppig wie in den Thermen des Umlands, dafür ist das Hummelhofbad einfach und schnell mit dem Bus zu erreichen. So kann jeder Arbeitstag mit der vergünstigten Abendkarte entspannt ausklingen.

Physikarium

Mit sanftem Druck gleiten die erfahrenen Hände über Schultern, Nacken und Schläfen – genau jene Muskelpartien also, die durch Stress und schlechte Körperhaltung am Schreibtisch hart wie Beton sind. Die Stressless-Massage im Physikarium Bad Schallerbach vereint langsame Dehnungen mit Elementen aus der indischen Kopfmassage und dem hawaiianischen Lomilomi. Dabei lösen sich sowohl die körperlichen Verspannungen als auch jegliches Gefühl für Zeit in Luft auf: Wenn die Masseurin nach einer halben Stunde “Wir sind fertig” verkündet, fragt man ungläubig “Jetzt schon?” und will gar nicht mehr von der Liege aufstehen. Dabei ist die angrenzende Therme mit ihrer Saunalandschaft das beste Mittel, um die herbstliche Kälte aus den Knochen zu vertreiben. Für ihr neues, nachhaltiges Energiekonzept – einer Kombination aus Thermalwärme, Erdgas und Solarenergie – ist die Therme Bad Schallerbach 2013 mit dem Energy Globe ausgezeichnet worden.

Zaubertal Hamam

Wirkliches Reisen ist weniger eine Frage der Distanz als der Veränderung: Manchmal reicht schon das Überschreiten einer Schwelle, um in eine andere Kultur einzutauchen. Hinter der massiven Holztür des Zaubertal Hamam zum Beispiel liegt die Magie Marokkos verborgen: Aus Begeisterung für die orientalische Kultur und Architektur haben Gaby und Franz Mach das alte, kleine Gebäude mit viel Liebe zum Detail in ein zauberhaftes Dampfbad umgestaltet. In kleinstem Rahmen verwöhnen sie ihre Gäste mit Seifenschaum, Peeling und ätherischen Massageölen. Die abschließende Tasse Minztee zwischen bunten Fliesen mit geometrischen Ornamenten und berberischem Kunsthandwerk sorgt für Entspannung von Kopf bis Zehenspitze, und glückselig entfliegen die Gedanken zu einer Fantasiereise ins ferne Marrakesch.